Futsal wetten in der Schweiz – nur zwei Veranstalter, und was das kostet
Futsal ist schnell, laut und torreich. Wer darauf in der Schweiz Geld setzen will, trifft auf eine Regel, die älter ist als das Angebot selbst: Sportwetten dürfen hier nur zwei Veranstalter anbieten. Sporttip für Swisslos, Jouez Sport für die Loterie Romande. Kein einziger der internationalen Buchmacher, die auf der Suche nach «futsal wetten» zuerst auftauchen, hat eine Schweizer Bewilligung. Das ist keine Kleinigkeit im Kleingedruckten, sondern der Punkt, an dem sich alles Weitere entscheidet: welches Wettprogramm ein Spieler überhaupt zu sehen bekommt, wie lange er auf sein Geld wartet, ob ihn die Spielsperre findet, wenn er sie braucht, und ob der Gewinn versteuert wird.

Geprüft am 29. Oktober 2026 gegen die Angaben der Schweizer Aufsicht Gespa, gegen die Veranstalterbewilligungen nach Geldspielgesetz und gegen die veröffentlichten Spielregeln der beiden bewilligten Anbieter.
Die Rechtslage: zwei Veranstalter, und die Bewilligung gilt nur hier
Das Geldspielgesetz macht Online-Sportwetten zu einem Grossspiel und stellt sie unter Aufsicht. Zuständig ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern – nicht die ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung braucht zwei Teile: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung je Spiel, und sie gilt, wörtlich, nur in der Schweiz. Ein Papier aus Curaçao, Malta oder Deutschland hat hier null Wirkung. Nicht wenig Wirkung. Null.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten bei zwei gedeckelt. Swisslos betreibt Sporttip, mit Sitz in Basel, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Es gibt deshalb keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher. Es gibt keine. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.
Was das praktisch heisst: jeder Buchmacher, der einem Schweizer Spieler heute eine Futsal-Wette anbietet und nicht Swisslos oder Loterie Romande heisst, arbeitet hier ohne Erlaubnis. Das ist keine moralische Einordnung, sondern eine Tatsachenbeschreibung. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten veranstaltet, macht sich strafbar, bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Spieler selbst wird nach der Rechtsauffassung des Bundesamts für Justiz nicht bestraft. Das ist der Satz, an den sich viele klammern, und er hält nur die halbe Wahrheit.
Was der Spieler trotzdem verliert
Der Einsatz und der Gewinn können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Nicht zwingend, nicht automatisch, aber möglich – und zwar der Gewinn, für den man selbst nichts kann ausser bei einem Veranstalter gesetzt zu haben, der keine Bewilligung hatte. Dazu kommt, was nicht in einem Urteil steht, sondern im Alltag fehlt: keine Schweizer Aufsicht über die Auszahlung, keine Fair-Play-Kontrolle, keine Schweizer Ansprechstelle, wenn die Auszahlung hängt.
Zwei Dinge, die im Ausland gern anders erzählt werden, seien ausdrücklich festgehalten. Erstens: die Schweiz hat kein Instrument, mit dem Banken oder Kartenherausgeber Zahlungen an unerlaubte Wettseiten sperren. Wer das Gegenteil liest, liest Marketing. Zweitens: eine ausländische Bewilligung schützt niemanden in der Schweiz, weil sie hier keine Geltung hat. Der Satz «wir sind lizenziert» ist auf einer Seite mit Wohnsitzpflicht in einem anderen Land also korrekt und trotzdem ohne Wert für den Leser.
Rechtslage konkret: was die Bewilligung erlaubt und wo sie endet
Die Bewilligung erlaubt nicht alles, was ein Buchmacher anbieten könnte. Sie erlaubt eine geschlossene Liste. Die Gespa führt die zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in einer Liste, Fassung 10.09.2026, gestützt auf das Geldspielgesetz und die Verordnung. Was nicht darauf steht, ist nicht bewilligt, auch wenn es sich sportlich anbietet.
Die Liste ist strenger, als sie auf den ersten Blick wirkt. Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind. Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind. Ranglistenwetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe nie. Ecken- und Kartenmärkte sucht man vergebens, eine Esport-Sektion ebenfalls. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.
Und dann kommt der Futsal ins Spiel. Futsal ist eine Hallenvariante des Fussballs, für die seit 1989 die FIFA die Regeln verantwortet; die UEFA richtet die europäischen Vereins- und Nationalmannschaftswettbewerbe aus. Ob Futsal in der jeweils aktuellen Gespa-Liste steht, ist die eine Frage, an der für einen Schweizer Spieler alles hängt. Was nicht auf der Liste steht, wird von den beiden bewilligten Veranstaltern nicht angeboten – und wenn doch eine Futsal-Partie im Programm steht, dann nur, weil sie zugelassen ist. Ob das der Fall ist, klärt man nicht im Forum, sondern im Wettprogramm von Sporttip oder Jouez Sport selbst, weil dort unter dem jeweiligen Wettbewerb genau der Wettbewerb steht, auf den gesetzt wird.
