Lucky 31 Wetten: 31 Wetten, ein Wettschein, zwei Veranstalter
Stand: 29. Oktober 2026. Die Bewilligungsangaben der beiden Schweizer Veranstalter wurden gegen die Veranstalter- und Spielbewilligungen nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) sowie die Aufsichtsinformationen der Gespa geprüft; die Konditionen der ausländischen Marken stammen aus deren eigenen Angaben und haben in der Schweiz keine Geltung.

Wer zum ersten Mal von einer Lucky 31 hört, stellt sich meistens eine besonders kluge Wette vor. Das Gegenteil ist der Fall: Sie ist die demokratischste Wette, die es gibt. Fünf Voraussagen, und jede mögliche Kombination daraus wird einzeln abgerechnet — auch die, die niemand bewusst gesetzt hätte. Genau das ist ihr Nutzen, und genau das ist ihr Preis. Denn jede der 31 Zeilen kostet Geld, und bezahlt wird nicht nach Gefühl, sondern nach Anzahl der Kombinationen.
In der Schweiz ist die Frage nach dem besten Anbieter für eine solche Wette schnell beantwortet. Sie ist nicht das Ergebnis eines Vergleichs von zwanzig Buchmachern, sondern eines Gesetzes: Sportwetten sind hier ein Grossspiel, und der Kantonsverbund hat die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt. Wer eine Lucky 31 in Schweizer Franken und unter Schweizer Recht spielen will, hat genau zwei Adressen. Alles andere ist etwas anderes, als die Werbung behauptet.
Was die Bewilligungslage für eine Lucky 31 bedeutet
Die Zahl zwei ist kein Zufall und keine Marktbeobachtung, sondern eine Entscheidung. Die Kantone haben die Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Ein Sportwetten-Angebot in der Schweiz braucht eine Veranstalterbewilligung und dazu eine Bewilligung je Spiel, und diese Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Aufsichtsbehörde ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern, deren Grundlage das Geldspielkonkordat ist; die Eidgenössische Spielbankenkommission ist nicht zuständig, weil sie nur die Casinos überwacht.

Rechtlich sauber ist deshalb nicht «Lizenz», sondern Bewilligung. Wer in einer Anzeige oder auf einer Vergleichsseite liest, ein Anbieter sei «lizenziert» und «geprüft», erfährt damit nichts über die Schweiz. Ein ausländischer Bewilligungsnachweis — ob aus Curaçao, Malta oder Deutschland — entfaltet hier keine Wirkung. Und weil die Bewilligung nirgends eine zusätzliche Zulassung für Systemwetten kennt, ist die Lucky 31 bei den beiden Schweizer Veranstaltern schlicht eine Spielart der Kombinations- und Systemwette, kein Sonderrecht.
Eine Lucky 31 ist damit nicht schwieriger zu platzieren als eine Kombiwette. Sie ist nur strenger eingegrenzt: auf Sportarten und Wettarten, die die Gespa in ihrer Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten führt — der Fassung vom 10.09.2026. Was dort nicht steht, gibt es nicht. Corner-Wetten fehlen und Kartenmärkte fehlen. Esports taucht in dieser Liste nicht auf. Trainingsläufe sind ausgeschlossen, Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt, weil nur Sportereignisse Gegenstand sein dürfen.
Das klingt nach einer Einschränkung, und es ist eine. Es ist aber die Art Einschränkung, die man erst merkt, wenn man einen Wettschein ausfüllen will, den ein ausländischer Anbieter selbstverständlich annimmt. Fünf Auswahlen für eine Lucky 31 finden sich in diesem Katalog ohne Mühe — Fussball, Eishockey, Volleyball, Handball, Tennis, Basketball stehen zur Verfügung. Wer aber gewohnt ist, seine Systemwette aus Kuriositäten zusammenzusetzen, stösst hier auf eine Wand, und die Wand ist die Bewilligung.
Wo eine Schweizer Lucky 31 überhaupt gespielt werden kann
Die beiden Veranstalter teilen das Land unter sich auf, und das ist praktisch die erste Frage, die über die eigene Lucky 31 entscheidet. Swisslos führt Sporttip im Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schaffhausen, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durch. Zusammen ist das das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Für ein Online-Konto bedeutet das mehr als eine Adresse. Ein Konto braucht einen Wohnsitz in der Schweiz, und in der Praxis in der Zone des jeweiligen Veranstalters. Wer in Zürich wohnt, kommt an Sporttip, aber nicht an Jouez Sport. Wer in Genf wohnt, kommt an Jouez Sport, aber nicht an Sporttip. Die Aufteilung ist kein Serviceproblem, das man mit einem Anruf löst, sondern eine Folge der Bewilligung — und für eine Wette, die auf fünf Auswahlen gleichzeitig läuft, ist sie die erste Grenze, die man überhaupt zu spüren bekommt.
Bei der Registrierung wird das ernst genommen. Bei Swisslos braucht die Online-Registrierung mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Ein Zweitkonto, um eine höhere Limite zu umgehen, ist damit nicht bloss unerwünscht, sondern technisch geschlossen.
Was das mit der Lucky 31 als Wette macht: Nichts am Rechenweg ändert sich. Alles am Zugang ändert sich.
Wenn 31 Zeilen zu 31 Einsatzposten werden
Ein Paket aus 31 Teilwetten bindet einen Betrag, der beim Ausfüllen des Wettscheins noch nicht weh tut. Der Mindesteinsatz bei Sporttip liegt für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, bei Jouez Sport online bei CHF 2. Diese Zahlen klingen nach einer Formalität. Sie sind der Hebel der ganzen Wette.
Rechnet man es durch, kommen die beiden Nennwerte aus derselben Mechanik, weil jede der 31 Zeilen den Mindesteinsatz kostet. Bei einem festgelegten Mindesteinsatz für die gesamte Lore ergibt ein Einsatz von CHF 1 pro Zeile bei Sporttip genau CHF 31 für den Wettschein; eine Lucky 15 kostet CHF 15 und bleibt damit billiger, eine Lucky 63 mit 63 Zeilen entsprechend teurer. Bei Jouez Sport mit CHF 2 pro Zeile liegt dieselbe Lucky 31 über CHF 62, und das ist eine Zahl, die vor dem Klick auf «Wette platzieren» kaum jemand im Kopf hat. Die 31 ist damit eine Budgetfrage, keine Mathematik-frage. In der Schweiz kommt es bei Sporttip nicht auf den Einsatz pro Zeile an, weil eine Systemwette einen eigenen Höchsteinsatz von CHF 10’000 hat, während eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 endet.
Wer mit Verlustlimiten arbeitet — und Swisslos verlangt vor der ersten Sporttip-Teilnahme Limiten für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren — sieht daran, wie schnell so ein Wettschein an eine selbst gesetzte Grenze stösst. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Das ist die richtige Reihenfolge, denn sie schützt in dem Moment, in dem der Schutz gebraucht wird, und bremst in dem Moment, in dem man ihn am liebsten wegdiskutieren würde.
