Beste Yankee Wettanbieter 2026 im Schweizer Vergleich: Sporttip und Jouez Sport gegen acht Seiten ohne Bewilligung
Was die Rechtslage für eine Yankee-Wette in der Schweiz bedeutet
Wer in der Schweiz nach einer Yankee-Wette sucht, stösst zuerst nicht auf Quoten, sondern auf eine geschlossene Tür. Sportwetten sind hier ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, und der Kreis der Veranstalter ist von den Kantonen gedeckelt: Zwei Organisatoren dürfen überhaupt Sportwetten anbieten. Swisslos betreibt Sporttip, die Loterie Romande betreibt Jouez Sport. Das ist der ganze bewilligte Markt.

Stand: 29. Oktober 2026 — die Bewilligungsangaben wurden gegen die Angaben der Veranstalter und die öffentlich zugängliche Aufsichtslage geprüft.
Der Aufsichtskörper heisst Gespa, nicht ESBK. Die ESBK beaufsichtigt Casinos, und mit Sportwetten hat sie nichts zu tun. Wer sich diese Verwechslung aufschreiben lässt, hat den falschen Ansprechpartner für jede Beschwerde. Geregelte Sportwetten sind seit dem 1. Januar 2019 als Grossspiel im Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) verankert, in Art. 3 lit. c und e, und die Aufsicht liegt bei der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, deren Konkordat seit dem 1. Januar 2021 in Kraft ist.
Was eine Bewilligung in diesem System wert ist, steht in Art. 4 BGS: Sie gilt nur in der Schweiz. Das ist keine Formalie. Eine Bewilligung ist nicht übertragbar, sie schützt nicht im Ausland, und sie erlaubt nichts ausserhalb der Schweiz. Umgekehrt heisst es: Was das Ausland einer Seite an Bewilligungen ausstellt, gilt hier nicht. Eine Bewilligung braucht es zudem in zwei Stufen, als Veranstalterbewilligung und als Bewilligung für das einzelne Spiel, nach Art. 21 bis 25 BGS.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet ihre Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, im Betrieb unter dem Namen Sporttip. Die Loterie Romande nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz bei 221 Mitarbeitenden. Zwei Genossenschaften, zwei Sprachregionen, ein Spielraum. Die Nettoerträge gehen nach Art. 125 BGS an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen.
Und der Spielraum ist territorial geteilt. Sporttip läuft im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Aus diesen Gebieten zusammen wird das Swisslos-Vertragsgebiet. Jouez Sport dagegen ist für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura da.
Ein Online-Konto setzt nach Art. 47 Abs. 3 VGS einen Wohnsitz in der Schweiz und in der Praxis einen solchen im Gebiet des jeweiligen Veranstalters voraus, dazu ein Mindestalter von 18 Jahren. Die Registrierung liest die Daten aus dem hochgeladenen Ausweis aus und prüft sie gegen Adressdatenbanken; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren.
Das ist die erste Konsequenz für die Leserin, und sie kommt vor jeder Quote: Wer in Zürich wohnt, hat bei Jouez Sport keinen Zugang. Wer in Genf wohnt, keinen bei Sporttip. Und das, obwohl beide dasselbe Land bedienen. Wer sein Konto dort sucht, wo er gerade wohnt, hat den Markt damit bereits halbiert.
Was dabei nicht zur Debatte steht, ist das Wettangebot selbst. Erlaubt sind nur Sportwetten — Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind es nicht. Der zugelassene Rahmen ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der Version vom 10.09.2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind, Frauenwettkämpfe ebenso, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettkampf oder aufs Podest entscheidet, und Wettläufe im Training nie. Corner- oder Kartenmärkte finden sich auf der Liste nicht, eine Esports-Sektion ebenso wenig. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind nach Art. 25 Abs. 2 BGS gesperrt.
Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, wenn der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat; eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das BGS nicht. Cash-Out ist überhaupt nicht geregelt und bleibt reine Anbieterfunktion. Zu virtuellen Sportarten ist nichts festgestellt, und darüber steht hier nichts.
Ein Marktplatz mit Mauer und Sperrliste
Die Alternative sind Seiten im Ausland. Sie tragen keine Schweizer Bewilligung, und das ist kein Etikett, sondern der Kernstreitpunkt. Ihre allfällige ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Sie hängen nicht am Spielsperrregister, das Schweizer Selbstsperren schweizweit einträgt. Und wer mit ihnen streitet, streitet ohne Schweizer Rechtsschutz.

Die Schweiz hat dazu ein eigenes Instrument, und es funktioniert technisch: Die Gespa publiziert eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS sperren. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, am Ende des Jahres 2025 führte sie 671 Domains. Ein gesperrter Name wird stattdessen binnen Stunden durch einen neuen ersetzt, ein Muster, das die Aufsicht selber als Domain-Hopping beschreibt und mit Interwetten und Bet-at-Home in Verbindung bringt.
