Online Bundesliga wetten in der Schweiz – nur zwei Veranstalter, und beide haben einen Preis

Updated Oktober 2026
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Stand: 29. Oktober 2026 — geprüft gegen die Bewilligungen und Spielregeln von Swisslos (Sporttip) und der Loterie Romande (Jouez Sport) sowie gegen die veröffentlichten Angaben der Gespa als Aufsichtsbehörde.

Ein Fussball liegt auf dem Anstosspunkt eines frisch gemähten Rasens, dahinter eine grosse Tribüne unter bewölktem Himmel
Die Fussball-Bundesliga wird mit 18 Vereinen ausgetragen, die in Hin- und Rückspielen gegeneinander antreten; eine Saison hat 34 Spieltage, ein Sieg bringt drei Punkte.

Wer «Bundesliga-Wetten Schweiz» in die Suchzeile tippt, landet fast immer auf einer Seite, die ihm ein Willkommenspaket verkaufen will. Das ist die erste Merkwürdigkeit dieses Themas: Das Angebot, das dort beworben wird, darf in der Schweiz gar nicht veranstaltet werden. Wer hierzulande auf ein Bundesliga-Spiel setzen will, hat genau zwei Adressen zur Auswahl — Sporttip, das Sportwettenprodukt der Swisslos, und Jouez Sport von der Loterie Romande. Nicht drei, nicht zehn. Zwei. Dazwischen liegen ausserdem keine Nuancen, sondern Kantonsgrenzen: Wer in Zürich wohnt, kommt an Jouez Sport nicht heran, wer in Genf wohnt, nicht an Sporttip.

Das ist keine Fussnote, sondern die Bedingung, unter der dieses Thema überhaupt existiert. Jede Quote, jeder Bonus, jeder Tipp auf einer Seite, die eine dritte Marke als Schweizer Anbieter ausgibt, gehört zu einem Veranstalter ohne hiesige Bewilligung — mit allen Folgen, die das für Auszahlung, Steuer und Streitfall hat. Wer das einmal verstanden hat, liest die Bundesliga-Quoten anders: nicht als Wettbewerb um den besten Preis, sondern als Frage, was die zwei erlaubten Anbieter liefern und was ein ausländischer Anbieter einem abnimmt.

Die zweite Sache, die man wissen muss, bevor man einen Franken setzt: Die Bundesliga selbst hat eine sehr regelmässige Form, und das ist für Wettende kein Vorteil, sondern der Grund, warum die Marge so gleichmässig verdient wird. 18 Vereine, Hin- und Rückrunde, 34 Spieltage, drei Punkte pro Sieg — ein Format, das seit 1963 läuft und dessen Wahrscheinlichkeiten der Markt entsprechend sauber bepreist. Die Saison 2025/26 begann am 22. August 2025 mit dem 6:0 des FC Bayern München gegen RB Leipzig, der 34. Spieltag stand am 16. Mai 2026 an, die Relegation am 21. und 25. Mai 2026. Meister wurde der FC Bayern München, vorzeitig am 30. Spieltag, mit 89 Punkten. Diese Zahlen sind nicht die Pointe, sondern das Rohmaterial: Aus ihnen baut jeder eine Prognose, und aus jedem Bau dieser Art zieht der Veranstalter seine Marge.

Die zehn Anbieter im Vergleich: Bewilligung, Veranstalter, Auszahlung

Die Liste, an der entlang dieser Text arbeitet, hat zwei Hälften, die man nie vermischen darf. Oben stehen die zwei Veranstalter, die in der Schweiz Sportwetten durchführen dürfen — beide mit einer Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, beide unter Aufsicht der Gespa. Darunter stehen acht ausländische Marken, die Schweizer Spielende in Suchresultaten und auf Werbebannern antreffen: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anbindung ans hiesige Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsschutz. Sie werden hier nach denselben Merkmalen eingeordnet wie die zwei lizenzierten und ausdrücklich als das beschrieben, was sie sind — Referenzpunkte, keine Empfehlung.