Die Regeln, die bei Jouez Sport jenseits der Zeilen greifen
Wer im Westschweizer Gebiet spielt, trifft auf eine andere Bewilligungsgrenze, und sie ist dort strenger: Bei Jouez Sport beträgt der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Diese zwei Zahlen schneiden unterschiedlich. Die CHF 500 begrenzen die einzelne Zeile — bei 31 Zeilen ist das eine Grenze, die kaum je erreicht wird, weil das Paket dann über CHF 15’000 läge. Die CHF 7’500 pro Wettschein sind die eigentlich bindende Schranke, und sie treffen genau die Leser, die eine Lucky 31 aus fünf gut besetzten Auswahlen mit hohem Zeileneinsatz bauen wollen. Bei CHF 2 pro Zeile ist man noch weit entfernt. Bei CHF 240 pro Zeile ist man es nicht mehr, und dann hilft es nicht, dass die Einzelgrenze von CHF 500 rechnerisch noch erlaubt wäre.
Ein Anbieter, der die Limiten «jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern» kann, ist kein Skandal — bei Sporttip steht genau das in den Spielregeln, und eine Wette über der Limite wird schlicht nicht angenommen. Bemerkenswert ist etwas anderes: Der Wettschein wird vorher geprüft, nicht nachher. Wer über der Grenze liegt, verliert keinen Einsatz, sondern bekommt die Wette nicht. Das ist die freundliche Variante eines Limits, und es lohnt sich, sie von der Praxis derer zu unterscheiden, die eine Wette annehmen und anschliessend auf einen Bruchteil reduzieren.
Wie eine Lucky 31 aufgebaut ist
Eine Lucky 31 ist eine Full-Cover-Wette mit fünf Auswahlen, bei der die Einzelwetten eingeschlossen sind. Die 31 Zeilen verteilen sich so: 5 Einzelwetten, 10 Doppelwetten, 10 Dreierwetten, 5 Vierfachwetten und 1 Fünffachwette.
Diese Aufteilung folgt der Kombinatorik, nicht dem Geschmack. Aus fünf Auswahlen lassen sich zehn Paare, zehn Dreiergruppen und je fünf Vierer- und Fünfergruppen bilden; mit den fünf Einzelwetten ergibt das 5 + 10 + 10 + 5 + 1. Wer eine Auswahl falsch hat, verliert alle Zeilen, in denen sie steckt — aber längst nicht alle 31. Wer zwei falsch hat, behält die Einzelwetten der drei richtigen und die drei Doppelwetten, die sich aus ihnen bilden lassen. Das ist der ganze Trick der Full-Cover-Wette: Sie verzeiht Fehler, aber sie verzeiht keinen Misserfolg. Und sie bezahlt den Trostpreis lieber über die Quote einer Dreierwette als über eine Gutschrift.
Eine Lucky 31 umfasst eine Auswahl mehr als die Lucky 15 mit 4 Auswahlen und 15 Wetten und eine weniger als die Lucky 63 mit 6 Auswahlen und 63 Wetten. Von den dreien ist die mittlere die unauffälligste — und die, bei der Einsatz und Zahl der Trostpreise am ehesten zusammenpassen. Die Lucky 15 verspricht nur vier Auswahlen; die Lucky 63 verdoppelt gegenüber der 31 nicht die Zahl der Auswahlen, sondern die Zahl der Zeilen — sie kostet mehr als das Doppelte, weil jede zusätzliche Auswahl jede bereits vorhandene Kombination mitzieht.
Einzelwette, Doppelwette, Dreierwette — was jede Zeile tut
Die Einzelwetten sind die Zeilen, die den Wettschein im Spiel halten. Wenn drei der fünf Auswahlen aufgehen, und alle drei mit Quoten um 2.00, tragen die drei Einzelwetten zusammen das Sechsfache ihres jeweiligen Einsatzes zurück. Das ist kein Gewinn über die Gesamtinvestition, aber es ist eine Rückkehr, die es bei einer reinen Kombiwette nicht gäbe — dort wäre mit einer falschen Auswahl alles weg.
Die Doppelwetten sind das Rückgrat der Trostlogik. Zehn Paare bedeuten zehn Chancen, dass zwei Auswahlen gleichzeitig ankommen; wer keine Zwei aus fünf richtig hat, hat aber ohnehin nicht auf ein Paket gehören. Die Dreier-, Vierfach- und Fünffachwetten sind das eigentliche Ziel: Sie zahlen im Verhältnis, weil die Quoten multipliziert werden. Ein einziges richtiges Fünferpaket mit fünf Quoten um 2.00 bringt das 32-Fache dieses Zeileneinsatzes. Nur eine einzige dieser Zeilen gibt es. Die Wahrscheinlichkeit, dass genau sie die einzige richtige ist, ist die kleinste auf dem ganzen Wettschein.
Und weil Swisslos die abhängigen Ereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert, ist die Auswahl der fünf Zeilen nicht ganz frei. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer fünf Auswahlen aus dem gleichen Spiel zusammenstellt, sollte das wissen, bevor er es tut.
Quote, Teileinsatz und Gesamteinsatz
Die Quote ist der Preis der Zeile, und bei einer Systemwette entscheidet nicht die eine grosse Quote über das Ergebnis, sondern die Verteilung. Bei einer Kombination ergibt sich die Gesamtquote aus dem Produkt der Einzelquoten. Der Gewinnbetrag ergibt sich bei Sporttip aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Das Abrunden auf 5 Rappen ist keine Nebensache, wenn man 31 Zeilen hat. Aus 31 einzelnen Rundungen wird ein spürbarer Effekt, und er geht immer in die gleiche Richtung: nach unten. Bei einem Spielguthaben, das in Rappen geführt wird, ist das kein Drama, aber es ist ein weiterer kleiner Posten, der zwischen Bruttoquote und Auszahlung verschwindet.
Ein zweiter Posten, der bei Kombinationen gern vergessen wird: Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig — Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Bei einer Lucky 31 trifft das nicht eine Zeile, sondern alle Zeilen, in denen diese Auswahl steckt. Eine einzige abgesagte Partie kann aus einer Zehn-Doppelwetten-Struktur eine Sechs-Doppelwetten-Struktur machen, und das merkt man erst bei der Auszahlung.
Und schliesslich die Frage, was eine Kombination überhaupt auszahlt. Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000; eine Kombiwette umfasst dort 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Die Untergrenze von 1.10 ist der springende Punkt für die Zeilenstruktur. Sie sorgt dafür, dass eine Lucky 31 nicht mit fünf Aussenseitern ohne Preis gebaut werden kann, sondern dass jede Zeile eine ernsthafte Quote trägt — und damit auch jede Doppelwette, die als Trostpreis dienen soll.