Wer überlegt, wo er eine Yankee-Wette platziert, sollte diesen Satz zweimal lesen. Die Sperrliste ist kein Zaun, sondern ein Hürdenlauf, den die andere Seite jedes Mal neu antritt.
Strafbar ist unterdessen der Veranstalter. Wer Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung organisiert, riskiert bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nach Auskunft des Bundesamts für Justiz nicht bestraft. Sein Einsatz kann aber in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Das ist der Preis, der vom Konto des Wettenden abgeht, ohne dass er je angeklagt wird.
In der Werbung darf die Sache nicht kippen. Art. 74 Abs. 3 BGS verbietet die Werbung für ein Glücksspiel, das in der Schweiz nicht erlaubt ist, und Art. 131 BGS belegt das mit einem Bussgeld bis CHF 500’000. Der Satz, den ich daraus für diese Seite ziehe, ist einfach: Beschreiben und einordnen ist erlaubt, anpreisen nicht. Deshalb steht bei jedem ausländischen Anbieter unten «ohne Schweizer Bewilligung», und es steht dort ohne Empfehlung im Rücken. Auch die Bewilligungsbehörde sagt es deutlich: Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Wettanbieter, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste.
Was ein Yankee den Spielenden an Verantwortung abverlangt
Ein Yankee bindet mehrere Einsätze gleichzeitig, und das ist die ganze Geschichte. Wer ein System auf vier Voraussagen aufsetzt, tätigt mehrere Teilwetten auf demselben Wettschein. Der Gesamteinsatz wächst dadurch nicht linear mit dem einzelnen Tipp, sondern mit der Zahl der Kombinationen. Ein Betrag, der bei einer einzelnen Kombiwette noch nach Feierabend aussieht, steht als vierstellige Summe auf dem Beleg, sobald die Struktur dazukommt.

Der Gesetzesrahmen antwortet darauf nicht mit einem staatlichen Einsatzkorridor. Eine feste gesetzliche Einzahlungsgrenze kennt die Schweiz nicht. Die Limiten setzt der Spielende selbst. Der Veranstalter muss nach Art. 87 VGS einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat verlangen. Das ist der Punkt, an dem die Verantwortung real wird: Wer die Grenze nicht definiert, hat sie nicht.
Bei Swisslos stehen vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Das Gesetz sieht auf dem Weg nach oben 24 Stunden vor, die beiden Veranstalter handhaben es nach ihren eigenen Bedingungen mit 72 Stunden. Eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage lässt sich zusätzlich setzen — eine Verengung, die keine Sperre ist.
Diese drei Tage sind das Rückgrat des Spielerschutzes. Wer an einem Sonntagabend im Ärger über einen knapp verlorenen Tipp eine höhere Limite will, bekommt sie nicht. Und ein Yankee hat es besonders mit dieser Regel zu tun. Verluste laufen in Stufen, und der Drang, dem System mit mehr Geld nachzuhelfen, kommt in den ersten Stunden, nicht nach einer Woche. Eine Limite, deren Erhöhung drei Tage auf sich warten lässt, fängt genau diesen Impuls ab.
Spielsperre, Register und die Kleinigkeit der Selbstverantwortung
Wenn eine Limite nicht reicht, gibt es die Sperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selber sperren, und die Aufhebung ist vor Fristablauf nicht möglich. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen, das über Casinos einschliesslich Online-Casinos bis ins Fürstentum Liechtenstein reicht. Die freiwillige Sperre lässt sich nach Art. 84 VGS erst nach drei Monaten aufheben, und es ist eine Fachstelle beteiligt. Eine auf höchstens sechs Monate angelegte Pause muss nach Art. 89 VGS ohnehin angeboten werden. Art. 80 bis 82 BGS regeln die Sperre überschuldeter oder spielsüchtiger Personen und die Selbstsperre im gemeinsamen Register.
Wer gesperrt ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze und Gewinne, Art. 45 BGS — das gilt für verfügte Ausschlüsse wie für Minderjährige. Und wer unter 18 ist, hat gar keinen Zutritt: Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, online sind Minderjährige nicht zugelassen (Art. 72 BGS). Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Ein Punkt auf Kosten der Verkaufsstellen, den ich nicht weglasse, weil er in die falsche Richtung beruhigt: Bei den Testkäufen der Aufsicht im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer die Kontrolle im Verkaufsstellenbereich als streng verkauft, hat diese Zahl nicht gelesen. Am eigenen Konto passiert das nicht, weil die Identität einmalig verifiziert wird (Art. 47 bis 52 VGS) — die Verkaufsstelle bleibt die wunde Stelle.
Verantwortung heisst auch, sich die Verlustseite vorher auszurechnen. Ein Yankee verliert nicht schon bei einem falschen Tipp alles. Je nach Struktur fällt bei einem Treffer eine kleine Rückzahlung an, bei zwei Treffern eine grössere, und erst bei voller Zahl wird die eigentliche Kombination gewonnen. Wer den Gesamteinsatz so wählt, dass ein Teiltreffer schmerzt, hat den Einsatz zu hoch gewählt.