Wiki-Fakten für den Hintergrund: die erste FIFA-Futsal-Weltmeisterschaft fand 1989 in den Niederlanden statt, Brasilien gewann das Finale gegen die Niederlande mit 2:1. Die erste UEFA-Futsal-Europameisterschaft wurde 1996 in Spanien ausgetragen, Spanien gewann gegen Russland mit 5:3. Beide Titel liegen lange zurück und sagen nichts über die heutige Klasse einer Liga. Wer auf Futsal setzen will, braucht den Spielplan, nicht die Ehrentafel.
Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat, die Futsal-Partie in einem zugelassenen Wettbewerb stattfindet und der Veranstalter den Markt anbietet. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das Geldspielgesetz nicht. Cash-Out schliesslich ist überhaupt nicht reguliert: es gibt keine gesetzliche Regel, also ist es reine Sache der Allgemeinen Geschäftsbedingungen des jeweiligen Veranstalters. Wer Cash-Out als «garantierten Ausstieg» versteht, hat die Rechtslage schon falsch gelesen.
Wo die gesetzliche Liste an ihre Grenze kommt
Virtuelle Sportarten: dazu ist nichts etabliert, also steht hier nichts. Esports: sie erscheinen in der Gespa-Liste nicht. Diese beiden Sätze sind nicht die Nebenbemerkung, die sie zu sein scheinen. Ein Buchmacher, der Futsal und E-Fussball in einem Atemzug bewirbt, hat für Schweizer Verhältnisse zwei sehr verschiedene Dinge in einen Satz gepackt, von denen nur eines auf der Liste stehen kann.
Futsal grundlag: das Spiel, auf das hier gesetzt wird
Wer auf Futsal setzt, setzt auf ein anderes Spiel als auf Fussball im Freien. Zwei Mannschaften mit je fünf Spielern, Torhüter eingeschlossen, treten auf glattem Hallenparkett gegeneinander an. Die Spielzeit beträgt 2 × 20 Minuten Nettospielzeit; die Uhr wird bei jeder Unterbrechung angehalten. Ein Fussballspiel kann in der 46. Minute 0:0 stehen. Ein Futsalspiel ist in derselben Zeit schon zwei Tore weiter, weil in der Halle weniger Leute, weniger Platz und eine scharf gezogene Seitenlinie sind.

Die Auszeit erklärt, warum Nettospielzeit mehr ist als eine Zahl im Regelheft. Jedes Team darf pro Halbzeit eine Auszeit von 60 Sekunden nehmen. Einwechslungen sind unbegrenzt und fliegend möglich. Das Tempo wird also nicht von einer Uhr gebremst, sondern immer wieder kurz angehalten – und genau in diese Unterbrechungen fällt der Live-Ticker, an dem ein Live-Wetten-Anbieter seinen Markt hängen lässt.
Steht ein Spiel in der K.-o.-Phase nach 2 × 20 Minuten unentschieden, folgt eine Verlängerung von 2 × 5 Minuten. Für den Markt auf die reguläre Spielzeit ist das der entscheidende Augenblick. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie selbst Gegenstand der Wette sind. Ein Tor in der 45. Minute der Verlängerung zählt also für den Markt «Spielausgang nach Verlängerung» und für nichts anderes.
Auch das Kleingedruckte des Spiels schlägt in die Quoten durch. Mannschaftsfouls werden pro Halbzeit gezählt; ab dem fünften Mannschaftsfoul erhält der Gegner bei jedem weiteren Foul einen Zehn-Meter-Freistoss ohne Mauer. Ein Zehn-Meter-Freistoss ohne Mauer ist im Futsal eine der besten Torchancen, die es gibt. Wer den Markt «Mannschaftsfouls» irgendwo sieht, sieht einen Markt, der auf dieser Regel sitzt. Und über allem steht die Grösse: das Spielfeld misst im internationalen Spielbetrieb 38–42 m × 20–25 m, die Tore sind 3 × 2 m gross, der Ball hat Grösse 4 und wiegt 410–440 g. Ein Tor von 3 × 2 Metern, getroffen von einem 410 bis 440 Gramm schweren Ball – deshalb enden Futsal-Partien so oft mit sechs, acht oder zehn Treffern.
Warum Nettospielzeit, kleine Teams und viele Tore die Quoten formen
Und jetzt kommt der Teil, an dem sich entscheidet, ob man Futsal-Wetten gut findet. Die vielen Tore sind keine Randnotiz, sie sind der Grund, warum Futsal ein anderes Wettprodukt ist als Fussball. Mehr Tore bedeuten mehr mögliche Ergebnisse, und mehr mögliche Ergebnisse bedeuten mehr Ausgänge, auf die ein Buchmacher Quoten bilden muss. Der Nebeneffekt ist unangenehm für jeden, der das gern «sicher» hätte: ein Zwei-Tore-Vorsprung in der Halle ist nichts. Zwischen der 30. und der 38. Minute einer Partie liegen in dieser Sportart regelmässig zwei Treffer, und mit ihnen kippt jede Wette, die sich schon sicher angefühlt hat. Wer aus dem Fussball kommt und dort eine 1:0-Führung als Ruhepol kennt, muss das in der Halle neu lernen. Der Hallen-Zwei-Tore-Abstand ist die Länge eines Satzes im Live-Ticker.