Was eine Lucky 31 am Ende auszahlt
Die Beispielrechnung, die diese Frage beantwortet, braucht keine echten Quoten aus dem Wettprogramm, sondern drei plausible Werte. Fünf Auswahlen mit Quoten von 1.50, 2.00, 2.50, 2.00 und 1.50, ein Einsatz von CHF 1 pro Zeile — dann kostet der Wettschein CHF 31, und die Auszahlung hängt davon ab, wie viele Auswahlen aufgehen, nicht davon, wie überzeugend sie aussahen.
*Szenario: keine Auswahl trifft.* Ausgezahlt werden CHF 0, der Einsatz von CHF 31 ist verloren.
*Szenario: genau eine Auswahl trifft.* Zahlt die Auswahl mit der Quote 2.50, bringt ihre Einzelwette CHF 2.50 zurück. Bei Quote 2.00 sind es CHF 2.00. Mehr passiert nicht, weil für eine Doppelwette eine zweite richtige Auswahl fehlt.
*Szenario: zwei Auswahlen treffen.* Die zwei Einzelwetten plus die eine Doppelwette. Treffen 2.00 und 2.50, sind das 2.00 + 2.50 + 5.00 = CHF 9.50. Treffen 1.50 und 2.00, sind es 1.50 + 2.00 + 3.00 = CHF 6.50.
*Szenario: drei Auswahlen treffen.* Drei Einzelwetten, drei Doppelwetten, eine Dreierwette. Treffen 1.50, 2.00 und 2.50, bringt das 6.00 + 11.75 + 7.50 = CHF 25.25 — weniger, als der Wettschein gekostet hat.
*Szenario: vier Auswahlen treffen.* Vier Einzelwetten, sechs Doppelwetten, vier Dreierwetten, eine Vierfachwette. Treffen 1.50, 2.00, 2.50 und 2.00, bringt das 8.00 + 23.50 + 45.00 + 15.00 = CHF 91.50.
*Szenario: alle fünf treffen.* Dann laufen alle 31 Zeilen: 6.00 aus den Einzelwetten, 11.75 aus den Doppelwetten, 75.00 aus den Dreierwetten, 37.50 aus den Vierfachwetten und 7.50 aus der Fünffachwette — zusammen CHF 137.75 bei einem Einsatz von CHF 31.
Der Abstand zwischen dem vierten und dem fünften Szenario ist die eigentliche Botschaft. Für die fünfte richtige Auswahl kommen CHF 46.25 dazu, für die vierte nur CHF 66.25 über dem Dritten — und das sind keine linearen Schritte, sondern Sprünge, weil jede zusätzliche richtige Auswahl eine neue Kombinationsstufe öffnet. Die Spanne reicht damit von CHF 137.75 bei fünf Treffern bis CHF 25.25 bei drei, und nichts dazwischen. Das ist der Grund, warum die Lucky 31 keine Wette für den ist, der «ein bisschen gewinnen» will: Es gibt ganze Ergebnisbereiche, in denen sie weniger zurückzahlt als sie gekostet hat.
Die Beispielquoten sind illustrativ und keine Marktpreise. Genau deshalb zeigt die Rechnung etwas Allgemeingültiges — dass die Auszahlung nicht linear mit der Zahl der Treffer wächst. Bei flacheren Quoten von je 1.50 reduziert sich die Spanne erheblich: Die Volltreffer-Auszahlung sinkt auf deutlich weniger als die Hälfte der Auszahlung bei fünf Treffern, während die Trostpreise aus Einzelwetten stabil bleiben.
Ein Hinweis, der hierher gehört und nirgends sonst: Ein Cash-Out bei Sporttip ist nur als vollständiges Cash-Out möglich, ohne Teilauszahlung, und der angebotene Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden. Wer eine Lucky 31 vorzeitig beenden will, verkauft also alle 31 Zeilen auf einmal, zu einem Preis, den Swisslos setzt. Bei einer Wette, deren ganzer Sinn darin liegt, dass einige Zeilen auch dann noch leben, wenn andere gestorben sind, ist der vorzeitige Verkauf das genaue Gegenteil der Strategie.
Was der Preis jeder Quote mit einer Lucky 31 macht
Jede Quote enthält die Marge des Veranstalters, und bei einer Lucky 31 wird sie 31-mal multipliziert. Das ist keine Warnung, sondern eine Beschreibung der Struktur. Der Quotenschlüssel, also die Auszahlungsquote, ist der Anteil aller Einsätze, den ein Markt zurückzahlt. Bei einem Markt mit zwei Ausgängen und Quoten um 1.90 auf beiden Seiten liegt der Quotenschlüssel unter 100 % und die Marge bei dem Rest. Jede Kombinationsstufe einer Lucky 31 erbt diese Marge aus jeder ihrer Zeilen — wer fünf Quoten multipliziert, multipliziert fünf eingebaute Abschläge mit.
Nun wird die Zahl wieder praktisch. Der Kombiboost bei Sporttip gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Für eine Lucky 31 mit fünf Auswahlen ist das ein Bonus von 5 % auf den Nettogewinn, und keine Zeile dieses Bonussystems hebt die Marge auf, weil 5 % auf den Nettogewinn die Abschläge aus 31 Zeilen nicht ausgleichen. Wer ihn für einen Gegenposten zur Marge hält, hat die Rechnung nicht gemacht. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost ausserdem, und Quoten- wie Profitboosts sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert.
Was bedeutet eine fehlende Marge für eine Lucky 31? Sie bedeutet, dass alle 31 Zeilen mit demselben eingebauten Abstand zwischen wahrer Chance und Preis gerechnet sind. Die Full-Cover-Struktur glättet das Ergebnis, nicht den Abschlag. Das ist keine Anklage — kein Buchmacher arbeitet ohne Marge, und die zwei Schweizer Veranstalter tragen einen gemeinnützigen Zweck, weil die Nettoerlöse nach den Bestimmungen des Geldspielgesetzes öffentlichen Zwecken in den Kantonen zugutekommen. Aber es ist eine Erklärung dafür, warum aus einem Paket mit fünf guten Voraussagen nicht automatisch ein schöner Abend wird.
Viele Anbieter nennen eine Quote «Booste», «Bestquote» oder «verlustfrei». Genau hier lohnt es sich, zweimal hinzuschauen — nicht auf die Zahl, sondern auf ihre Form.
Wo die Marge bei 31 Zeilen am stärksten wirkt
Der stärkste Effekt liegt nicht im Volltreffer, sondern im Mittelfeld. Im Szenario mit drei Treffern beträgt die Auszahlung CHF 25.25 bei einem Einsatz von CHF 31; das ist ein Minus von CHF 5.75, das aus richtigen Voraussagen entstanden ist. Dieses Minus ist der Preis, den die unvermeidbaren Kombinationen der Trostlogik zahlen: Eine Dreierwette, die man unfreiwillig besitzt, ist immer noch eine Wette, und sie trägt immer noch die Marge.