Wie eine Yankee-Wette gerechnet wird und was die Quote dabei verschluckt
Eine Yankee-Wette bündelt vier getippte Voraussagen zu mehreren Einzel- und Kombinationswetten. Die Struktur ist durch die Zahl der Teile bestimmt, nicht durch die Zahl der Voraussagen, und das ist der Satz, den man wirklich braucht. Aus vier Tipps entstehen Kombinationen mit zwei, drei und vier Gliedern. Ein richtiger Tipp bringt nur die Zwei-Paar-Kombinationen zum Klingen, in denen dieser Tipp steckt.
Bevor irgendeine Quotenangabe einsetzt, muss eine Rechnung sitzen, die auf jedem Beleg steht: Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Bei Swisslos wird dieser Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Der Betrag, der am Ende auf dem Konto landet, ist also nie der, den der Rechner anzeigt.
Und die Gesamtquote ist kein Zufallsname für eine Addition. Ein Yankee lässt die Teilwetten, die nicht aufgehen, stillschweigend verebben. Ihre Einsätze gehen mit ihnen. Das ist die stille Seite des Systems, und sie steht auf keinem Beleg.
Bei Jouez Sport setzt der Höchstgewinn die Grenze, nicht der Systemrahmen. Pro Einzel- oder Kombiwette sind es CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst dort zwei bis zehn Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Eine Yankee-Wette mit vier Voraussagen fällt damit mitten in den erlaubten Bereich, und die Obergrenze der Gesamtquote liegt bei vier Tipps ausser Reichweite.
Als reguläre Spielzeit gilt bei Sporttip die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit — beim Fussball also die 90 Minuten und das, was der Schiedsrichter nachlegt. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder wenn sie Gegenstand der Wette sind. Wer eine Yankees-Voraussage auf den Sieger eines Pokalspiels legt, sollte diesen Satz kennen.
Wenn ein Wettereignis abgesagt wird und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt wird, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Eine solche Annullierung senkt die Gesamtquote, statt sie zu streichen, und in einem Yankee trifft das nur die Zweige, die diese Voraussage enthielten. Aus vier Voraussagen bleiben drei, und ein Yankee aus drei Voraussagen zahlt nur noch einen Bruchteil dessen, was geplant war.
Das Gegenstück zur Sorgfalt ist eine Regel, die den ganzen Schein kosten kann: Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer in einem Yankee zwei Märkte desselben Spiels verbaut, baut sich dieses Risiko selber ein und erfährt es erst, wenn es eintritt.
Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Für einen Yankee heisst das: Eine Voraussage kann zur wertlosen Quote werden, obwohl das Ereignis stattgefunden hat, und die Gesamtquote fällt mit ihr.
Und Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Auszahlungsbetrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden. Wer drei von vier Spielen gewonnen hat und den vierten Ausgang nicht mehr aushält, verkauft das System unter Wert. Das ist der Mechanismus, nicht das Pech.
Ein Wettschein mit vier Tipps hat einen praktischen Vorteil, den kein Marketing erwähnt: Er ist einfacher zu prüfen als zehn Einzelscheine. Die ganze Struktur steht in einer Quittung. Wer die Struktur versteht, sieht sofort, welcher Zweig noch lebt.
Was eine Zwei-Weg-Wette bei Quoten von 1.90 kostet
Die Marge ist der Teil der Einsätze, der an jedem Markt hängen bleibt. Für eine Zwei-Weg-Wette mit zwei Ausgängen und Quoten von je 1.90 ergibt sich der Auszahlungsanteil aus eins geteilt durch die Summe der Kehrwerte der beiden Quoten, also 1 durch die Summe von 1/1.90 und 1/1.90. Das sind 0.526315…, ein Auszahlungsanteil von rund 52,6 %. Die Marge ist die Differenz zu 100 % und liegt bei rund 47,4 %. Das Beispiel ist eine Rechnung mit runden Quoten, kein abgelesener Preis.
Die Zahl ist hoch, und wer die beiden Werte nebeneinander auf ein Blatt schreibt, sieht auch warum: Ein Markt mit zwei gleich hohen Quoten von 1.90 zahlt dem Spieler rechnerisch nur etwas mehr als die Hälfte der Einsätze zurück. Solche Konstellationen sind für den Buchmacher lukrativ, und das ist die sachliche Aussage des Beispiels.
Wichtiger als die eine Zahl ist das Band, in dem sie liegt. Derselbe Markt mit zwei Ausgängen und Quoten von je 1.90 liefert einen Auszahlungsanteil von 52,6 %. Eine Drei-Weg-Variante mit drei Ausgängen und Quoten von je 1.90 kommt auf 1 ÷ (1/1.90 … und damit auf einen Auszahlungsanteil von rund 35,1 %, also eine Marge von rund 64,9 %. Der Auszahlungsanteil fällt mit jedem zusätzlichen Ausgang, den die Wette kennt. Für einen Yankee ist das die unangenehme Seite: Er bündelt mehrere Märkte, und ein Drei-Weg-Markt darin trägt einen tieferen Auszahlungsanteil als ein Zwei-Weg-Markt.