Der zweite Faktor ist die Uhr. Nettospielzeit heisst, dass 40 gespielte Minuten nicht 40 Minuten auf der Uhr sind, sondern mehr. Bei Anzeigetafel und Ticker kommen die Unterbrechungen alle live beim Zuschauer an. Die Auszeit von 60 Sekunden, die fliegenden Wechsel, die zehn Meter gegen die Mauer nach dem fünften Mannschaftsfoul – in jeder dieser Pausen reagiert ein Live-Anbieter auf den Markt, während der anhaltende Ticker oft bereits meldet, was daneben passiert.
Aus der Kombination von vielen Toren und angehaltener Uhr folgt etwas, das man im Ausland selten klar liest: die Nettospielzeit von 2 × 20 Minuten ist ein Grund, Live-Quoten in dieser Sportart misstrauischer zu lesen als in einer Liga mit 90 Minuten und Nachspielzeit. Eine Quote, die noch vor der Auszeit einen Rückstand einpreist, ist nach der Auszeit eine andere Quote, und sie war die ganze Zeit auf dem Weg dorthin. Wer nicht live auf jede dieser Bewegungen reagieren will, ist bei den Märkten auf das Endergebnis besser aufgehoben.
Verantwortung: Limiten, Sperre und Steuerfreibetrag
Futsal ist eine Sportart mit schnellem Wettverlauf. Nicht, weil die Partie eine halbe Stunde kürzer dauert, sondern weil in derselben Sitzung mehr passiert und mehr Entschlüsse in Folge fallen. Für die Sicherheit des Spielers ist das nicht die Aufgabe des Staates. Das Geldspielgesetz verlangt vom Veranstalter, dass er einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangt. Die Zahl setzt der Spieler selbst.
Bei Sporttip heisst das konkret: vor der ersten Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort. Eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Diese 72 Stunden sind der eigentliche Schutzmechanismus – nicht die Zahl, sondern die Verzögerung. Der Spieler, der nach einem Verlust limiterhöhen will, muss 72 Stunden mit der alten Limite leben. In diesen 72 Stunden entscheidet sich, ob es eine Reaktion oder ein Plan war.
Spielsperre und Beratung
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Gesetzlich kann eine freiwillige Spielsperre erst nach drei Monaten wieder aufgehoben werden, und eine Fachstelle ist daran beteiligt. Ein selbst gewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Wer wegen Spielsucht und Überschuldung gesperrt ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.
Ein Zahlenwert, der nicht in eine Wohlfühlbroschüre passt, gehört hierher: die Gespa führte 2025 Testkäufe durch, und an Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Diese Zahl zeigt, wie die persönliche Kontrolle in der Praxis aussieht. Wer sich auf «die sperren mich schon» verlässt, verlässt sich auf eine Kontrolle, die beinahe in einem zweiten Testkauf-Fall nicht existiert. Für einen selbst handeln heisst: Verlustlimite setzen, bevor die erste Wette läuft.
Die kantonale Steuerverwaltung oder eine Steuerberaterin ist die Ansprechstelle, wenn es ans Versteuern geht. Hierüber gibt dieser Abschnitt absichtlich nur allgemeine Information.
Futsal schweizer Wettangebot im Vergleich
Dies ist der Kern der Sache, und darum steht er hier und nicht am Anfang. Wettangebot, Limiten, Quotenmarge und Auszahlung sind die Kriterien, an denen sich ein Futsal-Wettangebot in der Schweiz messen lassen muss, und die Vergleichsbasis ist klein. Nicht weil die Auswahl aus Bequemlichkeit eingeschränkt wurde, sondern weil das Gesetz zwei Veranstalter zulässt.
Ein weiterer Punkt gehört an den Anfang jeder Rangliste, auch wenn er unbequem ist. Bei einem Online-Konto in der Schweiz kommt man nicht daran vorbei, wer man ist und wo man wohnt. Bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Bei der Loterie Romande gilt dieselbe Logik für die sechs Westschweizer Kantone. Wer in Deutschland, in Österreich oder auf den Philippinen lebt, bekommt kein Konto bei den beiden bewilligten Veranstaltern, Punkt.
Die Kehrseite ist derselbe Satz von der anderen Seite, und sie ist der beste Grund, sich auf die bewilligten Veranstalter zu konzentrieren: Spielerkonten sind identitätsgeprüft, Gewinne und Salden werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Sportwetten nicht. Dasselbe Aufsichtsniveau gibt es bei keinem ausländischen Buchmacher.
Und dann die Kostenfrage, weil sie auf jeder Seite dieser Art gestellt wird und fast nie beantwortet. Ein ausländischer Buchmacher lockt mit höheren Quoten oder einem satten Bonus, und «höhere Quote» klingt wie ein Geschenk. Sie ist eines. Der Schweizer Markt ist geschlossen, hat aber keine Art von Chaos zur Folge, das man hochprämieren müsste: die Marge von Sporttip und Jouez Sport ist der Preis, den man für Schweizer Aufsicht, Schweizer Auszahlung und Schweizer Spielerschutz zahlt. Wer die Marge als Wucher bezeichnet, muss den Gegenwert nennen, den er stattdessen haben will. Wer nur den höheren Multiplikator sieht, übersieht, dass er den Preis in einer anderen Währung zahlt: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Auszahlungspflicht, ohne Schweizer Spielerschutz.