Ein aufgeschlagenes Notizbuch mit handgeschriebenen Spalten und ein Bleistift neben einer Tasse Kaffee auf einem Holztisch am Morgen
Der FC Bayern München wurde Deutscher Meister der Bundesliga-Saison 2025/26, sicherte sich den Titel am 30. Spieltag vorzeitig und beendete die Saison mit 89 Punkten auf Platz 1.
Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Sportwetten unter dem Namen Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande; Produkt Jouez Sport
Rabona keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Interwetten keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
AmunRa keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Wettigo keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
ZotaBet keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
BillyBets keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
BetFury keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Gamdom keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Was die Spalte mit der gemeldeten Bewilligung bei den acht unteren Zeilen bedeutet, ist im Kern eine Rechtsfrage und keine Formalität. Eine ausländische Bewilligung — ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder irgendwo sonst — entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Der Anbieter, der sie vorzeigt, organisiert in der Schweiz trotzdem ohne Bewilligung, und das ist nach Art. 130 BGS strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Den Spielenden trifft keine Strafe. Nur: Wer ohne Bewilligung spielt, spielt ohne Aufsicht, und Einsätze wie Gewinne können in einem Verfahren gegen den Veranstalter beschlagnahmt werden.

Die interessante Zeile der Tabelle ist deshalb keine einzelne Marke, sondern die Tatsache, dass siebenmal derselbe Eintrag steht. Wer die acht unteren Anbieter nebeneinanderlegt, sieht keine Unterschiede bei der Bewilligung, weil es keine gibt — die Differenzierung findet in den Abschnitten «Limiten, Sperren und Pausen» sowie «Bonus, Gratiswette, Quotenboost» statt, bei den Dingen, die ein Anbieter selbst regelt.

Worum es beim Bundesliga-Wetten wirklich geht: Quoten, Regeln und die Sache mit der Marge

Die Fussball-Bundesliga wird von DFB und Ligaverband gemeinsam veranstaltet; die erste Austragung war die Saison 1963/64, der erste Spieltag am 24. August 1963. 18 Vereine treten in Hin- und Rückspielen gegeneinander an, 34 Spieltage, drei Punkte für einen Sieg, zwei Absteiger direkt, der Tabellensechzehnte in die Relegation gegen den Dritten der 2. Bundesliga. Der FC Bayern München ist mit 34 Titeln Rekordmeister, Gerd Müller mit 365 Toren Rekordtorschütze. Für Wettende heisst das: Ein Format, das sich jedes Jahr fast identisch wiederholt, produziert Datenmengen, an denen sich Form und Heimvorteil einigermassen verlässlich abschätzen lassen. Genau dort sitzt die Marge. Was der Markt gut einschätzen kann, daran verdient er stetig und ohne grosse Schwankung.

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt auf einer Steinmauer, dahinter ein Alpental im Abendlicht
Der FC Bayern München ist mit 34 Bundesliga-Titeln Rekordmeister der Fussball-Bundesliga.

Ein Blick auf die Saison, die gerade zu Ende gegangen ist, zeigt, was aus diesen Daten folgt. In der Bundesliga-Saison 2025/26 fielen 990 Tore, im Schnitt 3,24 pro Spiel, bei einem Zuschauerschnitt von 42’304. Torschützenkönig wurde Harry Kane vom FC Bayern München mit 36 Toren. Der FC Bayern sicherte sich den Titel bereits am 30. Spieltag und beendete die Saison mit 89 Punkten auf Platz 1. Für die Champions League qualifizierten sich FC Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und der VfB Stuttgart; Platz 5 berechtigt zur Gruppenphase der Europa League, Platz 7 zu den Play-offs der Conference League. Abgestiegen sind der 1. FC Heidenheim und der FC St. Pauli direkt, der VfL Wolfsburg über die Relegation nach einer Niederlage gegen den SC Paderborn 07; aufgestiegen zur Saison 2025/26 waren der Hamburger SV und der 1. FC Köln. Die acht Mannschaften an den beiden Enden der Tabelle sind für den Wettmarkt wertvoller als die zehn in der Mitte: Dort, wo die Erwartungen auseinandergehen, entstehen Quoten, die sich rechnen lassen.

Und dann ist da noch die Sache mit der Quote selbst. Eine Quote ist kein Preis für ein Ereignis, sondern eine Wahrscheinlichkeit mit eingebauter Gebühr. Rechnet man die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge eines Marktes zusammen, kommt man über 100 Prozent heraus; der Überschuss ist die Marge des Veranstalters. Beim heimischen Markt in dieser Liga sieht man meist drei bis sechs Prozent, beim Auswärtsmarkt mitunter etwas mehr. Das klingt nach wenig und ist es auch pro Wette — bis man es über eine Saison multipliziert.