Und weil die Marge im Produkt mehrfach anfällt, multipliziert sie sich mit den Gliedern. Vier Teilwetten eines Yankees tragen denselben Abschlag viermal, und keine davon wird durch eine gute Quote in einem anderen Markt aufgehoben.
Der Rechner, den ein Spieler im Netz findet, zeigt die Teilgewinne und die Gesamtquote. Die Quote enthält die Marge bereits, und das ist der Unterschied zu einer hundertprozentigen Rechnung. Wer den Rechner benutzt, sollte die Differenz kennen: Auf dem Papier sieht ein System aus vier Tipps grosszügig aus, und der Markt kennt die Zahl, die das relativiert.
Der Vergleich der Yankee-Anbieter: sechs Punkte, auf die es ankommt
Systemwetten, Einsatzgrenzen, Quotenniveau und Auszahlung — die Reihenfolge ist nicht beliebig. Wer Sporttip mit Jouez Sport oder mit einer Seite ohne Bewilligung abwägt, muss wissen, dass die ersten drei Punkte in der Schweiz an einer Stelle entschieden werden: bei den beiden Veranstaltern mit Bewilligung.
Der erste Punkt ist die Systemwette selber. Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei CHF 10’000, während eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 gedeckelt ist. Der Unterschied zwischen diesen beiden Zahlen ist der Platz, den ein Yankee überhaupt bekommt. Bei Jouez Sport ist es umgekehrt der Wettschein, der die Grenze zieht: Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 an Einsätzen enthalten, während der Höchsteinsatz für eine einzelne Kombi- oder Einzelwette bei CHF 500 liegt.
Der zweite Punkt ist die Einsatzspanne nach unten: CHF 1 bei Sporttip, online CHF 2 bei Jouez Sport, wo in Verkaufsstellen CHF 3 gelten und Multiples ab CHF 2 angenommen werden. Eine Yankee-Wette ist damit bei beiden Veranstaltern mit kleinem Geld spielbar, und das ist die gute Nachricht des Vergleichs.
Der dritte Punkt ist das Quotenniveau, und hier wird es unangenehm ehrlich: Eine belastbare Übersicht über das Quotenniveau der beiden Schweizer Veranstalter existiert nicht. Beide arbeiten nach denselben Grundregeln des Geldspielgesetzes, und worin sie sich unterscheiden, sind die Quoten, die sie stellen. Wer vergleichen will, tut das am Wettschein und nicht auf einer Übersichtsseite.
Der vierte Punkt ist die Auszahlung. Bei Swisslos gibt es innerhalb von 365 Tagen zweimal eine kostenlose Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen, danach kann eine Kommission von 3 % anfallen; die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Bei Jouez Sport stehen in den Bedingungen die Gewinngrenzen, nicht die Auszahlungsfrist — eine Lücke, die sich erst im Konto selbst zeigt.
Der fünfte Punkt ist der Steuerfreibetrag. Er ist der einzige Posten, der eine Schweizer Bewilligung unmittelbar in Geld übersetzt, und die stärkste Karte der beiden etablierten Seiten.
Der sechste Punkt ist die Grenze selbst. Wer sein Konto bei Swisslos oder der Loterie Romande hat, muss in einem bestimmten Kantonsgebiet wohnen. Ausserhalb davon bleibt nur der Weg zur ausländischen Seite — mit den Bedingungen, die im Abschnitt zur Rechtslage stehen.
Wie sich die zehn Anbieter auf dieser Liste einordnen
| Marke | Bewilligungsstatus in der Schweiz | Organisator oder berichtete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa | Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne |
| 1Bet | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Wettigo | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| PowBet | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Cloudbet | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Bahigo | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BDMBet | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| FortuneJack | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| GG.BET | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
Die Spalte mit dem Organisator sagt bei den beiden Schweizer Zeilen etwas Nachprüfbares: eine Genossenschaft in Basel, eine Gesellschaft in Lausanne, beide über die Interkantonale Geldspielaufsicht greifbar. In den acht Auslandszeilen steht dieselbe Aussage achtmal, und das ist keine Redundanz, sondern der Befund: Für eine ganze Reihe von Marken gibt es hier keinen Ansprechpartner, und keine berichtete ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz Wirkung. Die kurze Schweizer Seite des Vergleichs ist das Ergebnis, nicht die Auslassung.
Was ein System aus vier Tipps vom Anbieter verlangt
Ein Yankee ist eine feste Zahl von Teilwetten in einem Wettschein, und daraus folgt alles Weitere. Aus vier Voraussagen entstehen Kombinationen mit zwei, drei und vier Gliedern, dazu die Einzelwetten. Wer den Gesamteinsatz kennt, kennt auch den Betrag, der im schlimmsten Fall weg ist, und dieser Betrag ist grösser als der erste Blick auf einen einzelnen Tipp vermuten lässt.