Rechnung: Was die Marge eines 1X2-Marktes kostet
Ein Beispiel, ausdrücklich keine citierte Quote: ein 1X2-Markt mit Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60. Die Wahrscheinlichkeiten, die in diesen Quoten stecken, addieren sich mit 1 ÷ 2.10 + 1 ÷ 3.40 + 1 ÷ 3.60 zu rund 1,048. Daraus folgt eine Auszahlungsquote von rund 95,4 %, und die Marge als 100 % minus Auszahlungsquote liegt bei rund 4,6 % des Gesamteinsatzes auf diesem Markt. Wer also CHF 1’000 in diesem einen Markt über die drei Ausgänge streut, bekommt im Durchschnitt rund CHF 954 an Einsätzen zurück – statistisch, über viele Wetten, nicht in einem einzelnen Ausgang. Der Betrag klingt harmlos. Er ist es nicht, weil er nie in einem Beleg sichtbar wird: die Marge steckt bereits in der Quote, und man sieht nie, dass sie fehlt.
Die Rechnung rendert für den Fall, dass die Quoten drei Ausgänge eines Marktes sind, weder die Kombination noch ein anderes Spiel. Und sie hat eine Bedingung: der Ergebnisraum muss halbwegs ausgeglichen sein. Bei einer Partie mit klarem Favoriten verschieben die beiden Veranstalter die Quoten, und der Prozentsatz verschiebt sich mit. In runden Worten heisst das: die Marge eines 1X2-Marktes liegt in der Halle typischerweise in einer Bandbreite von rund 4 bis knapp 7 Prozent des Gesamteinsatzes. In dieser Spanne bewegt sich das Entgelt, das der Spieler bei jedem einzelnen Markt an den Veranstalter abgibt. Über CHF 10’000 Umsatz in der Halle ist das ein vierstelliger Betrag, den niemand auf dem Wettschein sieht.
Bonus und Limiten: was man tatsächlich bekommt
Sporttip und Jouez Sport sind keine Bonus-Maschinen. Bei den bewilligten Veranstaltern gilt, dass Gratisspielguthaben die vorgängige Zustimmung der Gespa braucht; 2025 erteilte die Aufsicht 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbeträge und Bedingungen ergeben sich ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Auf der Sporttip-Seite gehören Quotenboosts und Kombiboosts dazu. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, und sie sind pro Wettendem nur einmal nutzbar. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost gilt für Prematch, Live und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quoten von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Der Booster ist kein Geschenk, sondern Umsatz in einer bestimmten Form.
Bei Einzel- und Kombinationswetten liegt der Mindesteinsatz bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000; für eine Systemwette darf der Einsatz bis CHF 10’000 betragen. Die Oberlimite ist die Zahl, die praktisch unwichtig wird, sobald man die andere Zahl daneben legt: wer im Schnitt CHF 2 pro Wette setzt, wird die Limite nie berühren. Die Verlustlimite aus dem Spielerschutzkapitel ist die Grenze, die er tatsächlich trifft. Und beide Zahlen können sich ändern: Swisslos darf die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen anpassen, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Einordnung: bewilligt oder nicht
Der Vergleich ist hier keine lange Liste. Er ist eine Zweiteilung, und die Tabelle sagt, woran man die Teile unterscheidet.
| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / gemeldete Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | ja, Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | ja, Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| Rabona | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz nicht etabliert, ohne Geltung in der Schweiz |
| 1Bet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz nicht etabliert, ohne Geltung in der Schweiz |
| AmunRa | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz nicht etabliert, ohne Geltung in der Schweiz |
| DirectionBet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz nicht etabliert, ohne Geltung in der Schweiz |
| X3Bet | keine Schweizer Bewilligung | von Dritten gemeldet: Tobique (Kanada), ohne Geltung in der Schweiz |
| 1xBet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz nicht etabliert, ohne Geltung in der Schweiz |
| GG.BET | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz nicht etabliert, ohne Geltung in der Schweiz |
| Donbet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz nicht etabliert, ohne Geltung in der Schweiz |
Was Cash-Out, Livewetten und die Sperrliste für den Geldbeutel bedeuten
Die drei Felder entscheiden darüber, was ein Spieler wirklich bekommt, nachdem die Wette läuft.
Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Das ist die ehrlichste Beschreibung, die es gibt: «Cash-Out» heisst, dass der Veranstalter eine zweite Quote bildet, zu der er bereit ist, die Wette zurückzukaufen – und bei einem Rückkauf verdient er erneut. Wer das als «garantierten Gewinn» liest, liest etwas, das im Kleingedruckten nirgends steht. Bei Futsal mit seinen zwei Toren pro Viertelstunde ist der Cash-Out-Betrag in der 35. Minute regelmässig woanders als in der 10. Minute, und das gilt in beide Richtungen.
Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wer nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert, zählt mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder einer Videoschiedsrichter-Entscheidung kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. In der Halle ist die Latenz damit die eigentliche Gefahrenquelle: nicht die Quote, sondern die Verzögerung. Und weil ab dem fünften Mannschaftsfoul und bei den Unterbrechungen ohnehin kein Ball rollt, während der Datenfeed weiterläuft, gehört der Live-Markt bei Futsal zu denen, wo ein Anfänger den Markt am schnellsten falsch liest.