Wie sich Marge an einem Dreiweg-Markt nachrechnen lässt

Nehmen wir einen illustrativen 1X2-Markt auf ein Bundesliga-Spiel mit den Quoten 2.10 auf Heimsieg, 3.40 auf Unentschieden und 3.60 auf Auswärtssieg. Das sind Beispielzahlen, keine tatsächlich angebotenen Kurse. Die impliziten Wahrscheinlichkeiten sind 1 ÷ 2.10 = 47.6 Prozent, 1 ÷ 3.40 = 29.4 Prozent und 1 ÷ 3.60 = 27.8 Prozent. Zusammen ergibt das 104.8 Prozent, und die Auszahlungsquote dieses Marktes liegt damit bei 95.4 Prozent — die Marge des Veranstalters beträgt 4.6 Prozent.

Man kann dieselbe Rechnung mit weniger handsympathischen Zahlen wiederholen: Bei Quoten von 2.00, 3.30 und 3.50 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 94 Prozent, also eine Marge von ungefähr 6 Prozent. Die Marge eines Dreiweg-Marktes in dieser Liga bewegt sich unter normalen Umständen also in einem Band von etwa vier bis sechs Prozent, und die Lage innerhalb dieses Bandes hängt davon ab, wie scharf der Veranstalter kalkuliert und wie sehr er eine bestimmte Seite des Marktes attraktiv erscheinen lassen will. Der eine Ausgang, auf den mehr Geld fliesst, wird beim Preis gedrückt; dann sieht der Markt scheinbar grosszügiger aus, als er ist.

Diese 4.6 Prozent sind ein statistischer Durchschnitt über sehr viele Wetten, keine Vorhersage für eine einzelne. Wer CHF 100 auf einen Heimsieg zu 2.10 setzt und gewinnt, bekommt CHF 210 zurück, also CHF 110 Nettogewinn, und merkt von der Marge nichts. Genau das ist die Konstruktion: Die Marge wird dem Spielenden nie abgezogen, sie steckt schon im Preis. Bei zehn Wetten zu je CHF 100 auf denselben Markt liegt der durchschnittlich erwartete Verlust bei rund CHF 46 über die zehn Wetten hinweg — nicht als Rechnung auf dem Konto, sondern als statistischer Mittelwert. Deshalb ist ein Vergleich von Bundesliga-Quoten in der Schweiz kein Vergleich von Angeboten, sondern eine Frage von Bruchteilen innerhalb einer ohnehin schmalen Spanne.

Was in der Schweiz erlaubt ist — und was eine Seite ohne Bewilligung kostet

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e) und werden von der Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern — nicht von der ESBK, die nur für Casinos zuständig ist. Eine Bewilligung verlangt eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS) und «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Weitere bewilligte Wettanbieter gibt es nicht, und die Gespa veröffentlicht deshalb auch keine Liste zusätzlicher Bewilligungen, sondern nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Der Reingewinn geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen (Art. 125 BGS).

Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft) hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); Sporttip läuft im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein — zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Die Folge für einen Wettenden ist unmittelbar: Der Wohnort entscheidet über das Konto. Für die Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Ein Wohnsitz in Bern hilft also nicht für Jouez Sport, ein Wohnsitz in Neuenburg nicht für Sporttip. Wer an der Kantonsgrenze wohnt, hat die Wahl; alle anderen haben sie nicht.

Erlaubt ist ausserdem längst nicht jeder Markt. Die Gespa führt eine abschliessende Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS): Qualifikationsrunden nur, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Rangierungswetten nur, wenn die Rangierung über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet, niemals Wetten auf Trainingsläufe. Auf der Liste finden sich weder Eckball- noch Kartenmärkte und keine Esport-Sektion. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat — das BGS schränkt live nicht auf bestimmte Märkte ein. Cash-out ist überhaupt nicht reguliert und damit reine Sache des jeweiligen Anbieters.