Wichtiger als die Herkunft des Wortes ist die Verzahnung. Die Gesamtquote einer Kombination ist das Produkt der Einzelquoten, und in jeder Einzelquote steckt die Marge, die der Anbieter zu seinen Gunsten berechnet hat. Das heisst: Der Abschlag multipliziert sich mit jedem Glied, und ein System mit vier Tipps trägt ihn mehrfach.
Genau hier setzen die Zusatzangebote an, und sie verdienen einen nüchternen Blick. Bei Sporttip gilt der Kombiboost nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Vier Voraussagen mit je 1.50 sind die Untergrenze, und darunter passiert nichts.
Quotenboosts sind bei Sporttip nur online und nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage gültig. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Die Konsequenz für einen Yankee ist unangenehm einfach. Der Boost hängt an der Kombination, der Cash-Out hängt an der ganzen Wette, und wer nach zwei von vier Spielen aussteigt, verliert die Erhöhung. Das ist kein Fehler des Anbieters, sondern eine Entscheidung, die man vor dem Klick kennen sollte. Wer den Boost mitnehmen will, muss bis zum Ende drin bleiben — und genau das ist der teure Teil des Systems.
Die zehn Yankee-Anbieter im Vergleich
Die Bewertung folgt einer Reihenfolge, die nicht verhandelbar ist. Zuerst kommen die beiden Organisatoren mit Schweizer Bewilligung, dann die ausländischen Marken, und die beiden Gruppen werden nie zusammengelegt. Wer unten mit einer Schweizer Bewilligung dasteht, wird nie als Alternative zu ihr geführt. Vorweg ein Hinweis auf die Ergebnisse, die im Abschnitt «Die zehn Yankee-Anbieter im Vergleich» stehen: Sporttip und Jouez Sport teilen sich den Markt nach Sprachregion, und die Punktzahlen der acht übrigen Anbieter sagen nichts über Spielspass, sondern über Zuständigkeit.
Swisslos Sporttip: der Systemwetten-Rahmen von CHF 10’000 und eine Auszahlungskommission ab der dritten Überweisung
Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel, gegründet auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, im Markt unter dem Namen Sporttip. Sie hält eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel unter Aufsicht der Gespa — eine der beiden Bewilligungen, welche die Kantone nach interkantonalem Recht überhaupt zulassen. Der Wohnsitz muss im Vertragsgebiet liegen: die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein. Damit ist für einen Teil der Leserschaft das Urteil schon gesprochen, bevor die erste Quote auf dem Bildschirm steht.
Die Angebotsseite hat einen klaren Schwerpunkt. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz von CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette schafft den Spielraum für eine Yankee-Wette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Das ist keine Fussnote, sondern eine Handlungsanweisung: Wer den Gesamteinsatz an die Grenze legt, braucht danach keine zweite Wette mehr.
Geladen wird das Spielkonto über einen Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Als Zahlungsart nennt Swisslos unter anderem PostFinance Pay, dessen Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird.
Was daran hängen bleibt, ist der Auszahlungsweg. Zweimal innerhalb von 365 Tagen gibt es die Auszahlung auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto gratis; ab der dritten kann eine Kommission von 3 % anfallen, die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut; darüber wird bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Bank- oder Postkonto überwiesen.
Die Zusatzfunktionen sind vorhanden, aber begrenzt. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten vor Spielbeginn und live, jedoch nur online und nur als vollständiger Ausstieg ohne Teilauszahlung; eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird, und Wetten nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs zählen mit Quote 1.00.
Ein Fallstrick für die Yankees-Leserin gehört hier hin, weil er den Schein kosten kann und nicht die Quote. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung kombiniert Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten — auch die Teile, die längst gewonnen wären. Zwei Märkte desselben Spiels in einem System sind deshalb nicht ein Fehler des Anbieters, sondern einer des Belegs.
Das Urteil: Sporttip ist die einzige Adresse in diesem Vergleich, die einem System aus vier Tipps einen eigenen Rahmen von CHF 10’000 zugesteht, und sie tut das mit einer Auszahlung, deren Kommission erst ab der dritten Überweisung greift. Der Preis dieser Grosszügigkeit liegt nicht im Produkt, sondern in der Landkarte — ausserhalb der Deutschschweiz, des Tessins und Liechtensteins beginnt die Suche von vorn.
Loterie Romande Jouez Sport: Mindesteinsatz ab CHF 2 und ein Dach von CHF 7’500 pro Multiple-Wettschein
Die Loterie Romande hat ihren Sitz an der Avenue de Provence 14 in Lausanne und hält 221 Mitarbeitende bei 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz. Sie betreibt Jouez Sport auf einer Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter Aufsicht der Gespa, und ihr Vertragsgebiet sind die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.