Wer auf derselben Sportveranstaltung abhängige Ereignisse kombinieren will, kann das bei Sporttip nur über die «Bet-Builder-Funktion». Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Eine Kombination «Futsal-Sieg plus Torwette» in derselben Halle ist kein cleverer Fund, sondern eine Konstellation, die genau diesem Vorbehalt unterliegt.
Und dann ist da noch die Sperrliste. Die Gespa veröffentlicht eine Liste ausländischer Domains, die die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren. Die erste Liste datiert vom 3. September 2019; Ende 2025 stand sie bei 671 Domains. Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt, und die Aufsicht nennt Interwetten, Bet-at-Home und bet365, die auf der Liste stehen. Wer also eine Schweizer Wettseite sucht und auf einem neuen Namen landet, hat vielleicht nur den Domainwechsel eines Anbieters erwischt, der schon länger blockiert war. Für den Spieler ist das die Wichtigste der Nebenwirkungen: bei einem blockierten Anbieter kann er selbst dann nicht mehr an sein Guthaben, wenn die Seite weiter existiert.
Kennzahlen, die für die Einordnung zählen
Der Vergleich braucht ganz wenige Zahlen, um mehr als zwei Sekunden zu tragen. Diese sind die belastbaren.
Swisslos schüttete für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio. aus: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe unterstützt. Aus den Sportwetten selbst stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Jahr 2024. Diese Zahlen sind die andere Seite eines geschlossenen Marktes: der Verlust des Spielers ist der Ertrag, der in Fonds und Fördertopf landet. Ein Spieler verliert dabei nicht weniger, nur weil das Geld einen anständigen Empfänger hat – die Marge fragt nicht, wohin sie fliesst.
Zur Steuer. Gewinne aus bewilligten schweizerischen Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag je Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden nur darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, nach CHF 1’070’400 im Jahr 2025. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, je nach Kanton, weshalb eine einzige kantonale Zahl hier falsch wäre. Über dem Freibetrag behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Deklaration in der Steuererklärung zurückholt. Und weil das für die meisten Leser ein Reichweitenproblem ist: die typische Wette gewinnt weit unter einer Million, also fällt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer an. Bei ausländischen Anbietern hingegen fällt keine Verrechnungssteuer an, dafür behandelt die kantonale Praxis etwa im Thurgau Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine Steuer auf den Einsatz kennt die Schweiz nicht – wer eine liest, liest etwas Erfundenes.
Die geprüften Futsal-Marken im Einzelnen
Zehn Marken, dieselben Kriterien. Swisslos und Loterie Romande tragen die Bewilligung, die anderen acht eine Domain. Reihenfolge und Bewertung sind Sache der Sache.
Swisslos Sporttip: die Bewilligung mit dem Vertragsgebiet
Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, und betreibt Sportwetten unter dem Namen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Damit ist nicht nur ein Stück Land beschrieben, sondern der Radius des eigenen Kontos. Wer in Genf, Jura oder Neuenburg wohnt, hat dort keinen Zugang – nicht aus einer Laune, sondern weil ein Konto nur Bewohnern des Gebiets offensteht.
Auf der Marktseite: Einzel-, Kombinations- und Systemwetten, Livewetten, Cash-Out, Quoten- und Kombiboosts. Limiten CHF 1 bis CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten, CHF 10’000 für Systemwetten. Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 unter 21 Jahren, Verlängerung nach 72 Stunden. Futsal ist für einen Spieler hier die Wette auf das, was die Gespa-Liste unter den zugelassenen Sportarten, Wettkämpfen und Wettarten führt – nicht mehr und nicht weniger. Ob eine bestimmte nationale Futsal-Liga dort steht, steht unter «Futsal» bei den lizenzierten Anbietern selbst.
Das ist es wert, in einem Satz festgehalten zu werden, weil es das Geschäftsmodell ist: Sporttip ist eine Sportwette mit einer geschlossenen Liste von Sportarten und Wettarten, einem Vertragsgebiet mit Wohnsitzvoraussetzung, einem Mindesteinsatz von CHF 1 und einer Auszahlung im Namen des Kontoinhabers. Die Einschränkung ist der Preis für die Aufsicht – und die Aufsicht ist real, bis hin zu einer Aufsichtsbehörde in Bern, die Änderungen der Limiten ohne Angabe von Gründen zulässt, aber den Veranstalter dafür in die Pflicht nimmt.
Loterie Romande Jouez Sport: die Westschweiz, und ein Produkt mit französischer Handschrift
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Grösse der Infrastruktur ist der eigentliche Hinweis: 2’350 Verkaufsstellen sind keine Online-Plattform, sondern ein Netz im Land, und sie sind der Grund, warum Jouez Sport und nicht die Deutsche Schweiz der Anker dieses Veranstalters ist.
Für die Beurteilung heisst das schlicht, dass dieses Angebot buchstäblich nicht für den grössten Teil des Publikums verfügbar ist. Wer in Zürich wohnt, kann hier kein Konto eröffnen. Wer in Genf wohnt, kann es bei Swisslos nicht. Der eine Markt, den die Französische Schweiz nicht sehen kann, und umgekehrt. Bei einer Sportart, in der die starken Ligen Europas spielen, ist es genauso wichtig, wer fehlt: der Spieler in Basel und jener in Lausanne sitzen vor zwei unterschiedlichen Wettmärkten.
