Die besten Wettanbieter mit Bitcoin: Nur ohne Schweizer Bewilligung zu haben
29. Oktober 2026 — geprüft gegen die Veranstalter- und Spielbewilligungen nach dem Geldspielgesetz sowie gegen die Angaben der Schweizer Aufsicht Gespa.

Wer «Wetten mit Bitcoin» eingibt, sucht meistens zwei Dinge auf einmal: eine Zahlung, die sich schnell wieder rückgängig machen lässt, und ein Konto, das niemand mit einem Ausweis abgleicht. In der Schweiz bekommt man keines von beiden. Sportwetten sind hier ein Grossspiel, das nur zwei Veranstalterinnen anbieten dürfen — Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide Konten brauchen eine verifizierte Identität und zahlen Gewinne auf ein Konto im Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers aus. Ein Krypto-Auszahlungsweg existiert im bewilligten Schweizer Wettangebot schlicht nicht, nicht als Ausnahme und nicht auf Anfrage.
Wer trotzdem mit Bitcoin wetten will, landet zwangsläufig auf einer Seite ohne Schweizer Bewilligung. dreiwegwetten.com beschreibt dieses Feld, ohne Ihnen Wege an die Aufsicht vorbei zu zeigen — es gibt keine. Was hier steht, sind die Folgen: welche Zahlen wann fällig werden, was der Ausweis kostet, den man auf einer Krypto-Seite nicht vorlegen muss, und ab welchem Betrag das Finanzamt mitliest.
Was in der Schweiz eine Bewilligung ist und was daneben liegt
Die Rechtsgrundlage ist das Geldspielgesetz in der Fassung, die am 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist. Online-Sportwetten fallen unter Artikel 3 des Gesetzes und sind ein Grossspiel. Beaufsichtigt wird das nicht von der ESBK — die kümmert sich um Casinos und nur um Casinos — sondern von der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, deren Konkordat seit dem 1. Januar 2021 läuft.

Die Bewilligung ist zweistufig. Es braucht eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel, geregelt in den Artikeln 21 bis 25. Und sie gilt nur in der Schweiz, so steht es in Artikel 4. Übersetzt heisst das: Eine Konzession aus Curaçao, Malta oder Deutschland entfaltet hier keine Wirkung, weil eine ausländische Erlaubnis keine Schweizer Bewilligung ersetzt. Autofahren mit einem ausländischen Führerausweis funktioniert. Wetten mit einer ausländischen Lizenz nicht.
Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Mehr gibt es nicht, und deshalb gibt es auch keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, die man finden könnte, wenn man nur lang genug sucht. Was die Gespa veröffentlicht, ist die Sperrliste: ausländische Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Die erste Fassung stammt vom 3. September 2019, am Ende des Jahres 2025 standen 671 Domains darauf. Blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden durch neue ersetzt — die Aufsicht nennt dieses Domain-Hopping beim Namen. Ein Anbieter sitzt deshalb nicht dauerhaft hinter einem Sperrschild, und die Sperrliste ist kein Verzeichnis der Gefahren, sondern eine Momentaufnahme.
Was dort stehen darf und was hier nicht: Welche Sportarten und Wettarten überhaupt erlaubt sind, steht in einer geschlossenen Liste der Gespa mit Stand 10.09.2026. Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Auf Trainingsläufe darf nicht gewettet werden. Eckball- und Kartenmärkte fehlen in der Liste, E-Sport kommt darin nicht vor. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, dort wo die Veranstalterin eine entsprechende Entscheidung hat. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das Gesetz nicht.
Was ein Buchmacher aus dem Ausland anbietet, unterliegt dieser Liste nicht. Er darf Kurse auf Dinge stellen, die in der Schweiz nicht auf dem Wettschein stehen dürfen, und er kann den Markt während des Spiels öffnen, wann er will. Das ist kein Vorteil, sondern die Beschreibung eines ungeregelten Feldes: Wo keine Liste existiert, existiert auch keine Instanz, die prüft, ob eine Quote korrekt abgerechnet wurde.
Die zwei Bewilligungen und ihr Zuständigkeitsgebiet
Swisslos betreibt Sporttip, die Loterie Romande betreibt Jouez Sport. Jede der beiden Veranstalterinnen hat ihr eigenes Gebiet, und ein Online-Konto gibt es nur für Personen mit Wohnsitz darin. Swisslos bedient die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt sich mit Sitz in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden.

Die Konsequenz dieser Zweiteilung ist banal und wird trotzdem oft übersehen: Ein Wohnsitz in Zürich und ein Konto bei der Loterie Romande passen nicht zusammen, und ein Wohnsitz in Genf und ein Konto bei Sporttip ebenso wenig. Der Online-Zugang ist an den Wohnsitz oder den gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet gebunden, nicht an die Staatsangehörigkeit. Wer innerhalb der Schweiz umzieht, kann also die Seite wechseln müssen — und wer im Ausland wohnt, hat gar keinen Zugang, unabhängig davon, welche Zahlungsmittel er besitzt.