Das Steuerthema ist kürzer, als die meisten erwarten. Gewinne aus einem in der Schweiz erlaubten Grossspiel sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei und werden erst darüber besteuert; der eidgenössische Freibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Der kantonale Freibetrag weicht davon ab — «je nach Kanton» ist hier die einzige ehrliche Formulierung. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt. Ein normaler Wettender bleibt mit jedem realistischen Gewinn deutlich darunter und zahlt weder Einkommen- noch Verrechnungssteuer. Anders die ausländische Seite: Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis etwa im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine Wettsteuer auf Einsätze gibt es in der Schweiz nicht. Für den eigenen Fall gilt: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.

Bleibt die unangenehmste Konsequenz. Wer bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung setzt, hat keinen Zugang zum Schweizer Sperrregister, kein hiesiges Aufsichtsbeschwerderecht und keine Schweizer Ansprechstelle, wenn eine Auszahlung ausbleibt. Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS-Sperre blockieren (Art. 86–93 BGS; erste Liste vom 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025) — blockierte Domains werden innert Stunden durch neue ersetzt, ein Vorgang, den die Gespa Domain-Hopping nennt. Eine Sperre der Zahlungswege gibt es in der Schweiz nicht: Weder Banken noch Kartennetzwerke blockieren Zahlungen an unerlaubte Wettseiten, und wer etwas anderes liest, liest eine Legende. Verantwortungsvolle Anbieter zahlen Gewinne und Guthaben ausserdem nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers aus (Art. 50 Abs. 2 VGS); anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Sportwettenangebot nicht, und Kredite an Spielende sind verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS).

Was das Geld aus den Sportwetten mit einem selbst zu tun hat

Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die damit Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und die Sporthilfe unterstützt. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Jahr 2024. Man kann das als Marketinggeschichte lesen, oder als Mechanik: Was beim Sporttip-Spielenden als Marge verschwindet, taucht zu einem guten Teil in einem kantonalen Fonds wieder auf. Der Betrag ist nicht verschwunden, er hat nur das Vorzeichen gewechselt. Für die Bewertung der zwei lizenzierten Veranstalter ist das ein Argument für ihre Legitimität und kein Argument für ihre Quoten.

Für die Marge des Anbieters ist es allerdings ein starkes Argument. Ein Veranstalter, der einen Teil seines Ertrags an öffentliche Zwecke abführt, hat keinen Spielraum, auf Marge zu verzichten. Wer hier das kantonal beste Angebot sucht, sucht innerhalb eines Systems, das nicht auf Preiswettbewerb gebaut ist, sondern auf Gebietsschutz: Swisslos im Osten und Süden, Loterie Romande im Westen, und dazwischen keine Wahl. Diese Struktur erklärt, warum die Quoten beider Häuser kaum je überraschen.

Limiten, Sperren und Pausen — die Regeln, die eine lange Saison tragen

Die Spielerschutzvorgaben in der Schweiz sind ungewöhnlich, weil sie die Limiten nicht vom Staat, sondern von den Spielenden selbst setzen lassen. Der Veranstalter muss von jedem Spielenden einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen (Art. 87 VGS). Eine feste gesetzliche Einzahlungsgrenze kennt die Schweiz nicht.

Konkret heisst das bei Sporttip: Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und von CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Nach Gesetz arbeitet eine Erhöhung nach 24 Stunden; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Die Wartezeit ist die eigentliche Sperre — nicht die Zahl.

Daneben steht die Spielsperre (Art. 80–82 BGS): die Sperre überschuldeter oder spielsuchtiger Personen und die Selbstsperre, eingetragen in einem gesamtschweizerischen Register der gesperrten Personen. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in diesem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Spielsperre kann erst nach drei Monaten wieder aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Ein Punkt, den man nicht beschönigen sollte: Die Gespa führte 2025 Testkäufe durch, und an Verkaufsstellen wurde in 47.5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Der Schutz am Schalter ist also nicht streng, und wer annimmt, das System fange jeden auf, sollte diese Zahl kennen. Der Schutz im Online-Konto — Registrierung mit 18 Jahren, Ausweisprüfung, ein Konto pro Person, Sperrregister — ist die belastbarere Seite des Systems. Daher gilt: Wer seine Limiten selbst setzt, setzt sie am besten an dem Tag, an dem die Saison noch offen ist, und nicht nach drei verlorenen Spieltagen.