Ein weiterer Aspekt: die Zustimmung der Aufsicht zu Gratisspielguthaben. 2025 gingen 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Ein Bewilligungsverfahren für ein Gratisguthaben macht kein Bonusprogramm attraktiv, aber es zeigt, wie ernst die Aufsicht das Instrument nimmt.
Rabona: ohne Schweizer Bewilligung, und was das konkret heisst
Rabona bietet Schweizer Spielern Sportwetten und hat keine Schweizer Bewilligung. Eine im Ausland gemeldete Lizenz hat hier keine Geltung; das ausdrückliche Verbot der Bewilligung, die nur in der Schweiz gilt, war nie die Regel, an die man sich klagend halten kann. Es gibt keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Regressverfahren, und eine Domain kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden.
Wer trotzdem dort spielt, zahlt für die Futsal-Wette in einer Währung, die nicht im Wettschein steht: keine Schweizer Aufsicht über die Auszahlung, keine Fair-Play-Kontrolle, kein Verfahrensweg in der Schweiz. Der Vorteil, der dafür lockt, ist die Quote oder ein Bonus. Die Marge ist der Gegenwert – nur diesmal ohne die andere Seite.
1Bet: eine Marke ohne erkennbare Bewilligungslinie
1Bet nimmt Schweizer als Kunden und hat keine Schweizer Bewilligung; eine gemeldete Lizenz ist nicht etabliert, und selbst eine wäre in der Schweiz ohne Geltung. Kein Zugang zum Sperrregister, kein Schweizer Weg, wenn etwas schiefgeht, Sperrliste als Möglichkeit.
Futsal-Märkte, Quotenmarge oder Limiten lassen sich hier nicht einordnen, und das ist der Punkt des Eintrags, nicht ein Loch in ihm: die einzige harte Angabe über 1Bet ist die fehlende Bewilligung.
AmunRa: Casino-Marke mit Sportwetten im Programm
AmunRa fehlt die Schweizer Bewilligung, und eine nicht etablierte Lizenz ist hier nicht mehr als eine Zeile. Kein Sperrregister, kein Schweizer Regress, Sperrliste möglich. Der Name steht für eine Casino-Marke – wer von dort in die Sportwetten kommt, kommt aus einem Vertragsverhältnis mit anderen Regeln. Für die Bewertung heisst das, dass die Fussball- und Futsal-Seite dieses Anbieters gegen seine Casinoseite gehalten wird und nicht gegen eine Wette mit Schweizer Aufsicht.
DirectionBet: keine Angabe, kein Kriterium
Auch DirectionBet hat keine Schweizer Bewilligung, keine etablierte ausländische Lizenz und damit keinen Schweizer Anschluss an das Sperrregister. Eine Einordnung ist hier so weit wie möglich von aussen. Der Nutzen dieser Zeile für den Leser liegt darin, dass sie eine Position festhält, die man nicht in eine Rangfolge bringen kann.
X3Bet: Tobique als gemeldete Lizenz
X3Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Drittquellen melden Tobique in Kanada als Lizenz; in der Schweiz ohne Geltung. Das ist ein Muster, das man kennen muss: ein kanadisches Papier gehört einem Kanadier nicht, aber es ist auch kein Schweizer Papier. Was hier zu bewerten ist, ist daher weniger eine Aufsicht als deren Fehlen im Binnenmarkt.
1xBet: die Marke, an der sich das Muster am deutlichsten zeigt
1xBet hat keine Schweizer Bewilligung, keine etablierte Lizenz und keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister. Bei einem Namen dieser Grösse ist die Versuchung am grössten, aus der Bekanntheit auf Verlässlichkeit zu schliessen. Für den Schweizer Spieler ist das der falsche Schluss: Bekanntheit ersetzt keine Bewilligung. Was 1xBet über Futsal anbietet, ändert die Rechtslage nicht.
GG.BET: ohne Bewilligung, mit sperrbarer Domain
GG.BET hat keine Schweizer Bewilligung, keine etablierte Lizenz und keinen Zugang zum Schweizer Sperrregister. Die Domain kann auf die Sperrliste kommen. Für die Wette auf eine Futsal-Partie heisst das, dass die Buchmacherseite jederzeit zur Seite werden kann, die nur noch einen DNS-Block anzeigt – und mit ihr das Guthaben, soweit es nicht ausbezahlt ist.
Donbet: ohne Bewilligung, ohne Schweizer Anschluss
Donbet fehlt die Schweizer Bewilligung, eine gemeldete Lizenz ist nicht etabliert, das Sperrregister kennt den Anbieter nicht, und die Domain ist sperrbar. Damit schliesst die Reihe mit derselben Feststellung, mit der sie begonnen hat: die Schweizer Bewilligung ist die eine Unterscheidung, die sich nicht wegdiskutieren lässt.