Art. 47 Abs. 3 der Verordnung konkretisiert das: für ein Online-Konto braucht es Wohnsitz in der Schweiz, in der Praxis zusätzlich im Gebiet der jeweiligen Veranstalterin. Beide Gruppen bleiben strikt getrennt. Eine ausländische Marke als «ebenfalls bewilligt» zu bezeichnen, wäre schlicht falsch.
Die Bewilligung hat einen zweiten Rand, der in der öffentlichen Debatte untergeht: Der Reingewinn geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen, so steht es in Artikel 125 des Gesetzes. Wer in der Schweiz eine Wette abschliesst, finanziert damit kantonale Aufgaben mit. Das ist kein Argument für eine Wette — es ist der Grund, warum die Kantone an zwei Veranstalterinnen festhalten und an keiner dritten.
Verifizierung: was auf einer Krypto-Seite wegfällt, und was damit auch wegfällt
Das Wort «ohne Verifizierung» klingt nach einem Vorteil, weil es an einen einzelnen Schritt erinnert. Bei Swisslos registriert man sich mit mindestens 18 Jahren, mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Vertragsgebiet, ohne bestehende Spielsperre und genau einmal; die Daten werden dabei aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Ein Vorgang von ein paar Minuten.
Was eine Seite ohne Identitätsprüfung Ihnen stattdessen nicht anbietet, ist nicht dieser Vorgang, sondern alles, was daran hängt. Ein Konto ohne verifizierte Person kann keine Spielsperre gegen diese Person eintragen, keine Verlustlimite an sie binden und keinen Weg eröffnen, sich beschweren zu gehen. Die Prüfung ist der Anker, an dem Spielerschutz befestigt wird. Fallen Ausweis und Konto auseinander, fällt der Anker weg, und dann ist die fehlende Verifizierung kein Freiheitsgewinn mehr, sondern der Grund, warum im Streitfall niemand zuständig ist.
Bei einer Krypto-Seite läuft die Kette so: Man zahlt ein, spielt, und wenn die Auszahlung klemmt, gibt es keinen schweizerischen Beschwerdeweg und keine Aufsicht, an die man sich wenden könnte. Die Sperrliste der Gespa benennt die Domains, sie ist aber keine Schiedsstelle. Und weil der Kanton der Gespa keine Liste weiterer bewilligter Anbieter führen kann, gibt es auch keine Instanz, bei der eine ausstehende Auszahlung von CHF 400 verhandelt würde.
Der Sperrmechanismus und das Register, das ihn trägt
Eine Spielsperre ist mehr als ein Knopf im Spielerkonto. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, und die Sperre lässt sich vor Fristablauf nicht aufheben. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt dann auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Das ist der praktische Kern des Vergleichs. Wer sich auf einer Schweizer Seite sperrt und dieser Sperre dankbar ist, sperrt sich faktisch aus dem gesamten bewilligten Schweizer Angebot aus — nicht nur aus dem einen Sporttip-Konto. Eine Sperre, die nur die Seite kennt, auf der man sie gesetzt hat, ist dagegen so wirksam wie eine Notiz an der eigenen Zimmertür. Ausserhalb des Schweizer Systems existiert kein Register, das mehrere Anbieter verbindet, und keine Frist von drei Monaten, nach der eine freiwillige Sperre frühestens wieder zu löschen ist.
Ein zweiter Punkt, den die Sperrlogik mitbringt: Wer unter einer Sperre spielt oder noch minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn. Das ist ein harter Satz, und er ist Absicht. Auf einer Krypto-Seite gibt es ihn nicht, weil es dort keine Sperre gibt. Die Kehrseite: Es gibt ihn auch nicht zu Ihren Gunsten, wenn die Seite die Auszahlung einfach verweigert.
Die Gespa hat im Jahr 2025 Testkäufe durchgeführt: Bei Verkaufsstellen wurde in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Man sollte die Kontrolle an Schweizer Verkaufspunkten also nicht als lückenlos darstellen. Der Vergleich, den diese Zahl nahelegt, ist trotzdem ein anderer: Ein System mit dokumentierten Lücken und einem Register dahinter ist etwas anderes als ein System ohne beides.
Limiten: der Teil, den man erst merkt, wenn es weh tut
In der Schweiz setzt nicht der Staat die Einsatzgrenzen, sondern die Spielerin selbst. Die Veranstalterin muss eine oder mehrere Oberlimiten für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat verlangen — Artikel 87 der Verordnung schreibt das vor. Eine feste, gesetzliche Einzahlungsgrenze gibt es nicht, und wer nach einer solchen Zahl sucht, findet keine.