Bonus, Gratiswette, Quotenboost — was in der Schweiz überhaupt möglich ist

Wer eine Gratiswette sucht, muss den Umweg über das Gesetz verstehen. Gratisspiele und Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Es gibt also Gratisangebote bei den lizenzierten Veranstaltern, aber in einem genehmigten und damit begrenzten Rahmen. Beträge und Bedingungen ergeben sich ausschliesslich aus den eigenen Bedingungen des jeweiligen Veranstalters — und die Höhe eines Bonus entscheidet nichts, solange die Bedingungen, unter denen er freigespielt werden muss, nicht danebenstehen.

Bei Sporttip gehören dazu die Quotenboosts, deren Konstruktion man kennen sollte, weil sie zeigt, wie ein Bonuswort funktioniert. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Und: Bei einem Cash-out verfällt der Boost.

Das ist der entscheidende Satz für den Umgang mit solchen Angeboten. Ein Boost, der an eine Bedingung gebunden ist, ist nur so viel wert wie die Wahrscheinlichkeit, dass die Bedingung nicht eintritt, und der Cash-out ist genau die Handlung, die viele Wettende während eines knappen Spiels ergreifen wollen. Ein «erhöhter Nettogewinn» ist im Übrigen kein erhöhter Einsatz und keine Erstattung: Er verschiebt den Auszahlungsbetrag bei einem Sieg, nicht die Chance darauf.

Für ausländische Marken gibt es zu diesem Punkt nichts zu vergleichen, weil sie keine Schweizer Bewilligung haben und die Schweizer Bonusregeln für sie nicht gelten. Ein Willkommenspaket, das in einem Fenster aufpoppt, ist kein Angebot, das in der Schweiz veranstaltet werden darf.

Livewetten, Cash-out und die Sekunden, die zählen

Livewetten sind der Teil des Angebots, an dem sich die Zeitwahrnehmung von Wettenden und Veranstaltern am stärksten unterscheidet. Bei Sporttip gilt eine Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis überhaupt live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. Und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer in der Sekunde des Elfmeterpfiffs auf ein Tor setzt, sollte diese Regel kennen: Die Wette kann mit der Quote 1.00 zurückkommen, also ohne Gewinn und ohne Verlust, weil der Ausgang in dem Moment schon feststand. Das ist keine Willkür, sondern die technische Antwort auf die Latenz zwischen Fernsehbild und Wettserver.

Cash-out ist der zweite Mechanismus, bei dem die Erwartung und die Bedingungen auseinanderlaufen. Bei Sporttip gibt es Cash-out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-out nicht für alle Wetten anbieten.

Der Betrag ist also nicht der halbe Weg zum Gewinn, sondern der Preis, den man für den Ausstieg zahlt. Er liegt systematisch unter dem, was eine durchgehaltene Wette einbringen würde, und das ist keine Unfreundlichkeit, sondern die Gegenleistung für das Risiko, das der Veranstalter übernimmt. Wer oft aussteigt, zahlt diese Differenz oft. Wer nie aussteigt, hat den Mechanismus nicht nötig. Beides ist eine Entscheidung, aber nur die erste hat einen Preis, den man in Franken messen kann.

Wie eine Prognose entsteht — und warum keine sicher ist

Eine Bundesliga-Prognose ist keine Vorhersage, sondern eine Wahrscheinlichkeitsschätzung, die gegen eine Quote gehalten wird. Die Rohstoffe dafür stehen in jedem Spieltag: Form der letzten Spiele, Aufstellung und Ausfälle, Heimvorteil, Belastung durch englische Wochen, die Bedeutung der Partie für ein Saisonziel. Aus diesen Rohstoffen entsteht eine eigene Wahrscheinlichkeit. Ist sie höher als die implizite Wahrscheinlichkeit in der Quote — 1 ÷ Quote —, ist der Markt aus Sicht dieses Modells zu grosszügig bepreist. Das ist die sogenannte Value-Wette, und sie ist keine Wette auf einen Sieger, sondern eine Wette auf die Differenz zwischen zwei Zahlen.