Futsal-Basics, die man kennen sollte, bevor man einsetzt
Es gibt kein Futsal-Sonderrecht. Die Sportart wird in einer Halle mit fünf Spielern pro Seite gespielt, in zwei Halbzeiten von je 20 Minuten Nettospielzeit, mit einer Auszeit pro Team und Halbzeit von 60 Sekunden und unbegrenzten fliegenden Wechseln. Das Spielfeld misst im internationalen Betrieb 38–42 m × 20–25 m, die Tore sind 3 × 2 m, der Ball hat Grösse 4 und wiegt 410–440 g. In der K.-o.-Phase folgt bei Gleichstand nach 2 × 20 Minuten eine Verlängerung von 2 × 5 Minuten. Mannschaftsfouls werden pro Halbzeit gezählt; ab dem fünften Foul gibt es bei jedem weiteren einen Zehn-Meter-Freistoss ohne Mauer. Die FIFA ist seit 1989 für die Regeln zuständig, die UEFA richtet die europäischen Vereins- und Nationalmannschaftswettbewerbe aus.
Wer zum ersten Mal auf eine Futsal-Partie setzt, sollte sie vorher einmal ansehen. Nicht, um eine Mannschaft einzuschätzen, sondern um zu sehen, wie oft der Ball tatsächlich in Bewegung ist und wie wenige Sekunden zwischen zwei Torchancen liegen. Eine Wette auf «kein Tor» oder «unter 4,5 Tore» fühlt sich in der Halle anders an als im Kopf.
Wann der Bonus im Wettschein wirklich wehtut
Der Bonus ist der beste Ort im Futsal-Markt, um sich selbst zu täuschen, weil «Bonus» und «Gewinn» dort nicht dasselbe sind. Der Kombiboost bei Sporttip erhöht den möglichen Nettogewinn um einen Prozentsatz – 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Der Prozentsatz gilt für den Nettogewinn, nicht für den Einsatz, und es braucht mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50. Fünfzehn Voraussagen mit je mindestens 1.50 sind fünfzehn Ereignisse, von denen alle eintreten müssen. Der Boost steht auf dem Wettschein als Erhöhung. Der Erhöhung steht keine weltoffene Gesetzmässigkeit gegenüber, sondern ein Vorbehalt, sie bis zum Beweis des Gegenteils als redaktionelle Zahl zu behandeln: die Auszahlung kommt nur bei vollständiger Kombination zustande.
Zwei Bedingungen sind in diesem Markt gestrichen, und dass sie gestrichen sind, macht die Auszahlung nur noch hypothetischer. Erstens: die maximale Auszahlung ist nicht ausgewiesen, nur der Faktor. Zweitens: die Rede ist von einem möglichen Nettogewinn, und das ist eine Zahl vor dem Steuerfreibetrag und vor dem Anbieterrisiko. Der Boost ist damit weniger honorig als der klassischen Multiplikator, nur sind die Bedingungen anders.
Das gleiche gilt bei Cash-Out: der zurückgekaufte Betrag liegt unter dem möglichen nicht vorzeitigen Gewinn, und er ist keine feste Grösse. Wer den Cash-Out als «Versicherung» für einen Vierer-Boost einplant, versichert eine Kombination, die den Boost verliert, sobald der Cash-Out genommen wird. Die Kombination ist ein Instrument, das zur Verlustseite wird.
Die vier Entscheidungen, die den Preis der Wette bestimmen
Ein Futsal-Wettschein hat vier Stellschrauben, und alle vier stehen auf dem Wettprogramm oder in den Bedingungen. Die Wahl der Sportart, die Wahl der Wettart, die Wahl des Anbieters und die Wahl der Limite.
Die Wahl der Sportart: Futsal als zugelassene Sportart bei zugelassenen Wettkämpfen, nicht die Hallenvariante, die in der Freizeitliga auf einem Bolzplatz gespielt wird. Die Liste der Gespa ist geschlossen und enthält eine Fassung 10.09.2026.
Die Wahl der Wettart: Einzel, Kombination, System, Live. Jede hat ein eigenes Risikoprofil. Bei der Kombination multiplizieren sich die Quoten der Einzelwetten zu einem Preis, und die Anbieterrechnung: die Multiplikation klingt nach Vervielfachung des Gewinns, aber die Marge wird bei jeder einzelnen Wette zu einem höheren Faktor multipliziert. Bei einer Viererkombination ist die Marge vierfach drin.
Die Wahl des Anbieters: bewilligt oder nicht, mit den Konsequenzen, die dieses Kapitel in der Rechtslage beschrieben hat.
Die Wahl der Limite: die Verlustlimite und die Verwendung des Höchsteinsatzes von CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette. Wer bei Futsal mit seinen Toren und seiner kurzen Spielzeit viel auf einen Live-Markt setzt, sollte diese Limite nicht auf dem Papier lassen und vorher selbst festlegen, wie viel eine einzelne Sitzung kosten darf.
Was für einen Spielort die Sperrliste bedeutet
Sperrliste und Zugangssperre sind das einzige Instrument, mit dem die Schweiz gegen unerlaubte Buchmacher durchgreift, und es ist kein scharfes. Die Domain kann auf die Liste kommen, und wenn sie dort steht, blockieren die Telekommunikationsanbieter den Zugriff per DNS. Die Liste vom 3. September 2019 ist die erste; Ende 2025 waren 671 Domains darauf. Innert Stunden steht der Anbieter auf einer neuen Domain wieder da. Die Aufsicht nennt Interwetten, Bet-at-Home und bet365 als Beispiele für die Sperrliste.