Bei Sporttip sieht das konkret so aus: Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort. Eine Erhöhung erst nach 72 Stunden — gesetzlich wären es 24 Stunden, die beiden Schweizer Veranstalterinnen wenden in ihren eigenen Bedingungen aber 72 an. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage einrichten.
Die 72 Stunden sind die eigentlich interessante Zahl, und sie verdient eine klare Meinung: Das ist die vernünftigste Bremse am ganzen Schweizer System. In dem Moment, in dem jemand seine Limite erhöhen will, ist er genau der Mensch, für den die Limite gebaut wurde. Drei Tage Bedenkzeit kosten ihn ein Wochenende, in dem er nicht weiterjagt.
Wenn die Limite an einen Ausweis gebunden ist
Eine Verlustlimite funktioniert nur, solange die Person am Konto dieselbe Person ist, die sie sich gesetzt hat. Auf einer Seite ohne Identitätsprüfung kann man ein zweites Konto eröffnen, sobald die eigene Grenze drückt. Damit hört die Limite auf, eine Limite zu sein, und wird zu einer Empfehlung an die eigene Disziplin. Nichts davon steht in den Bedingungen, weil es nicht in Bedingungen stehen muss: Es ist die Folge der fehlenden Verifizierung, und sie tritt in dem Moment ein, in dem die erste Grenze erreicht ist.
Bei Sporttip ist die Grenze ausserdem durchgesetzt, nicht nur angezeigt: Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Beim Mindest- und Höchsteinsatz gilt CHF 1 als Minimum für Einzel- und Kombinationswetten, CHF 1’000 als Maximum für eine einzelne Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos darf diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Systemwetten sind ohnehin nur etwas für Konten mit grösserem Budget — CHF 10’000 auf einen Schein zu legen ist kein Anfängerbetrag.
Wer mit einem kleinen Budget spielt, ist mit dem Mindesteinsatz von CHF 1 ohnehin gut bedient. Diese Grösse steht nicht auf der Startseite, sie ist praktisch.
Wie Bitcoin funktioniert — und warum der Kurs die Wette stärker bewegt als die Quote
Das Konzept wurde unter dem Pseudonym «Satoshi Nakamoto» veröffentlicht, das Whitepaper trägt den Titel «Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System» und wird auf den 1. Oktober 2008 datiert. Das Netzwerk entstand am 3. Januar 2009 mit der Schöpfung der ersten 50 Bitcoin im Genesisblock. Die Maximalmenge ist auf 21 Millionen Einheiten begrenzt.
Der Takt der coin-Ausgabe ist programmiert. Die Blockbelohnung halbiert sich alle 210’000 Blöcke, im Mittel entsteht etwa alle 10 Minuten ein neuer Block. Bis November 2012 waren es 50 Bitcoin pro Block, bis Juli 2016 deren 25, bis Mai 2020 noch 12,5 und bis April 2024 dann 6,25; seit April 2024 werden 3,125 Bitcoin pro neuem Block ausgezahlt. Der erste Warenaustausch gegen Bitcoin fand am 22. Mai 2010 statt: zwei Pizzen gegen 10’000 Bitcoin.
Steuerlich ist die Technik an einer Stelle bereits geklärt. Der Europäische Gerichtshof hat am 22. Oktober 2015 in der Rechtssache Hedqvist entschieden, dass beim Kauf und Verkauf von Einheiten der virtuellen Währung Bitcoin keine Mehrwertsteuer anfällt. Für den Wetter ist das die harmlose Nachricht.
Die unangenehme steht in der Blockchain selbst. Transaktionen sind öffentlich einsehbar und nur über Adressen zugeordnet — ein Pseudonym, keine Anonymität. Wer eine Abhebung als Beweis für Diskretion nimmt, hat das Modell falsch gelesen: Sichtbar ist zwar nicht der Name, aber der Betrag, der Zeitpunkt und der Weg. Aus einer Adresse wird nur dann eine Person, wenn sie irgendwo an einen Namen gekoppelt wird, und genau diese Kopplung verlangt jede Börse, bei der man Fiat in Bitcoin tauscht.
Und dann ist da der Kurs. Er schwankt stark, und diese Schwankung wirkt auf Einsatz und Gewinn stärker als jede Quote es je könnte. Bei einer 2.10-Quote wissen Sie vorher, was ein Treffer einbringt. Beim Bitcoin-Kurs wissen Sie es nicht, sobald zwischen Einzahlung und Auszahlung ein paar Wochen liegen. Ein Gewinn von 0,01 Bitcoin ist kein Gewinn in Franken, sondern eine Position, und sein Franken-Wert steht erst fest, wenn die Auszahlung tatsächlich ankommt.