Der Massstab für diese Differenz ist die Marge, die bereits im Markt steckt. Bei einer Auszahlungsquote von rund 95 Prozent müssen Wetten dieser Art über eine lange Serie deutlich mehr als die Hälfte der Fälle treffen, um die Gebühr zu überholen — und das ist der Grund, warum die meisten Modelle scheitern, nicht an der schlechten Auswahl, sondern an der Gebühr. Wer die 4 bis 6 Prozent Marge eines Dreiweg-Marktes nicht in seine Rechnung aufnimmt, rechnet optimistisch und setzt pessimistisch.

Die zweite Grösse ist der Einsatz. Einsatzdisziplin heisst nicht, kleine Beträge zu setzen, sondern den Betrag an einer Grösse zu befestigen, die nicht der Meinung des Tages folgt. Das eigene Verlustlimit ist genau diese Grösse — es steht fest, bevor die Saison beginnt, und es kennt die Aufholjagd nach drei verlorenen Wetten nicht. Wer eine Serie mit dem Ziel der Rückgewinnung spielt, hat nicht die Quoten gegen sich, sondern sich selbst.

Und schliesslich: Es gibt keine sicheren Bundesliga-Tipps, und wer einen verkauft, verkauft die Differenz zwischen Determinismus und Wahrscheinlichkeit. Die Saison 2025/26 liefert eine saubere Illustration. Der FC Bayern München war ab dem 30. Spieltag Meister, 89 Punkte, das liest sich im Rückblick wie eine Zwangsläufigkeit. Vor dem ersten Spieltag war es das nicht, und die Quoten auf die Meisterschaft waren entsprechend keine Gewissheit. Wer heute die Saison 2025/26 als Beweis für irgendetwas ausgibt, argumentiert mit dem Ergebnis nach dem Ergebnis. Genau so funktioniert die Masse der Prognoseseiten; man erkennt sie daran, dass sie sich nie auf einen kommenden Spieltag festlegen müssen.

Was bleibt, ist eine Reihenfolge. Erst die Regel des Veranstalters lesen — Mindesteinsatz, Wettschluss, reguläre Spielzeit, Bewertung bei Livewetten. Dann die eigene Wahrscheinlichkeit bilden. Dann die Quote dagegen halten. Dann den Einsatz aus einer festen Grösse wählen. Wer diese Reihenfolge umdreht und mit dem Einsatz beginnt, hat den Teil des Prozesses nach vorn gelegt, in dem die Kontrolle am geringsten ist.

Was alles auf dem Wettschein steht: Dreiweg, Handicap, Langzeitwetten

Die Bundesliga bietet mehr Märkte als den Klassiker auf Sieg, Unentschieden oder Niederlage. Die Dreiweg-Wette ist deshalb der Standard für diese Liga, weil ein Unentschieden hier ein eigenes Ergebnis ist und keine Ausnahme — anders als in Sportarten, in denen ein Remis selten oder ausgeschlossen ist. Rechnerisch heisst das, dass ein Dreiweg-Markt drei Ausgänge hat und die Marge sich über drei Quoten verteilt.

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (etwa Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf ein Pokalspiel oder ein Relegationsspiel setzt, sollte diesen Satz gelesen haben, bevor er das Ergebnis für sich verbucht.

Daneben stehen Handicap-Wetten, bei denen ein fiktiver Vorsprung den Markt ausgleicht, Kombinations- und Systemwetten, bei denen mehrere Partien zu einem Wettschein verbunden werden, Torschützenkönig-Wetten, Meisterschafts- und Abstiegswetten sowie die Frage der Trainerentlassung. Bei Kombinations- und Systemwetten multiplizieren sich die Quoten der Einzelwetten zum Gesamtpreis — und mit ihnen die Marge. Bei drei Legs zu je rund 4.6 Prozent Marge trägt der Wettschein die Marge dreimal, weil jede Leg einzeln bepreist wird. Das ist die Konsequenz, die Kombiwetten so teuer macht, ohne dass der Wettschein eine Zeile darüber zeigt.