Bei den Einsatzgrenzen arbeitet Jouez Sport enger. Der Mindesteinsatz online liegt bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3, während Multiples ab CHF 2 angenommen werden. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500. Der wichtigste Satz für einen Yankee steht daneben: Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Die 500 CHF begrenzen die einzelne Wette, das Dach von 7’500 CHF begrenzt den ganzen Schein — das ist der Unterschied zwischen einem einzelnen Tipp und einem System, und er ist beträchtlich.
Die Gewinngrenzen sind grosszügiger, als man bei solchen Einsatzgrenzen erwartet. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst zwei bis zehn Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Ein Yankee mit vier Voraussagen ist damit weit von jeder Obergrenze entfernt, was die Quotenseite betrifft.
Wo die Bedingungen dünn werden, beginnt die Pflicht des Spielenden. Zum Ablauf einer Auszahlung, zu einer Frist oder zu einer Kommission steht in den Bedingungen von Jouez Sport nichts Vergleichbares wie bei Swisslos. Wer dort einzahlt, prüft den Auszahlungsweg im eigenen Konto, bevor der erste Gewinn ansteht — nicht danach. Diese Prüfung dauert zwei Minuten und ersetzt jede Übersichtsseite.
Das Urteil: Jouez Sport ist der einzige bewilligte Veranstalter für die Westschweiz, und damit ist der Vergleich für einen grossen Teil der Leserschaft beendet, bevor er begonnen hat. Beachtlich ist, wie weit auseinander Einsatz- und Gewinngrenzen liegen: 500 CHF pro Wette, 7’500 CHF pro Schein, aber bis zu 300’000 CHF pro Wette als möglicher Gewinn. Diese Spannung ist die eigentliche Information über das Produkt.
1Bet: eine Marke von vielen ohne Schweizer Bewilligung
1Bet gehört zu den acht Anbietern dieser Liste ohne Schweizer Bewilligung. Das ist in der Schweiz von Gewicht: Die Bewilligung eines Schweizer Veranstalters gilt nach Art. 4 BGS nur in der Schweiz, und eine ausländische Bewilligung entfaltet hier keine Wirkung. 1Bet hat keine Veranstalter- und keine Spielbewilligung nach BGS, wird von der Gespa nicht beaufsichtigt, ist nicht an das schweizerische Spielsperrregister angebunden, und es gibt keinen Schweizer Rechtsschutz. Die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und von den Schweizer Telekom-Anbietern per DNS gesperrt werden. Über eine Bewilligung, die die Seite für sich nennt, lässt sich nur sagen: Sie gilt in der Schweiz nicht.
Was daraus für den Beleg folgt, ist banal und trotzdem der Kern der Sache. Für einen Yankee, in dem vier Voraussagen auf einem Wettschein hängen, lautet die Anbieterfrage nicht «wie viel zahlt er», sondern «an wen wende ich mich, wenn er nicht zahlt». Bei 1Bet gibt es auf diese Frage in der Schweiz niemanden. Wer trotzdem dort spielt, spielt auf eigene Rechnung, im wörtlichen Sinn.
Wettigo: keine Schweizer Bewilligung und keine Aufsicht, die hinschaut
Wettigo steht in derselben Gruppe. Keine Schweizer Bewilligung, keine Aufsicht durch die Gespa, kein Anschluss an das Spielsperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz. Eine Bewilligung, die ein anderes Land für Sportwetten erteilt, gilt in der Schweiz nicht, und was die Seite sonst über sich sagt, ändert daran nichts. Der Name kann auf die Sperrliste kommen, und DNS-Sperren bei den Schweizer Netzbetreibern treffen dann auch dieses Angebot. Wer wissen will, ob er dort überhaupt noch hinkommt, prüft die Sperrliste, nicht die Startseite.
Für die Bewertung bedeutet das: kein Widerrufsrecht, keine Aufsichtsbeschwerde, kein inländischer Ansprechpartner, keine Stelle, die prüft, ob eine Wette korrekt abgerechnet wurde. Ein System mit vier Tipps lebt aber genau von korrekt abgerechneten Teilwetten. Die Kontrolle, die hier fehlt, ist nicht der Nervenkitzel, sondern die Abrechnung.
PowBet: ein Angebot ausserhalb des bewilligten Schweizer Rahmens
PowBet trägt ebenfalls keine Schweizer Bewilligung. Damit fehlen die Aufsicht durch die Gespa, die Anbindung an das Spielsperrregister und der Schweizer Rechtsschutz; eine im Ausland berichtete Bewilligung wird in der Schweiz nicht anerkannt. Der Name ist auf der Sperrliste führbar, und eine Sperrung kann binnen Stunden durch eine neue Domain ersetzt werden.
Ein starkes Produkt ändert daran nichts, und das ist die Prüfung, die ein Yankee verlangt. Ein System aus vier Tipps mit mehreren Teilwetten braucht eine Stelle, die seine Regeln im Streitfall anwendet. Diese Stelle ist im Ausland für Schweizer Spielende nicht vorhanden. Das ist kein Qualitätsurteil über das Angebot, sondern eine Zuständigkeitsfrage — und Zuständigkeit ist bei einem Wettschein kein Nebenaspekt.