Einzahlung und Auszahlung: was Krypto beim Wettschein verändert
Bei einer Krypto-Seite tauschen Sie Fiat in Bitcoin, transferieren ihn an die Seite, wetten, und bekommen im Erfolgsfall Bitcoin zurück, den Sie wieder verkaufen. Jede dieser vier Stationen hat ihre eigene Reibung. Die Umrechnung an der Kasse der Wettseite geschieht zu deren Kurs, nicht zum Kurs der Börse. Die Netzwerkgebühr hängt von der Auslastung der Chain ab und davon, wie schnell Sie es eilig haben. Beim Verkauf fällt erneut ein Spread an. In der Summe kann ein einzelner Wettschein über mehrere Prozentpunkte hinweg verloren gehen, bevor ein einziges Tor gefallen ist — und diese Kosten stehen in keiner Quote.
Bei Swisslos gibt es davon nichts, weil es bei Swisslos nichts einzuzahlen und nichts abzuheben gibt, das nicht über ein Konto im Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers läuft: Gewinne und Guthaben werden nach Artikel 50 Abs. 2 der Verordnung nur auf ein Zahlungskonto im Namen der Person ausgezahlt. Krypto-Auszahlungen existieren in der bewilligten Schweizer Sportwette nicht. Und Kredit wird nicht gewährt, so steht es in Artikel 75 Abs. 1 des Gesetzes.
Eine Annahme, die im Netz hartnäckig lebt: Die Schweiz blockiere Zahlungen an unerlaubte Wettseiten über Banken und Kartensysteme. Sie tut es nicht. Es gibt kein solches Werkzeug. Die Sperre liegt bei den Domains, nicht bei den Zahlungsströmen.
Wer nimmt Bitcoin, wer umrechnet und wer nicht — der Vergleich
Die Vergleichstabelle ordnet die beiden Schweizer Veranstalterinnen und die ausländischen Marken, auf die man beim Suchen nach einem Krypto-Wettanbieter stösst. Bei den ausländischen Marken steht in der letzten Spalte, wer die Lizenz ausstellt oder ausstellen soll, wie die Anbieter und die Beobachter des Marktes es berichten — die Angabe stammt nicht von einer Schweizer Behörde, und keine davon ist hier geprüft.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalterin bzw. berichtete Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung (Grossspiel, BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung (Grossspiel, BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Sitz Lausanne |
| VBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus Curaçao, wie der Anbieter und die Marktbeobachter sie ausweisen |
| 22Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus Curaçao, wie der Anbieter und die Marktbeobachter sie ausweisen |
| Mostbet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus Curaçao, wie der Anbieter und die Marktbeobachter sie ausweisen |
| RajBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus Curaçao, wie der Anbieter und die Marktbeobachter sie ausweisen |
| Slots Gallery | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus Curaçao, wie der Anbieter und die Marktbeobachter sie ausweisen |
| Interwetten | ohne Schweizer Bewilligung | die Gespa nennt Interwetten im Zusammenhang mit Domain-Hopping |
| Bet-at-Home | ohne Schweizer Bewilligung | die Gespa nennt Bet-at-Home im Zusammenhang mit Domain-Hopping |
| Bet365 | ohne Schweizer Bewilligung | die Gespa nennt bet365 in ihrer Sperrliste |
Die Spalte «Schweizer Bewilligung» hat nur zwei Einträge mit Inhalt, und das ist keine Lücke der Tabelle, sondern ihr Ergebnis. Die drei letzten Zeilen sind der einzige Teil dieses Vergleichs, in dem eine Schweizer Behörde namentlich auftaucht, und dieses Auftauchen ist kein Qualitätssiegel: Die Gespa führt diese Marken in der Sperrliste beziehungsweise nennt sie beim Domain-Hopping — die Adressen werden technisch blockiert, das Geschäft geht über neue Domains weiter.
Was die Krypto-Fähigkeit selbst betrifft, bleibt der Vergleich auf der Ebene der Tatsachen: Bei den beiden Schweizer Veranstalterinnen existiert der Zahlungsweg nicht. Bei den ausländischen Marken, die für dieses Feld typisch sind, gehört die Möglichkeit, in Kryptowährung einzuzahlen und auszahlen zu lassen, zum üblichen Angebot dieser Gruppe — welche Coins eine einzelne Seite führt, zu welchem Kurs sie umrechnet und welche Gebühr sie dafür nimmt, steht in ihren eigenen Bedingungen und nicht in dieser Tabelle. Wer vor der Einzahlung wissen will, was eine Abhebung kostet, liest die Auszahlungsbedingungen des Anbieters, nicht seine Startseitenversprechen. Dort steht auch, ob überhaupt in Krypto ausgezahlt wird oder nur eingezahlt.