Bei fünf Treffern hingegen tragen die oberen Stufen die Marge offenbar besser — CHF 137.75 gegen CHF 31 Einsatz sieht komfortabel aus. Aber der Anstieg von CHF 91.50 auf CHF 137.75 für die fünfte richtige Auswahl ist pro Voraussage kleiner als die ersten Sprünge: von einer auf zwei richtige Auswahlen verdoppelte sich die Auszahlung, von vier auf fünf wächst sie um die Hälfte. Das ist die kombinatorische Dämpfung — sie erklärt, warum die Lucky 31 bei wenigen Treffern schmerzhaft und bei vielen Treffern angenehm aussieht, ohne dass sich an der Marge etwas geändert hätte.
Deshalb ist die richtige Frage nicht «welche Quote?», sondern «welche fünf Auswahlen?». Die Struktur der Wette belohnt drei gut gewählte, korrelierte Ereignisse aus verschiedenen Wettbewerben mehr als fünf zufällige. Bei drei Doppelwetten, die alle tragen, kommt der Trostpreis aus Quoten-Multiplikation, und das kann man vorher sehen — bei fünf wage gewählten Aussenseitern kommt er aus einem einzigen Kasino-Moment, und dann ist die Wette eine 31-Zeilen-Lotterie über einen Abend geworden.
Systemwetten bei Schweizer Veranstaltern
Die Wahl zwischen den beiden Schweizer Veranstaltern ist bei einer Lucky 31 keine Geschmacksfrage, sondern hängt an drei Strukturen: den Limiten, dem Höchstgewinn und der Bewilligungszone. Die folgende Gegenüberstellung stellt sie zusammen. Die Reihenfolge folgt der Reihenfolge der beiden Bewilligungsträger.
| Kriterium | Swisslos Sporttip | Loterie Romande Jouez Sport |
|---|---|---|
| Bewilligungsstatus in der Schweiz | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51; Aufsicht Gespa | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51; Aufsicht Gespa |
| Veranstalter bzw. Trägerschaft | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel, gestützt auf die IKV 2020 vom 20. Mai 2019 | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Kontaktadresse Avenue de Provence 14, Lausanne |
| Bewilligtes Absatzgebiet | Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu Tessin und Fürstentum Liechtenstein | Sechs Westschweizer Kantone: Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt, Wallis |
| Mindesteinsatz | CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten | online CHF 2; in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2 |
| Höchsteinsatz Einzel- oder Kombinationswette | CHF 1’000 | CHF 500 |
| Höchsteinsatz für eine Systemwette | CHF 10’000 | keine Sonderlimite; ein Wettschein mit Multiples höchstens CHF 7’500 Einsatz |
| Höchstgewinn | nicht in den Limiten geregelt; Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen abgerundet | CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen |
| Spiellimiten der Spielenden | Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage vor der ersten Teilnahme, Oberlimite CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000); freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich | Limiten stattliche Vorgabe; der Veranstalter verlangt Werte für Tages-, Wochen- oder Monatsverluste |
| Trend nach der bisherigen Einordnung | Bevorzugt, wer die höhere Systemwetten-Obergrenze und die höhere Einzelgrenze will; führt in mehr Kantonen und in Liechtenstein | Bevorzugt, wer in der Westschweiz wohnt; die Limiten sind niedriger und der Spielerschutz schärfer kalibriert |
| Untere Quotengrenze je Zeile | nicht als Systemwetten-Regel dokumentiert; Mindestquote 1.10 gilt bei Jouez Sport | Quote der Einzelwette oder Gesamtquote einer Kombi mindestens 1.10, höchstens 100’000 |
Die Tabelle zeigt zwei Dinge, die man beim Lesen von oben nach unten sieht. Erstens: Die Limiten sind nicht nur Zahlen, sondern Ausdruck unterschiedlicher Grössenordnungen. Sporttip erlaubt eine Systemwette bis CHF 10’000 — bei einem Mindesteinsatz von CHF 1 pro Zeile ist das rechnerisch eine Wette, deren 31 Zeilen jeweils über CHF 322 lägen. Jouez Sport mit CHF 7’500 und einer Höchsteinsatzgrenze von CHF 500 für die Einzelzeile kommt auf eine deutlich kleinere Spanne. Das ist keine Wertung des einen Angebots, sondern eine Folge der unterschiedlich grossen Spielerbasen und des unterschiedlich strengen Spielerschutzes. Zweitens: Beide verlangen Selbstverantwortung — die eine strenger formalisiert, die andere schärfer kalibriert.
Die Zeile «Untere Quotengrenze je Zeile» ist in dieser Gegenüberstellung die aufschlussreichste, weil sie das Verhältnis von Regel und Praxis zeigt. Bei Jouez Sport gibt es eine klare Regel von 1.10 bis 100’000 je Einzel- oder Gesamtquote. Bei Sporttip ist eine solche Untergrenze in den Spielregeln nicht als Systemwetten-Regel dokumentiert — eine Lucky 31 mit einer Zeile unter 1.10 ist dort also nicht durch eine Systemwetten-Vorschrift ausgeschlossen, sondern schlicht durch die verfügbaren Quoten. Wer daraus eine Regel ableiten will, liegt falsch; wer aus der Abwesenheit einer Regel eine Erlaubnis ableitet, ebenfalls.
Jouez Sport begrenzt nicht nur den Einsatz, sondern auch den möglichen Ausgang: CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Bei einer Lucky 31 ist die zweite Zahl die relevante, denn sie summiert alle 31 Zeilen. Das ist eine Obergrenze, die in der Praxis kaum je erreicht wird, aber sie zeigt die Denkweise des Veranstalters: Das Risiko wird pro Wettschein begrenzt, nicht pro Zeile.
Die geprüften Veranstalter und ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Die folgenden zehn Marken sind nach denselben Punkten bewertet. Zwei von ihnen sind Schweizer Veranstalter mit Bewilligung, acht sind ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Diese Einteilung ist die wichtigste Information auf der ganzen Seite: Wer eine Lucky 31 mit den Rechten und dem Schutz des Schweizer Rechts spielen will, kommt bei den ersten zwei unter. Wer bei einem der anderen acht anfragt, tut das unter fremdem Recht. Die Reihenfolge der ersten beiden entspricht der Bewilligungslage.
1. Swisslos Sporttip — der einzige Anbieter mit einer Systemwetten-Limite bis CHF 10’000
Sporttip ist eines der zwei Produkte, die in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten dürfen. Hinter ihm steht die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, die ihre Lotterien und Sportwetten auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 stützt — die IKV 2020. Die Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung unter dem BGS, SR 935.51, unter Aufsicht der Gespa. Ein Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet möglich, und es darf nur eines sein: Registrierung ab 18 Jahren, Ausweisprüfung gegen Adressdatenbanken, keine Spielsperre.