Cloudbet: ohne Schweizer Bewilligung trotz eigenem Profil
Cloudbet gehört zu den acht Anbietern ohne Schweizer Bewilligung. Die Lage ist dieselbe wie bei den anderen: keine Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, keine Aufsicht durch die Gespa, kein Anschluss ans Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, eine ausländische Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz.
Dass Regulierung im Ausland normal ist, macht sie hier nicht wirksam. Genau diese Logik trifft jede ausländische Seite, unabhängig von Grösse und Ausstattung. Für einen Schweizer Spielenden bleibt die Frage immer dieselbe: Wer entscheidet, wenn etwas schiefgeht, und nach welchem Recht?
Bahigo: ohne Schweizer Bewilligung mit den gleichen Folgen
Bahigo fällt in dieselbe Kategorie: keine Schweizer Bewilligung, keine Aufsicht durch die Gespa, kein Schweizer Rechtsschutz, keine Anbindung an das Spielsperrregister. Eine ausländische Bewilligung gilt in der Schweiz nicht, und der Name kann auf die Sperrliste der Gespa kommen.
Wer trotzdem dort spielt, sollte vorher die Sperrliste prüfen. Sie ist das einzige Verzeichnis, das die Aufsicht zu ausländischen Domains führt, und sie wird laufend ergänzt. Der Blick dorthin kostet eine Minute und ersetzt die Beruhigung, die eine gut gestaltete Startseite liefert.
BDMBet: ohne Schweizer Bewilligung und ohne hiesigen Ansprechpartner
BDMBet steht wie die übrigen ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung in der Liste. Die Aufsichtslage: keine Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, keine Aufsicht durch die Gespa, kein Schweizer Rechtsschutz, kein Anschluss an das Spielsperrregister, ausländische Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz.
Für einen Yankee heisst das vor allem, dass die Regeln des Systems nicht in der Schweiz durchgesetzt werden können. Dies ist der Unterschied zu der schmalen, aber vollständigen Absicherung bei Swisslos und der Loterie Romande, und er zeigt sich nicht am Gewinn, sondern am Tag, an dem der Gewinn nicht ankommt.
FortuneJack: ohne Schweizer Bewilligung und ohne Kontrolle der Spielregeln
FortuneJack ist wie die übrigen Marken ohne Schweizer Bewilligung gelistet. Es gibt keine Bewilligung nach BGS, keine Aufsicht durch die Gespa, kein Verfahren, das die Regeln eines Systems in der Schweiz anwendet, und keine Anbindung an das Register der gesperrten Spielenden. Eine ausländische Bewilligung, die die Seite nennt, entfaltet in der Schweiz keine Wirkung; die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden.
Ein Systemwetten-Angebot braucht klare Regeln für den Teiltreffer, für ein vorzeitiges Aussteigen und für die steuerliche Behandlung. Wo keine Schweizer Stelle hinschaut, entscheidet die Seite selber, und der Spielende trägt die volle Verantwortung dafür, diese Regeln vorher gelesen zu haben. Das ist bei vier Tipps auf einem Schein keine Kleinigkeit, sondern die halbe Entscheidung.
GG.BET: ohne Schweizer Bewilligung, ohne hiesiges Netz
GG.BET schliesst die Liste der acht Marken ohne Schweizer Bewilligung ab. Die Bewertung fällt damit gleich aus: keine Veranstalter- oder Spielbewilligung nach BGS, keine Aufsicht durch die Gespa, keine Anbindung an das Spielsperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz. Ausländische Bewilligungen haben hier keine Geltung, und der Name ist auf der Sperrliste führbar.
Ein Yankee bleibt derselbe Beleg, egal wo er gespielt wird — dieselben vier Voraussagen, dieselben Kombinationen, derselbe Gesamteinsatz. Was sich ändert, ist der Rahmen, der ihn umgibt. In der Schweiz ist dieser Rahmen die Bewilligung, und er lässt sich nicht durch ein grösseres Wettprogramm ersetzen.
Was ich einem Yankee-Spieler in der Schweiz rate
Die Kette reicht von der Rechtslage über die Limiten bis zum Beleg, und am Ende steht eine Entscheidung, die nichts mit Bonusversprechen zu tun hat. Rechtlich ist die Sache klar: Nur Swisslos unter dem Namen Sporttip und die Loterie Romande unter dem Namen Jouez Sport dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten, und ausserhalb dieser beiden hat eine ausländische Bewilligung hier keine Wirkung. Praktisch heisst das für die meisten Leser eine Aufteilung nach Wohnkanton, und die ist keine Empfehlung, sondern eine Tatsache des Systems.
Wer im Vertragsgebiet von Swisslos wohnt, findet dort einen Systemwetten-Rahmen von CHF 10’000, einen Mindesteinsatz von CHF 1 und einen Kombiboost, der bei vier Voraussagen ab je 1.50 Quote einsetzt. Wer in der Westschweiz wohnt, hat bei Jouez Sport einen Multiple-Wettschein mit einem Dach von CHF 7’500, Mindesteinsatz ab CHF 2 online und Gewinngrenzen bis CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Beides lässt sich auf den Bedingungen der Veranstalter nachlesen, und das sollte man tun, weil eine Wette über der Limite schlicht nicht angenommen wird.