Ein weiterer Punkt liegt ausserhalb der Tabelle, weil er keine Spalte hat: Wann eine Auszahlung ankommt, hängt bei einer Krypto-Seite an zwei Uhren — der Bearbeitungszeit der Seite und der Blockzeit der Chain. Die zweite Uhr tickt im Mittel alle zehn Minuten, die erste kann Stunden oder Tage dauern. Bei Swisslos gibt es diese zweite Uhr nicht, dafür auch keine Auszahlung in Bitcoin.
Die zwei folgenden Abschnitte zu VBet und 22Bet sind die einzigen ausländischen Marken, die hier mit eigenen Beobachtungen beschrieben werden. Bei allen anderen bleibt es bei dem, was die Tabelle hergibt: Sie stehen ohne Schweizer Bewilligung da, in drei Fällen ausdrücklich in der Sperrliste der Aufsicht erwähnt, und sie unterstehen keiner Schweizer Aufsicht.
VBet: bekanntes Live-Angebot, unklare Lizenzangabe
VBet gehört zur Gruppe der ausländischen Marken, die Schweizer Spielende beim Suchen nach einem Krypto-Wettanbieter regelmässig sehen. Die Lizenzangabe, die der Anbieter führt und die Marktbeobachter wiedergeben, verweist auf Curaçao; Schweizer Behörden prüfen sie nicht, und für das Angebot in der Schweiz entfaltet sie keine Wirkung. Wer sich hier registriert, tut es auf einer Seite ohne Schweizer Bewilligung.
Der Reiz solcher Seiten liegt selten in einer einzelnen Funktion, sondern in der Menge: Was in der Gespa-Liste fehlt — Eckballmärkte, Kartenmärkte, E-Sport — darf eine ausländische Seite anbieten, weil die Liste für sie nicht gilt. Wer genau diese Märkte sucht, findet sie hier und bei den anderen Marken dieser Gruppe und nirgends bei Swisslos oder der Loterie Romande. Der Preis dafür ist derselbe wie überall in diesem Feld: keine Schweizer Aufsicht, kein Weg über die Gespa, und ein Wettschein, der sich nicht durch einen Anruf bei einer Aufsichtsbehörde korrigieren lässt.
Was folgt daraus für einen Wettenden mit kleiner Kasse? Wer CHF 55 in Bitcoin hält und daraus einen Einsatz von CHF 30 macht, hat bei einem Kursrutsch von zwanzig Prozent nicht CHF 30 auf dem Schein, sondern CHF 24, und die Quote ändert sich deshalb nicht. Der Kurs arbeitet gegen ihn, während die Wette läuft. Wer den Nerv nicht hat, eine Position über mehrere Wochen zu halten, sollte bei diesem Anbieter erst gar nicht anfangen.
Der Rat, den diese Bewilligungslage nahelegt: Wer ohnehin bei VBet wetten will, sollte den Auszahlungsweg vorher testen, mit einem kleinen Betrag und vor dem ersten grossen Einsatz. Ob am Ende ausgezahlt wird und zu welchem Kurs, ist die einzige Frage, die hier zählt.
22Bet: breites Angebot ohne Schweizer Rückhalt
Auch 22Bet kennen Schweizer Spielende vor allem aus der Suche und aus Empfehlungsseiten. Die Lizenzangabe führt nach Curaçao, wie der Anbieter und die Marktbeobachter sie ausweisen; in der Schweiz ist sie nichts wert, und ein Schweizer Konto lässt sich dort nur führen, weil das Geldspielgesetz die Spielenden nicht bestraft. Bestraft wird, wer ohne Bewilligung veranstaltet — bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre.
Diese Unterscheidung ist der wichtigste Satz für alle ausländischen Marken dieser Art. Das Risiko liegt nicht bei Ihnen als Wettendem in erster Linie. Es liegt bei Ihnen als Wettendem in zweiter Linie, und zwar dann, wenn es zum Streit kommt: Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Wer gewinnt, gewinnt also nicht automatisch dauerhaft.
Für eine Person mit mittlerem Budget heisst das: 22Bet bleibt eine Seite ohne Schweizer Ansprechpartner, und die Breite des Angebots ist die Funktion, die diesen Nachteil aufwiegt oder eben nicht. Wer die fehlenden Schweizer Eckball- und Kartenmärkte tatsächlich nutzt, hat hier etwas, das Swisslos nicht anbieten darf. Wer sie nicht nutzt, hat hier im Wesentlichen ein Konto ohne Netz darunter.
Die Bewertung fällt entsprechend nüchtern aus: Solange kein Kontakt mit der Aufsicht entsteht und die Auszahlungen laufen, funktioniert 22Bet wie jede andere Seite dieser Kategorie. Von dem Moment an, in dem die Auszahlung stockt, steht eine Person ohne Schweizer Wohnsitz, ohne Aufsicht und ohne Beschwerdeweg auf der anderen Seite. Das ist kein Argument gegen 22Bet im Besonderen. Es ist das Muster, dem diese ganze Gruppe folgt.