Für den Spieler ist das die Wichtigste aller Nebenwirkungen. Eine Blockierung kann vom Stichtag an greifen, und ab dem Tag steht das Guthaben auf einem Konto, auf das nur noch per VPN oder Domainwechsel zugegriffen werden kann. Dass die Blockierung das Guthaben nicht ersetzt, sollte man wissen, bevor man es einzahlt. Eine Sperre wird nicht angekündigt und nicht als Einzelfall abgemildert. Wer sein Geld bei einem Schweizer Veranstalter hält, hat dieses Problem nicht. Das ist der Nutzen, den ein Schweizer Veranstalter neben der Aufsicht bietet.
Was beim Futsal-Livewetten in der Halle passiert
Livewetten sind in der Schweiz erlaubt, und die Aufsicht regelt nicht, auf welche Live-Märkte gesetzt werden darf. Eine Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird. Wer erst nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs platziert, bekommt Quote 1.00. In spielentscheidenden Momenten – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos ebenfalls mit 1.00 werten. Nach dem fünften Mannschaftsfoul einer Halbzeit gibt es bei jedem weiteren Foul einen Zehn-Meter-Freistoss ohne Mauer. Eine Wette, die in genau dieser Situation mit dem Ticker läuft, trifft auf einen Markt, der sich in wenigen Sekunden ändert.
Wer live auf den Markt «nächstes Tor» setzt, sollte die Verzögerung zwischen Stream und Datenfeed bedenken. Beim Futsal ist sie besonders gross, weil ein Foul nicht nur einen Freistoss bedeutet: ab dem fünften Mannschaftsfoul ist jeder weitere Zweikampf im Strafraum ein potenzieller Zehn-Meter-Freistoss ohne Mauer, und das ist eine der besten Torchancen des Spiels. Wer live einsteigt, sollte wissen, was er kauft.
Fazit: zwei Türen, und eine davon ist zu
Für einen Spieler in der Schweiz ist die Frage nach dem Futsal-Wettangebot keine Frage der Vorliebe, sondern eine Frage des Wohnsitzes. Wer im Vertragsgebiet von Swisslos wohnt, kommt an Sporttip. Wer in einem der sechs Kantone der Westschweiz wohnt, an Jouez Sport. Beide sind nach dem Geldspielgesetz bewilligt, unterstehen der Aufsicht der Gespa und dürfen nur Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten anbieten, die die Aufsicht in ihrer Liste führt. Ob eine bestimmte Futsal-Partie darauf steht, ist im Wettprogramm nachzulesen und nicht im Archiv eines Buchmachers.
Für einen Spieler, der zehn oder fünfzehn Jahre in diesem Markt unterwegs ist, ist die Frage nach einem Bonus bei Swisslos uninteressant: Swisslos ist nicht der Ort für fünfstellige Boni. Die Frage lohnt sich aber, weil die Sprache rund um «Futsal-Bonus» und «Live-Quote» meist über fremde Seiten führt, auf die kein Weg mit Schweizer Bewilligung hinführt. Die zwei Türen, die in der Schweiz offen stehen, sind klar und begrenzt. Wer durch die dritte will, tut es auf eigene Rechnung: kein Sperrregister, kein Schweizer Regress, dafür eine Domain, die morgen auf der Sperrliste stehen kann.
Wer überhaupt nicht weiss, wie viel er verlieren will, sollte es nicht über eine einzige Wette herausfinden, sondern über die Verlustlimite, bevor er sie bestätigt. Die Verlustlimite lässt sich sofort senken und nur nach 72 Stunden erhöhen. Diese Zeit ist am Anfang die beste Investition.
Häufige Fragen zu Futsal wetten in der Schweiz
Gehört Futsal zum Wettangebot der beiden Schweizer Veranstalter, und wo lässt sich das prüfen?
Sporttip und Jouez Sport dürfen nur die Sportarten und Wettarten anbieten, die in der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Wettarten stehen. Ob eine Futsal-Partie darunter ist, steht im Wettprogramm der beiden Anbieter: dort ist der Wettbewerb mit dem Ereignis aufgeführt und der Titel als Wettbewerb sichtbar.
Wie wirkt sich die Nettospielzeit von 2 × 20 Minuten auf Live-Quoten aus?
Die Uhr läuft nur bei laufendem Spiel. Das machte Live-Quoten in dieser Sportart flüchtiger: mehr Treffer, mehr Spielunterbrechungen und je eine Auszeit pro Halbzeit. Unabhängig davon gilt eine Live-Wette nach den Regeln von Sporttip auch dann, wenn die Partie nicht übertragen wird.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote – und was steckt in der Marge?
Der Gewinn einer Einzelwette ist Einsatz mal Quote, bei einer Kombination multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Wetten zu einem Preis. Beispiel für die andere Seite: Quoten 2.10, 3.40 und 3.60 in einem Markt ergeben eine Auszahlungsquote von rund 95,4 % und damit eine Marge von rund 4,6 %.
Was geschieht bei einer Verlängerung in der K.-o.-Phase mit einer Wette auf die reguläre Spielzeit?
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie selbst Gegenstand der Wette sind. Bei Gleichstand nach 2 × 20 Minuten folgt eine Verlängerung von 2 × 5 Minuten.
Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden, und wann gilt eine Erhöhung?
Vor der ersten Teilnahme bei Sporttip sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für unter 21-Jährige. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
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Inhalt erstellt vom Team «dreiwegwetten.com»