Bei den Einsätzen gelten bei Sporttip klare Grenzen: Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für Verlustlimiten sind das keine Limits, sondern Einsatzobergrenzen pro Wette — die beiden Zahlen stehen in derselben Rubrik und meinen nichts Ähnliches. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; unter 18-Jährige sind ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Der Spielplan als Kalender: Aufstieg, Abstieg, Europa

Der Bundesliga-Spielplan ist nicht Kulisse, sondern die Bedingung, unter der eine Wette überhaupt sinnvoll ist. Die letzten beiden Mannschaften steigen direkt in die 2. Bundesliga ab, der Tabellensechzehnte spielt Relegation gegen den Dritten der zweiten Liga. Für die Champions League qualifizieren sich aus dieser Liga die ersten vier, Platz 5 berechtigt zur Gruppenphase der Europa League, Platz 7 zu den Play-offs der Conference League. Wer die englische Woche kennt, kennt auch die Partien, in denen ein Spitzenteam vor einem Europapokal-Abend rotiert, und Partien, in denen eine Mannschaft, deren Saisonziel schon erreicht ist, gegen eine spielt, für die es noch um alles geht.

Die Wertigkeit einer Partie verändert jeden Markt. Das Schlüsselspiel am 33. oder 34. Spieltag zwischen zwei Mannschaften im Abstiegskampf ist eine statistisch andere Begegnung als dieselben zwei Mannschaften im November. Dort wird oft vorsichtig gespielt, weil ein Punkteverlust beiden mehr nützt als ein Sieg einem allein. Wer auf Tore setzt, sollte den Spieltag kennen, an dem Tore am wenigsten wert sind.

Am Saisonende stehen ausserdem die Entscheidungen, die am schwersten zu bepreisen sind: Die Meisterschaft war 2025/26 fünf Spieltage vor Schluss entschieden — für den Markt ein Vorteil, weil sich die Ausgänge der anderen Partien danach neu bewerten lassen. Abstiegskampf und Relegation dagegen laufen bis zum Schluss, und die Relegation im Mai ist ein Zweiweg-Markt mit einer anderen Dynamik als der Ligaalltag.

Und noch ein Punkt zur zweiten Liga, weil sie in der Suche mitläuft: Die Saison 2025/26 brachte mit dem Hamburger SV und dem 1. FC Köln zwei Aufsteiger in die höchste Liga; beide Klubs kehrten damit in ein Umfeld zurück, in dem die Quoten auf sie von Beginn an vorsichtig gesetzt wurden. Die Kaderstärke eines Aufsteigers ist in der Sommerpause schwerer zu schätzen als im November.

Die zehn Anbieter einzeln

Swisslos Sporttip: der Veranstalter mit der grössten Kantonsabdeckung

Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel und betreibt Lotterien und Sportwetten auf der Grundlage der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Sporttip deckt die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein ab — das ist mit Abstand das grösste Vertragsgebiet der Schweiz, und wer im Mittelland oder im Osten wohnt, kommt praktisch nicht daran vorbei.

Für den Preis heisst das wenig Gutes. Ein Veranstalter mit einem so grossen, geschützten Gebiet steht unter keinem Quotendruck, und die hohen Zuschauerzahlen der Liga selbst — 42’304 im Schnitt — bedeuten ein grosses, gut informiertes Wettpublikum, gegen das ein Veranstalter keine grosszügigen Preise anbieten muss. Wo man Sporttip dagegen ernst nehmen muss, ist bei den Regeln: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 bei Einzel- und Kombinationswetten, CHF 10’000 bei Systemwetten, Änderung der Limiten jederzeit möglich. Für einen Spielenden mit grossen Einzelwetten ist die CHF-1’000-Grenze die praktisch relevanteste Zahl des ganzen Angebots.

Die Selbstsperre kann bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage gesetzt werden, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Sperre landet im schweizweiten Register und gilt auch für Casinos. Das ist die stärkste Ausstiegsklausel im hiesigen Markt. Verlustlimiten müssen vor der ersten Teilnahme gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für unter 21-Jährige; Erhöhungen greifen erst nach 72 Stunden. Die Struktur ist nicht grosszügig, aber sie ist funktional: Die Verzögerung tut, was sie soll.

Loterie Romande Jouez Sport: derselbe Rahmen, ein anderes Territorium

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis. Die Organisation nennt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Rechtlich steht sie auf derselben Grundlage wie Swisslos — Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem BGS, Aufsicht durch die Gespa, Sportwetten als Grossspiel —, und formal bekommt ein Wettender aus der Westschweiz hier exakt dasselbe Angebot in einem anderen Gewand.