Kontrolle und Steuern: was ein Ausweis wert ist
Die Schweizer Aufsicht, die eine Kennung erhält, ist die Gespa — die kantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Sie bewacht Sportwetten und Lotterien; die ESBK bewacht Casinos. Wer also wissen will, ob ein Wettanbieter in der Schweiz erlaubt ist, sucht nicht bei der Casino-Aufsicht.
Und was heisst es, wenn eine Gewinnauszahlung über einem bestimmten Betrag liegt? Bei Gewinnen aus einem in der Schweiz erlaubten Grossspiel — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — ist der Gewinn bis zu einem Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und wird erst darüber besteuert. Der Freibetrag beim Bund beträgt CHF 1’071’000 ab dem 1.1.2026; im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, weshalb bei der Antwort auf diese Frage «je nach Kanton» steht und keine einzelne Kantonszahl.
Wer den Betrag überschreitet, bekommt 35 % Verrechnungssteuer abgezogen und holt sie über die Steuererklärung zurück. Das betrifft sehr wenige. Ein typischer Wettender liegt weit unter der Grenze, zahlt also keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf seinem Gewinn. Wichtiger für einen Wettschein über CHF 50 ist die Verrechnungssteuer bei einer Schweizer Veranstalterin: Sie kümmert den typischen Gewinn nicht.
Bei ausländischen Anbietern sieht es anders aus. Auf Gewinne von einer ausländischen Seite fällt keine Verrechnungssteuer an, weil niemand sie abzieht. Dafür behandelt die kantonale Steuerpraxis, wie sie im Kanton Thurgau gilt, Gewinne aus ausländischen Grossspielen als volles steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Es gibt keine Schwelle, unter der es sich lohnt, die ausländische Wette in der Steuererklärung zu erwähnen — bei Schweizer Gewinnen gibt es sie, bei ausländischen nicht. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht, weder auf der Verlierer- noch auf der Gewinnerseite. Wer seinen Einzelfall klären will, fragt eine Steuerberatung oder die kantonale Steuerverwaltung.
Gewinne und Grenzen: die Zahl, ab der es unangenehm wird
Die Steuerfreibeträge sind genau der Punkt, an dem der Vergleich der zwei Gruppen eine unerwartete Wendung nimmt. Ausländische Gewinne verlocken mit dem Argument, dass keine Verrechnungssteuer abgezogen wird. In der Steuererklärung kann derselbe Gewinn dann als volles Einkommen auftauchen, während der Schweizer Gewinn bis CHF 1’071’000 steuerfrei bleibt — ab 1.1.2026, für das Vorjahr CHF 1’070’400.
Der Schweizer Freibetrag gilt für Schweizer Sportwetten, und er macht aus einer Wette über CHF 500 kein Steuerthema. Der ausländische Gewinn über CHF 500 ist in einem Kanton wie Thurgau nach kantonaler Praxis steuerbares Einkommen. Der Steuersatz hängt dann vom übrigen Einkommen ab, und damit ist der scheinbare Vorteil des ausländischen Wegs in diesem Punkt schnell aufgezehrt. Wer das prüfen will, bevor er handelt, fragt die eigene kantonale Steuerverwaltung — die Antwort ist, wie oben, von Kanton zu Kanton verschieden.
Dazu kommt der Anteil, der an die Öffentlichkeit geht: Der Reingewinn der bewilligten Veranstalterinnen fliesst in gemeinnützige Zwecke in den Kantonen. Wer bei Swisslos spielt, finanziert damit kantonale Aufgaben; wer bei einer ausländischen Seite spielt, tut das nicht.
Swisslos Sporttip: die Schweizer Bewilligung, die Bitcoin ausschliesst
Das Angebot läuft bei Swisslos unter dem Namen Sporttip und stützt sich auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 in der Fassung, die 2020 in Kraft trat. Trägerin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Die Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten — ein Punkt, der in der Praxis selten relevant ist, aber sauber gezogen.
Für einen Wettenden ist die wichtigste Zahl am Spielerkonto der Mindesteinsatz von CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten. Nicht die Quote ist die Grenze, sondern der Betrag, der auf einem Schein stehen muss, damit er überhaupt angenommen wird. Wer mit kleinen Beträgen arbeitet, stösst bei dieser Grenze nicht an, und das ist in der Schweiz der einzige erlaubte Weg, sich das anzutun, was das Feld «Wetten mit Bitcoin» verspricht — nämlich Wetten ohne Ausweiskontrolle — nur eben ohne das Versprochene.
Die zweite wichtige Zahl ist der Höchsteinsatz. Für eine Einzel- oder Kombinationswette liegt er bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen, und der Höchsteinsatz ist hier kein Richtwert, sondern eine Absage: Wer CHF 5’000 auf einen Einzelschein legen will, kann das nicht tun, und niemand wird ihm das vorher erklären.