Für die acht Marken ohne Schweizer Bewilligung bleibt die Einordnung als Referenz und nicht als Alternative — eine Entscheidung, die aus der Aufsichtslage folgt und nicht aus Geschmack.
Was aus alledem für einen Yankee folgt, lässt sich in einem Satz sagen, und er ist unangenehm: Ein System aus vier Tipps multipliziert vier Quoten und damit jeden Abschlag im Beleg. Wer das weiss, wählt den Systemwetten-Rahmen eines bewilligten Veranstalters und nicht das lauteste Bonusversprechen. Wer es nicht weiss, wählt nach dem, was auf der Startseite steht.
Wer sein Budget vorher festlegt, tut das nicht aus Vorsicht, sondern weil ein System mehrere Einsätze gleichzeitig bindet. Wer Limits setzt, bevor er den ersten Schein ausfüllt, hat den einen Hebel in der Hand, der bei einem Yankee tatsächlich wirkt: den Gesamteinsatz. Die Verlustlimiten von 1, 7 und 30 Tagen mit der Oberlimite von CHF 9’999 — unter 21 Jahren CHF 1’000 — sind dafür da, vorher gesetzt zu werden, und die 72 Stunden bis zu einer Erhöhung sind die Zeit, in der die Entscheidung noch einmal überdacht werden kann.
Fragen und Antworten zur Yankee-Wette in der Schweiz
Aus welchen Teilwetten besteht eine Yankee-Wette und was ist ihr Grundprinzip?
Eine Yankee-Wette bündelt vier Voraussagen zu mehreren Einzel- und Kombinationswetten, nämlich Kombinationen aus je zwei, drei und vier Tipps. Aus vier getippten Ereignissen entstehen so mehrere Wetten auf einem einzigen Wettschein, und der Gesamteinsatz ist die Summe aller Teilwetten. Jede Teilwette ist vollständig und trägt die volle Marge des Anbieters mit.
Wie viele Voraussagen müssen bei einer Yankee-Wette mindestens richtig sein?
Mindestens zwei Tipps müssen richtig sein, damit überhaupt ein Gewinn entsteht; ein einziger Treffer reicht in der Regel nicht für eine Rückzahlung. Bei zwei Richtigen gewinnt die eine Zwei-Paar-Kombination, bei drei Richtigen kommen weitere Kombinationen hinzu, und nur bei vier Richtigen zahlen alle Teilwetten. Der Einsatz wird nur bei einer Annullierung zurückerstattet.
Welcher Höchsteinsatz gilt bei Sporttip für eine Systemwette?
Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei CHF 10’000, während für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 gilt. Der Mindesteinsatz beträgt CHF 1. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen, und Swisslos kann die Limiten jederzeit ändern. Der grosszügigere Rahmen ist an die Systemwette gebunden und gilt nicht für den Wettschein insgesamt.
Worin unterscheiden sich Yankee, Super Yankee und Heinz?
Vom Grundprinzip unterscheiden sie sich nicht, nur in der Zahl der Voraussagen: Die Yankee bündelt vier Tipps, die Super Yankee fünf, der Heinz sechs. Mit jeder zusätzlichen Voraussage steigt die Zahl der Kombinationen und damit der Gesamteinsatz, während die Anforderung an die Zahl der richtigen Tipps wächst. Der Anbieter behandelt alle drei als Systemwette mit eigenen Einsatzlimiten.
Wie genau sind Yankee-Rechner, und was lassen sie weg?
Ein Yankee-Rechner multipliziert die Quoten der gewählten Tipps und zeigt Teilgewinne und Gesamtquote. Er rechnet also mit Quoten, in denen die Marge des Buchmachers bereits steckt; den Auszahlungsanteil des Marktes zeigt er nicht. Bei einem Zwei-Weg-Markt mit zwei Ausgängen und Quoten von je 1.90 liegt der Auszahlungsanteil bei rund 52,6 % und die Marge bei rund 47,4 %. Bei drei Ausgängen sinkt der Auszahlungsanteil auf rund 35,1 %, die Marge steigt auf rund 64,9 %.
Welche Organisatoren bieten Systemwetten in der Schweiz an, und was gilt bei ausländischen Seiten?
Mit Bewilligung für ein Grossspiel bieten Swisslos unter dem Namen Sporttip und die Loterie Romande unter dem Namen Jouez Sport Sportwetten an; eine dritte Bewilligung gibt es nicht. Eine ausländische Seite hat keine Schweizer Bewilligung, hängt nicht am Spielsperrregister, bietet keinen Schweizer Rechtsschutz, und Gewinne aus ausländischen Grossspielen können je nach Kanton steuerbar sein.
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Inhalt erstellt vom Team «dreiwegwetten.com»