Für die Lucky 31 ist die Limitenstruktur das entscheidende Merkmal. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1; der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette liegt bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Diese Differenz ist keine Funktion der Zahl der Auswahlen, sondern eine bewusste Unterscheidung des Produkts: Das Systemwetten-Limit liegt zehnmal so hoch wie das Einzelwetten-Limit, was bei 31 Zeilen den Spielraum deutlich erweitert. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Interessant für Nutzer einer Lucky 31 ist auch, was Swisslos mit den Gewinnen macht: Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen abgerundet. Bei 31 Zeilen ist das die Stelle, an der aus einer theoretischen Quote eine tatsächliche Gutschrift wird — und die Abrundung wirkt bei jeder Zeile einzeln. Wer einen Wettschein auf die Rappen genau kalkuliert, wird an dieser Stelle nie ganz aufgehen; das ist keine Ungerechtigkeit, sondern die übliche Rechenweise des Veranstalters.
Ein Vorbehalt, den man kennen sollte: Wird ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, werden Einzelwetten zurückbezahlt, während in Kombinationswetten die Voraussage Quote 1.00 erhält. Bei einer Lucky 31 heisst das, dass eine einzige abgesagte Partie aus einer Fünfer-Struktur eine Vierer-Struktur macht, in der ein Teil der Zeilen auf 1.00 fällt und faktisch als Einsatz zurückkommt. Die Lucky 31 verliert dadurch nicht ihre Form, aber sie verliert ihre höchsten Stufen — genau die, deren Quote sie interessant machen.
Und noch ein Detail, das nur bei Systemwetten sichtbar wird: Der Kombiboost gilt bei Sporttip nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; für eine Lucky 31 mit fünf Auswahlen sind das 5 % auf den Nettogewinn, bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Fünf Prozent klingen nach wenig, und bei 31 Zeilen sind sie es auch.
Fazit: Die CHF 10’000 für eine Systemwette sind der eigentliche Vorteil von Sporttip, und sie werden erst dann relevant, wenn man mit einem Zeileneinsatz plant, den das Limit von CHF 500 für Einzelwetten ausbremsen würde. Wer mit CHF 1 oder CHF 2 pro Zeile spielt, für den sind die Zahlen der beiden Veranstalter rechnerisch fast deckungsgleich; wer die Grenzen ausloten will, hat bei Sporttip schlicht den weiteren Rahmen.
2. Loterie Romande Jouez Sport — die strengeren Limiten und der Westschweizer Zugang
Jouez Sport wird von der Loterie Romande veranstaltet, ebenfalls unter einer Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem BGS und unter Aufsicht der Gespa. Sie versorgt die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis, nennt als Adresse der Kontaktstelle Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz. Die Westschweiz ist damit der einzige Weg zu diesem Veranstalter: Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt in einem dieser Kantone, ein Konto pro Person, keine Spielsperre.
Bei den Einsätzen ist Jouez Sport das strengere der beiden Häuser. Der Mindesteinsatz online liegt bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Die Obergrenze ist also doppelt gezogen: pro Zeile und pro Wettschein. Bei einer Lucky 31 ist die zweite Grenze die, die man zuerst erreicht — schon bei einem Zeileneinsatz von CHF 240 ist man bei CHF 7’440 angekommen, und mehr geht nicht, gleichgültig, wie oft das Einzelwetten-Limit von CHF 500 auch noch Platz liesse.
Auch beim möglichen Ausgang ist Jouez Sport der begrenztere Anbieter. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Wer fünf Auswahlen mit Quoten wählt, die rechnerisch in diese Höhe laufen könnten, sollte die Summe über alle 31 Zeilen im Kopf überschlagen. Zusätzlich verlangt Jouez Sport eine Mindestquote: Die Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Für Nutzer einer Lucky 31 ist die Mindestquote von 1.10 die praktisch wirksamste Regel des ganzen Katalogs. Sie verhindert, dass eine Zeile mit einer Quote unter 1.10 im System mitläuft, und sie sorgt dafür, dass jede Doppelwette, die als Trostpreis dienen soll, überhaupt etwas wert ist. Wer eine Auswahl mit einer Quote von 1.05 einbauen wollte, um die anderen vier zu «schützen», findet hier eine Grenze statt einer Diskussion.
Fazit: Die CHF 7’500 pro Wettschein sind die Schranke, die einen Lucky-31-Wettschein früh zuklappt, und die Mindestquote von 1.10 ist die Regel, an der man merkt, wie sehr dieses Haus die Zeilenqualität vor die Zeilenzahl stellt. Für Westschweizer Spielende mit kleinem Zeileneinsatz ist das kein Hindernis — für die, die auf eine hohe Gesamtquote zielen, ist es die engste Stelle des Schweizer Angebots.
Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Die folgenden acht Marken sind für Schweizer Spielende erreichbar, aber keine von ihnen hat eine Schweizer Bewilligung. Nach dem Grundsatz, dass Wetten nur bei den beiden bewilligten Veranstaltern abgeschlossen werden dürfen, handelt es sich bei ihnen um Anbieter, deren Bewilligung in der Schweiz keine Geltung hat. Das ist nicht nur ein rechtliches Detail, sondern der Punkt, an dem sich entscheidet, ob die Lucky 31 überhaupt unter Schweizer Schutz läuft. Die Einordnung ist eine Beschreibung der rechtlichen Lage, keine Empfehlung.
3. IviBet — ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
IviBet ist eine Marke für Schweizer Spielende, ohne Schweizer Bewilligung. Eine Veranstalterbewilligung oder Spielbewilligung nach dem BGS liegt nicht vor; eine ausländische Bewilligung hat hier keine Geltung. Das bedeutet konkret: keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Möglichkeit, dass die Domain über die Sperrliste der Gespa blockiert wird. Wer hier eine Lucky 31 platziert, tut das auf Grundlage der Geschäftsbedingungen dieses Anbieters, nicht des Schweizer Rechts — und die Bewertung einer Systemwette unter fremden Regeln ist immer eine Bewertung fremder Regeln.
4. bet365 — ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Auch bet365 ist ohne Schweizer Bewilligung tätig. Nach dem BGS dürfen nur die beiden Schweizer Veranstalter Sportwetten anbieten; eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung, und ein Bezug zum Schweizer Sperrregister besteht nicht. Für die Lucky 31 heisst das eine praktische Konsequenz, die man selten liest: Es gibt keine Schweizer Aufsicht über die Regeln, nach denen die 31 Zeilen abgerechnet werden. Ob eine abgesagte Partie eine Zeile auf 1.00 setzt, ob eine Kombination ungültig erklärt werden kann, ob Cash-Out angeboten wird — nichts davon ist in der Schweiz nachprüfbar. Der Anbieter ist bekannt, sein Umgang mit Systemwetten in der Schweiz ist es nicht.