Was an Funktionen hier tatsächlich konkurrenzfähig ist: Der Kombiboost gilt online bei Prematch, Live und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen — Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert, und der Sprung von vier auf fünfzehn Voraussagen ist gross genug, dass der 100-Prozent-Wert in der Praxis selten erreicht wird. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Beim Cash-Out verdient eine Frage eine klare Antwort: Gibt es ihn? Ja, aber nur online, und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der angebotene Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand des Sportereignisses ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. In der Praxis nimmt man den Preis eines Anbieters für die eigene Nervosität in Kauf — und bei einem 5-Prozent-Boost, der verfällt, sobald man aussteigt, kostet die Nervosität gleich zweimal. Wer früh aussteigt, hat den Boost schon verloren.
Die Auszahlung folgt einer eigenen Regel: Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten, wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einem Einsatz von CHF 20 auf eine Quote von 2.30 sind das CHF 46 vor der Rundung und CHF 45.95 danach. Die sieben Rappen Differenz sind kein Skandal, aber sie zeigen, in welche Richtung jede Rundung läuft.
Und bei Livewetten hat das Regelwerk eine Eigenheit, die man kennen sollte: Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters — darf Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer live auf den Elfmeter setzt, während der Schiedsrichter schon pfeift, bekommt also im besten Fall den Einsatz zurück.
Bei der Absage gibt es eine klare Frist: Wird ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt — oder im Rahmen eines Turniers —, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Und der wichtigste Satz für alle, die Kombis mit Bezug zum selben Spiel bauen: Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Sporttip ist hier konsequenter als jeder andere Anbieter: Der Bitcoin-Zahlungsweg fehlt, nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil eine bewilligte Schweizer Sportwette an eine verifizierte Person und ein Konto in ihrem Namen gebunden ist. Wer dieses Modell als Einschränkung liest, wird hier nicht glücklich. Wer es als Preis für einen Beschwerdeweg liest, der im Streitfall tatsächlich existiert, hat mit Sporttip genau das, was eine Krypto-Seite nicht liefern kann.
Loterie Romande Jouez Sport: dieselbe Regel, anderer Kanton
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Bewilligungslage ist mit Swisslos identisch: Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, Aufsicht durch die Gespa.
Rechtlich gibt es hier deshalb keine eigene Bewertung zu treffen. Interessant ist die andere Seite des Vergleichs: Wer in Genf wohnt, kommt gar nicht an Sporttip, wer in Zürich wohnt, nicht an Jouez Sport. Die Auswahl, die einem Schweizer Wettenden bleibt, ist damit zu einem erheblichen Teil von der Wohnadresse abhängig — und ein Wohnsitzwechsel in der Schweiz kann den Anbieterwechsel erzwingen.
Ein zweiter Punkt, der hier sichtbar wird: Die Gespa erteilte im Jahr 2025 insgesamt 24 Zustimmungen für Gratisspiele oder Gratisguthaben an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Solche Gratisspiele und Gratisguthaben brauchen nach Artikel 75 Abs. 2 des Gesetzes die vorgängige Zustimmung der Aufsicht. Das ist die einzige Stelle im System, an der so etwas wie eine Aktion vorkommt — und die Zahl 24 gegen 8 sagt mehr über die Westschweizer Marktgrösse als über die Grosszügigkeit der beiden Häuser. Wer bei Jouez Sport nach einer Aktion sucht, findet eine, die eine Behörde vorher gesehen hat, mit Bedingungen, die aus den Bedingungen des Veranstalters stammen.
Für Spielende in der Westschweiz ändert das nichts an der Kernfrage: Auch Jouez Sport zahlt nicht in Bitcoin aus, weil die Auszahlung nach Artikel 50 Abs. 2 der Verordnung auf ein Zahlungskonto im Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers geht. Die bewilligte Schweizer Sportwette kennt keinen anonymen und keinen Krypto-Auszahlungsweg. Wer in Lausanne wohnt und mit Bitcoin wetten will, steht vor derselben Wahl wie jemand in Basel: zwei bewilligte Häuser ohne Krypto — oder eine ausländische Seite ohne Schweizer Rückhalt.
Die Bewilligung selbst ist hier so unspektakulär wie bei Swisslos, und genau darin liegt ihr Wert. Ein Konto bei Jouez Sport ist ein Konto mit einer Aufsicht darüber, mit einer Sperre, die im schweizweiten Register landet, und mit einem Ansprechpartner in der Schweiz. Was es nicht ist: ein Konto, das sich ohne Ausweis öffnen lässt oder aus dem Bitcoin herauskommt.