5. Jackbit — ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Jackbit gehört zur Gruppe der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Eine Bewilligung nach BGS liegt nicht vor, und die Domain kann über die Sperrliste der Gespa blockiert werden. Wer dort eine Lucky 31 spielen will, findet dieselben Bedingungen wie bei den anderen Marken dieser Gruppe — die Regeln des Anbieters, keine Schweizer Aufsicht, keine Verbindung zum Sperrregister. Das ist keine Aussage über die Qualität des Angebots, sondern über den Rahmen, in dem es stattfindet. Die Domain kann jederzeit geblockt werden, und nach den Erfahrungen mit Domain-Hopping können solche Adressen innerhalb von Stunden wechseln.
6. Sportaza — ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Sportaza ist ohne Schweizer Bewilligung im Markt, und das gilt auch für die hier besprochene Wettart. Für eine Lucky 31 relevant ist dabei weniger die Zulassung selbst als ihre Folge: keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Rechtsschutz, kein Bezug zum Sperrregister. Wer eine Systemwette mit 31 Zeilen platziert, delegiert die gesamte Abrechnungslogik an die Regeln des Anbieters — und diese Regeln sind in der Schweiz nicht überprüfbar. Wer sicher sein will, dass die eigenen 31 Zeilen nach Schweizer Massstab abgerechnet werden, muss zu einem der beiden bewilligten Veranstalter.
7. HornetBet — ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
HornetBet fällt in dieselbe Kategorie: ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, keine Geltung einer ausländischen Bewilligung in der Schweiz, keine Verbindung zum Sperrregister. Bei einer Lucky 31 ist die zentrale Unbekannte die Abrechnung der Kombinationsstufen. In der Schweiz regelt das Geldspielgesetz die Fragen der Spielzeit, der abgesagten Ereignisse und der Ungültigkeit; ausserhalb der Schweiz regelt das der Anbieter. Die Domain wiederum ist blockierbar, und die Aufnahme in die Sperrliste ist nicht das Ergebnis eines Gerichtsverfahrens, sondern eine Massnahme der Aufsicht.
8. Bahigo — ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Bahigo ist ein weiterer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Das Wissen um die eigene Wette, die Berechenbarkeit der Auszahlung und der Zugang zu einem Rechtsweg liegen damit ausserhalb der Schweiz. Wer eine Lucky 31 mit fünf Auswahlen plant, sollte sich dieser Struktur bewusst sein: Die 31 Zeilen werden nach fremden Regeln berechnet, und die Quote, mit der eine Zeile multipliziert wird, wird nicht durch Schweizer Aufsicht kontrolliert — auch nicht bei den beiden bewilligten Veranstaltern, aber dort gibt es wenigstens eine Aufsicht.
9. FortuneJack — ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
FortuneJack ist ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung tätig. Bei einer Lucky 31 ist die interessante Frage nicht, ob der Anbieter Kombiwetten annimmt, sondern zu welchen Bedingungen: ob abgesagte Ereignisse mit Quote 1.00 in Kombinationen einfliessen, ob eine ungültige Kombination den Einsatz zurückgibt, und wie hoch ein Systemwetten-Limit liegt. Bei den beiden Schweizer Veranstaltern sind diese Fragen in Regelwerken niedergelegt, die öffentlich einsehbar und durch die Aufsicht überprüfbar sind. Hier nicht. Von aussen ist das nicht bewertbar, und es gibt keine Schweizer Stelle, die es bewertet.
10. Coolzino — ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Coolzino schliesst die Liste der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Für die Lucky 31 heisst das: keine Schweizer Aufsicht, kein Bezug zum Sperrregister, und eine Domain, die über die Sperrliste der Gespa blockiert werden kann. Wer sein Spiel langfristig plant, sollte die Tatsache, dass eine Wette in der Schweiz nur bei zwei Veranstaltern zulässig ist, nicht als Formalität behandeln — sie ist die Grenze zwischen einem Wettgeschäft, das einer Aufsicht unterliegt, und einem, das es nicht tut.
Wo die Grenze in der Praxis verläuft
Zwischen den beiden Gruppen liegt keine Geschmacksfrage, sondern eine andere Rechtsordnung. In der Schweiz bedeutet eine bewilligte Sportwette: eine Aufsicht durch die Gespa, eine Liste bewilligter Sportarten und Wettarten, eine Identitätsprüfung bei der Eröffnung des Kontos, Auszahlungen nur auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers, und keinen Kredit an Spielende. Ausländische Anbieter arbeiten nach eigenen Hausregeln, ohne diese Aufsicht. Das ist keine Behauptung über ihre Zahlungsmoral, sondern eine Beschreibung dessen, was im Streitfall gilt.
Ein Detail, das viele nicht wissen: Weil in der Schweiz Auszahlungen immer nur auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers möglich sind, gibt es hier keine anonyme Auszahlung und keine Auszahlung in Kryptowährungen bei bewilligten Sportwetten. Wer also eine Lucky 31 spielen will, ohne seinen Namen mit dem Gewinn zu verbinden, wird bei den Schweizer Veranstaltern nicht fündig — und das ist der bewusste Preis des Schutzes, nicht sein Versehen.
Aussedem lohnt es sich, die Sperrliste der Gespa nüchtern zu betrachten. Sie existiert seit dem 3. September 2019 als erste Liste, und am Ende des Jahres 2025 umfasste sie 671 Domains. Sie sperrt ausländische Domains über den DNS der Schweizer Telekom-Anbieter. Blockierte Domains werden jedoch innerhalb von Stunden ersetzt — dieser Domain-Hopping genannte Vorgang führt dazu, dass eine blockierte Adresse schnell durch eine neue abgelöst wird. Die Sperrliste ist damit kein Filter, der einen entschlossenen Nutzer aufhält, sondern ein Signal über den Charakter des Angebots.
Was die Steuerfrage angeht, ist die Lage bei Schweizer Anbietern verhältnismässig einfach: Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag je Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000; für das Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Es gibt keinen Schweizer Steuersatz auf dem Einsatz. Bei Gewinnen aus ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an, aber die kantonale Praxis kann sie je nach Kanton anders behandeln — die Steuerverwaltung des Kantons Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen. Wer grenznah spielt oder bewusst einen ausländischen Anbieter wählt, sollte das bei der Steuererklärung einordnen.
Wenn die 31 Zeilen zum Limit werden
Eine Lucky 31 hat eine Eigenschaft, die sie von einer Einzelwette unterscheidet: Der Einsatz verteilt sich, das Risiko nicht. CHF 31 sind im Spiel, egal ob die Wette in einer Minute entschieden ist oder sich über einen Abend zieht, und die Bindung entsteht nicht durch eine grosse Voraussage, sondern durch die Anzahl der Zeilen. Genau dort setzt der Spielerschutz an.
Die Kernregel in der Schweiz ist konsequent dezentral: Die Limiten setzt der Spielende, nicht der Staat. Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst mit Verzögerung — gesetzlich nach 24 Stunden, Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bestimmungen 72 Stunden an. Bei Swisslos konkret: Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren; zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Eine Erhöhung greift erst nach 72 Stunden.
Für eine Lucky 31 ist diese Reihenfolge die entscheidende. Wer die Verlustlimite erst nach dem Wettschein setzt, hat sie zu spät gesetzt: CHF 31 sind bereits gebunden, und 31 Zeilen sind nicht mehr einzeln zu streichen. Wer umgekehrt vorher weiss, dass der Monatsverlust bei CHF 100 liegen soll, merkt sofort, dass eine Lucky 31 pro Abend nicht dreimal möglich ist.
Ein zweites Standbein ist die Spielsperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer sich freiwillig sperrt, muss wissen, dass die Aufhebung an eine Frist gebunden ist und dass die Sperre nicht auf Sporttip beschränkt bleibt, sondern das gesamte Schweizer Angebot umfasst.
Eine Zahl sollte man trotzdem kennen: Die Gespa führte 2025 Testkäufe durch, bei denen an 200 Verkaufsstellen eine Sportwette verkauft wurde — in 47,5 % der Fälle an eine minderjährige Person. Wer sich bei einer Systemwette auf die Kontrolle am Schalter verlässt, verlässt sich nicht auf eine strenge Kontrolle. Das ist die Kehrseite der Bewilligungspflicht: Sie schützt die, die sich schützen lassen, und die Prüfung am Schalter ist nicht ihr starkes Instrument.
Einsatz und Gewinn sind für ausgeschlossene oder minderjährige Personen nicht einbringbar — sie haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Und wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten; das gilt bei Sporttip ausdrücklich. Bei einer Full-Cover-Wette auf fünf Auswahlen ist das kein akademischer Hinweis: Fünf Auswahlen sind fünf Gelegenheiten, versehentlich in eine gesperrte Konstellation zu geraten.
Wer eine Lucky 31 als Unterhaltung für einen Abend betrachtet, hat mit diesen Werkzeugen mehr, als er braucht. Wer sie öfter spielt, sollte die Limiten als Teil der Strategie begreifen und nicht als Formular, das man ausfüllt, um an die Wette zu kommen.
Das System, der Rechner und die Quote
Der Wunsch nach einem Lucky-31-Wettrechner ist leicht erklärt: 31 Zeilen lassen sich nicht mehr im Kopf sauber überschlagen, und die kombinatorische Logik dahinter — 5 Einzelwetten, 10 Doppel, 10 Dreier, 5 Vierfach, 1 Fünffach — verleitet dazu, die Summe zu gross zu schätzen. Wer einmal mit dem Taschenrechner über einen echten Wettschein geht, merkt schnell, dass die 31 Zeilen nicht 31 gleichwertige Wetten sind, sondern ein sehr asymmetrisches Bündel: Die fünf Einzelwetten tragen den kleinsten Betrag, die Fünffachwette den grössten, und dazwischen liegen zehn Paare und zehn Dreier.
Die Rechnung, die dieser Wettschein verlangt, ist deshalb keine Gewinnrechnung, sondern eine Einsatzrechnung. Der Gesamteinsatz ist Zeilenzahl mal Zeileneinsatz, Punkt. Der Rest ist die Frage, welche Stufen durch welche Anzahl richtiger Auswahlen getragen werden. Die Tabelle im Abschnitt «Das System, der Rechner und die Quote» zeigt diese Verteilung — sie ist der eigentliche Inhalt eines Lucky-31-Rechners, und sie ist, im Gegensatz zu den Quoten, unabhängig vom Wettprogramm.
| Richtige Auswahlen | Zahl der zahlenden Zeilen | Betroffene Stufen |
|---|---|---|
| 1 | 1 | 1 Einzelwette |
| 2 | 3 | 2 Einzelwetten, 1 Doppelwette |
| 3 | 7 | 3 Einzelwetten, 3 Doppelwetten, 1 Dreierwette |
| 4 | 15 | 4 Einzelwetten, 6 Doppelwetten, 4 Dreierwetten, 1 Vierfachwette |
| 5 | 31 | alle 31 Zeilen |
Diese Verteilung macht eine Sache sichtbar, die man beim Setzen leicht übersieht: Die Zahl der zahlenden Zeilen wächst mit der Zahl der Treffer — aber erst ab drei Treffern so, dass die Auszahlung überhaupt über den Gesamteinsatz kommt. Zwei Treffer zahlen drei Zeilen, drei Treffer sieben, vier Treffer fünfzehn, fünf Treffer einunddreissig. Der Sprung zwischen zwei und drei Treffern ist der grösste im Verhältnis; der Sprung zwischen vier und fünf Treffern ist der grösste in absoluten Zahlen. Die Wette hat damit einen Punkt, an dem sie kippt — und der liegt nicht bei der Hälfte der Treffer, sondern darüber.
Wer den Rechner selbst bedienen will, braucht drei Grössen: die Quote jeder Auswahl, die Zahl der Zeilen pro Stufe und den Einsatz pro Zeile. Alles andere ist Multiplikation und Addition. Was der Rechner nicht liefert, ist eine Antwort auf die Frage, ob die Auswahl der fünf Zeilen sinnvoll ist — und das ist die Frage, an der sich entscheidet, ob aus einem System ein Gewinn oder ein Trostpreis wird.
Ein Trostpreis ist dabei nicht wertlos, und genau deshalb existiert die Full-Cover-Struktur. Bei zwei Treffern zahlt eine Lucky 31 bereits drei Zeilen — eine Rückkehr also, die eine reine Kombiwette auf dieselben fünf Auswahlen nie geboten hätte. Bei drei Treffern sind es sieben. Der Preis dieser Rückkehr ist die grössere Zahl von Einsätzen, und letzten Endes ist es eine Geschmacksfrage, ob man Fehler mit Trostpreisen abfedern will — solange man weiss, dass man sie abfedert und nicht mit einer Quote 1.10.
Was Lucky 31 von Lucky 15 und Lucky 63 unterscheidet
Die drei Varianten stehen in einer Reihe, und der Unterschied liegt nicht nur in der Zahl der Auswahlen, sondern in der Geschwindigkeit, mit der Einsatz und Höchstgewinn wachsen. Eine Lucky 15 setzt vier Auswahlen und 15 Zeilen, eine Lucky 31 fünf Auswahlen und 31 Zeilen, eine Lucky 63 sechs Auswahlen und 63 Zeilen. Die Zahl der Zeilen verdoppelt sich bei jedem Schritt — genauer: sie ergibt sich als 2ⁿ − 1, wobei n die Zahl der Auswahlen ist.
Was auf den ersten Blick nach einer gleichmässigen Reihe aussieht, ist in Wahrheit eine progressive. Von Lucky 15 auf Lucky 31 verdoppelt sich der Einsatz, und die Zahl der Trostpreis-Stufen wächst: Die Lucky 31 hat eine Vierfachwette, die Lucky 15 nicht. Von Lucky 31 auf Lucky 63 verdoppelt sich der Einsatz erneut, und es kommt die Sechser-Stufe hinzu — aber mit jeder zusätzlichen Auswahl multiplizieren sich nicht nur die Zeilen, sondern auch die Fehler, die durch eine einzige falsche Voraussage entstehen. Die Lucky 63 verliert bei einer falschen Auswahl proportional mehr Zeilen als die Lucky 31.