Die nähere Umgebung: VBet und 22Bet im direkten Vergleich
Wenn ein Schweizer Spielender tatsächlich mit Bitcoin wetten will, stehen am Ende zwei Wege zur Verfügung, und die Marken VBet und 22Bet sind die konkretesten Beispiele dafür. Der Vergleich zwischen ihnen fällt kürzer aus, als die Werbung erwarten lässt. Beide führen eine Lizenzangabe, die nach Curaçao weist, und beide stehen ausserhalb der Schweizer Aufsicht. Beide können Märkte anbieten, die auf der Gespa-Liste nicht stehen. Keiner von beiden hat eine Schweizer Bewilligung, und keiner untersteht der Gespa.
Der eigentliche Unterschied zwischen einem Schweizer Konto und einem Krypto-Konto liegt nicht im Angebot, sondern im Ausgang. Bei Swisslos gibt es im Streitfall eine Aufsicht und ein Register im Hintergrund. Bei einem Konto ohne Verifizierung gibt es im Streitfall nichts.
Diese Wette auf die richtige Seite des Tisches lässt sich nicht gewinnen. Wer sich für eine der beiden ausländischen Marken entscheidet, sollte es mit offenen Augen tun: mit einem kleinen ersten Betrag, mit geprüftem Auszahlungsweg und in dem Bewusstsein, dass die Ersparnis an Formalitäten mit einem Verlust an Rückhalt bezahlt wird.
Was vom Bitcoin-Versprechen übrig bleibt
Bitcoin ist eine Währung mit begrenzter Menge und stark schwankendem Kurs. Bei lizenzierten Schweizer Sportwetten ist er kein Zahlungsweg. Das ist in einem Satz die ganze Spannung dieses Themas, und sie löst sich nicht dadurch auf, dass man die richtige Seite findet — bewilligte Schweizer Sportwetten und Krypto-Zahlungen schliessen einander aus, technisch und rechtlich.
Die praktische Ordnung sieht so aus. Wer Wert auf Schweizer Aufsicht, Verlustlimiten und ein Sperrregister legt, kommt an Swisslos Sporttip und, je nach Wohnkanton, an Loterie Romande Jouez Sport nicht vorbei. Wer Wert auf einen Wettschein ohne Ausweis legt, landet zwangsläufig bei einer ausländischen Marke — und verzichtet damit auf Beschwerdeweg, Sperrregister und Schweizer Steuerfreiheit bis zum Freibetrag.
Wer die schwankende Währung loswerden will und trotzdem in der Schweiz wetten möchte, findet hier genau zwei Kontoarten und keine dritte. Der eine Weg kostet fünf Minuten Ausweiskontrolle, der andere kostet den Rückhalt.
Häufige Fragen zu Bitcoin-Wetten in der Schweiz
Können Schweizer Anbieter Gewinne in Bitcoin auszahlen?
Nein. Gewinne und Guthaben werden bei Swisslos und der Loterie Romande nur auf ein Zahlungskonto im Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers ausgezahlt. Ein anonymer oder Krypto-Auszahlungsweg existiert im bewilligten Schweizer Sportwettenangebot nicht — und damit auch keine Möglichkeit, den Gewinn am Finanzamt vorbei zu bewegen.
Was passiert, wenn ich bei einer Seite ohne Schweizer Bewilligung wette?
Die Spielenden selbst werden nicht bestraft. Es gibt jedoch keine Schweizer Aufsicht und keinen Beschwerdeweg. In einem Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden. Dazu kommt eine Steuerfolge: Eine kantonale Praxis wie die des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als volles steuerbares Einkommen.
Was ist ein Wettanbieter ohne Verifizierung, und was geht dabei verloren?
Es ist eine Seite, die ein Konto ohne Ausweiskontrolle führt. Verloren gehen damit die Instrumente, die an eine verifizierte Person gebunden sind: Verlustlimiten, die gegen dieselbe Person durchgesetzt werden können, und die Eintragung in das schweizweite Sperrregister, die auch für Casinos gilt. Ein zweites Konto ist ohne Ausweis jederzeit möglich.
Wie wirkt sich der schwankende Bitcoin-Kurs auf Einsatz und Gewinn aus?
Stärker als jede Quote. Bei einer Quote von 2.10 steht der mögliche Gewinn vorher fest, beim Bitcoin-Kurs nicht. Wer 0,01 Bitcoin gewinnt, hält eine Position, deren Franken-Wert erst beim Verkauf feststeht — dazu kommen Umrechnung, Netzwerkgebühr und Spread beim Rücktausch.
Wie werden Gewinne aus ausländischen Wetten besteuert, und was heisst «je nach Kanton»?
Ausländische Gewinne unterliegen keiner Verrechnungssteuer, können aber nach kantonaler Praxis als Einkommen gelten, wie im Kanton Thurgau. Bei Schweizer Gewinnen liegt der Bundesfreibetrag ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, für das Vorjahr bei CHF 1’070’400 — der kantonale Freibetrag weicht davon ab. Im Zweifel hilft die kantonale Steuerverwaltung.
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