Wer im Vergleich der drei bestätigt bekommt, dass die mittlere Variante die vernünftige ist, bestätigt damit nur die Struktur. Die Frage ist nicht «mehr ist besser», sondern «wie viele Auswahlen verträgt mein Budget». Bei einem Mindesteinsatz von CHF 1 pro Zeile kostet die Lucky 31 CHF 31, bei CHF 2 bereits CHF 62. Die Lucky 15 mit CHF 15 bzw. CHF 30 ist deutlich erschwinglicher, und sie zahlt bei vier Treffern alle 15 Zeilen — eine schlankere Struktur für denselben Mechanismus. Die Lucky 63 ist das, was man wählt, wenn man sechs Auswahlen für stark genug hält, das zusätzliche Risiko zu tragen.
Was die drei Varianten vereint: Es gibt bei keiner eine Zeile, deren Quote unabhängig berechnet wird. Jede Stufe multipliziert die Einzelquoten, und bei beiden Schweizer Veranstaltern gibt es eine Reihe von Regeln zu abgesagten Ereignissen, zur Spielzeit und zum Kombinationsverbot abhängiger Ereignisse, die jede Zeile treffen kann. Je mehr Zeilen, desto mehr Berührungspunkte mit diesen Regeln.
Wann eine Lucky 31 die passende Wette ist
Der Moment, in dem eine Lucky 31 die richtige Entscheidung ist, lässt sich klar beschreiben. Man ist von fünf Ereignissen überzeugt, aber nicht von allen gleich stark; man will nicht mit einer einzigen Fehlprognose alles verlieren; man akzeptiert, dass der Einsatz pro Abend deutlich über dem einer Einzelwette liegt. Wer diese drei Sätze bejaht, für den ist die Full-Cover-Struktur genau gebaut.
Der Moment, in dem sie falsch ist, ist genauso klar. Man hält fünf Voraussagen für «ziemlich sicher» und will ihren Gewinn multiplizieren; man spielt mit einer Quote, die man auf einer Bonusseite gesehen hat; man will mit CHF 5 «dabei sein». Die Lucky 31 belohnt keine dieser Absichten. Sie belohnt Toleranz für Fehler, und sie verlangt dafür einen Einsatz, der selbst ein Limit ist.
Weil die Wette in der Schweiz nur bei zwei Veranstaltern möglich ist, sind es genau zwei Adressen, an denen sie platziert werden kann. Sporttip ist der Ort für grosse Systemwetten mit hohem Zeileneinsatz, weil nur dort die Systemwetten-Limite bei CHF 10’000 liegt. Jouez Sport ist der Ort für vorsichtigere Beträge in der Westschweiz, mit strikteren Obergrenzen und einer Mindestquote von 1.10, die jede Zeile ernst nimmt. Beide verlangen, dass man die Limiten vor dem Wettschein setzt, und beide binden einen an ein Gebiet, weil eine bewilligte Wette ein Bewilligungsgebiet hat.
Was bleibt, ist eine nüchterne Rechnung. Fünf Auswahlen mit Quoten wie 1.50 und 2.50 ergaben in der Beispielrechnung CHF 137.75 bei allen fünf Treffern und CHF 25.25 bei drei. Zwischen diesen beiden Zahlen liegt das ganze Versprechen dieses Systems, und es gehört zu einer Lucky 31, dass man beide kennt, bevor man auf «Wette platzieren» tippt — nicht danach.
Häufige Fragen zur Lucky 31
Was ist eine Lucky 31 Wette, und wie viele Auswahlen braucht sie?
Eine Lucky 31 ist eine Systemwette auf genau fünf Auswahlen, bei der die Einzelwetten eingeschlossen sind. Der volle Umfang beträgt 31 einzelne Wetten: 5 Einzelwetten, 10 Doppelwetten, 10 Dreierwetten, 5 Vierfachwetten und 1 Fünffachwette. Eine Auswahl mehr oder weniger ergibt eine andere Variante der Full-Cover-Wette.
Wie verteilen sich die 31 Wetten auf die einzelnen Stufen?
Die 31 Zeilen bilden die vollständige Kombinatorik über fünf Auswahlen. Fünf Einzelwetten, dazu zehn Paare, zehn Dreiergruppen, fünf Vierergruppen und die eine Fünfergruppe. Diese Aufteilung ist unabhängig von den Quoten und vom Veranstalter; sie ergibt sich allein aus der Zahl fünf. Ein Wettrechner bildet darüber die Auszahlung ab.
Worin unterscheiden sich Lucky 15, Lucky 31 und Lucky 63?
Sie unterscheiden sich in der Zahl der Auswahlen und damit der Zeilen: Die Lucky 15 hat 4 Auswahlen und 15 Wetten, die Lucky 31 hat 5 Auswahlen und 31 Wetten, die Lucky 63 hat 6 Auswahlen und 63 Wetten. Die Zahl der Zeilen folgt der Formel 2ⁿ − 1, verdoppelt sich also mit jeder zusätzlichen Auswahl.
Wie lässt sich der Gesamteinsatz einer Lucky 31 berechnen?
Der Gesamteinsatz ergibt sich aus der Zahl der Zeilen mal dem Einsatz pro Zeile, bei 31 Zeilen also aus dem 31-Fachen des gewählten Zeileneinsatzes. Bei Swisslos Sporttip beginnt dieser bei CHF 1 pro Zeile, bei Jouez Sport online bei CHF 2; der Höchsteinsatz wird in beiden Häusern zusätzlich begrenzt.
Welche Einsatzgrenzen gelten bei Jouez Sport?
Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3 und für Multiples bei CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn liegt bei CHF 300’000 je Wette.
Was bedeutet die Marge im Preis jeder Quote für ein Paket aus vielen Wetten?
Jede Quote enthält den Abschlag des Veranstalters, und bei einer Systemwette steckt er in jeder der 31 Zeilen. Bei Kombinationen multipliziert sich dieser Abschlag mit jeder Stufe, und die Zahlungsquote eines Marktes ist der Anteil aller Einsätze, der zurückfliesst. Die Full-Cover-Struktur glättet das Ergebnis, nicht den Abschlag selbst.
Sind Wetten auf eine Lucky 31 in der Schweiz nur bei zwei Anbietern möglich?
Ja. Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel, und die Kantone haben die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Bei jedem anderen Anbieter handelt es sich nicht um eine bewilligte Schweizer Wette, unabhängig davon, welche ausländische Bewilligung er vorweisen kann.
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Inhalt erstellt vom Team «dreiwegwetten.com»