Die Grösse des Netzes ist der eigentliche Unterschied und keiner, der beim Wetten hilft. 2’350 Verkaufsstellen sind Vertrieb, nicht Preis. Wer auf der Suche nach Bundesliga-Quoten Sporttip und Jouez Sport vergleicht, wird zwei Häuser finden, die aus derselben Marktlogik kalkulieren. Wer heute in Freiburg wohnt, hat keine Alternative zu Jouez Sport, und wer in Zürich wohnt, hat keine Alternative zu Sporttip. Aus dieser Konstellation folgt, dass die Wahl zwischen den beiden keine Wahl zwischen zwei Angeboten ist, sondern eine Frage der Postadresse.

Was Jouez Sport zugutekommt, ist der engere Markt: Ein kleineres Publikum und sechs Kantone bedeuten weniger scharf kalkulierte Massenmärkte und mitunter mehr Aufmerksamkeit für Nischenmärkte. Das ist kein Beweis für bessere Quoten und auch keiner für schlechtere, sondern eine Plausibilität. Wer sie überprüfen will, hält die Quoten desselben Spieltags von zwei Bildschirmen aus nebeneinander.

Rabona: ausländische Marke, Schweizer Regeln greifen nicht

Rabona ist eine Marke ohne Schweizer Bewilligung. Allein Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten veranstalten; eine Bewilligung, wie sie Rabona gegebenenfalls meldet, ist in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS). Eine Anbindung an das Schweizer Sperrregister besteht nicht, es gibt keinen Schweizer Rechtsschutz, und die Domains können auf der Sperrliste der Gespa landen und per DNS-Sperre blockiert werden.

Für einen Wettenden bedeutet das: Bei einer ausbleibenden Auszahlung gibt es keine Schweizer Stelle, an die man sich wenden könnte. Wer bereit ist, ein Konto bei einer Marke zu führen, deren Sitz und Bewilligungslage in der Schweiz keine Wirkung haben, sollte die Auszahlungspraxis vor dem ersten Einsatz testen und nicht danach. Das ist ein Vorgang, der bei den zwei bewilligten Veranstaltern entfällt.

Interwetten: auf der Sperrliste bekannt

Interwetten ist eine Marke ohne Schweizer Bewilligung, und sie ist in diesem Zusammenhang keine neutrale Erwähnung: Die Gespa nennt Interwetten als Beispiel für Domain-Hopping, also für Domains, die nach einer Blockierung innert Stunden unter neuer Adresse wieder auftauchen. Für den Schweizer Wettenden heisst das, dass die Erreichbarkeit der Seite nichts über ihre Zulässigkeit aussagt. Wer dort ein Konto führt, führt es bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anbindung ans Sperrregister und ohne Schweizer Rechtsschutz.

Der praktische Punkt ist nicht moralisch, sondern buchhalterisch. Ausländische Gewinne unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis kann sie als steuerbares Einkommen behandeln, unabhängig von der Höhe. Wer dort gewinnt, muss die Zahl selbst deklarieren und selbst einordnen — niemand tut es für ihn.

AmunRa: kein Schweizer Veranstalter, kein Schweizer Verfahren

AmunRa ist eine Marke ohne Schweizer Bewilligung. Die Rechtslage ist dieselbe wie bei jeder der ausländischen Marken hier: Eine im Ausland erteilte Erlaubnis hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS), eine Anbindung an das Sperrregister besteht nicht, und die Domains können blockiert werden. Für den Bundesliga-Wettenden ist entscheidend, dass ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Verfahrenswege eröffnet — kein Aufsichtsbeschwerderecht, keine hiesige Stelle für Streitigkeiten über eine Wette.

Wer solche Angebote trotzdem prüft, prüft besser die Vertragsbedingungen als die Quoten, weil die Bedingungen die einzige Regelgrundlage sind, die hier überhaupt gilt.

Wettigo: Anbieter ohne Bewilligung, Regeln ohne Schweizer Rahmen

Wettigo trägt keine Schweizer Bewilligung; Sportwetten darf hierzulande nur veranstalten, wer im Besitz der entsprechenden Bewilligungen nach dem BGS ist. Die Marke ist damit nach denselben Merkmalen einzuordnen wie die übrigen ausländischen Anbieter: keine Anbindung ans Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, Blockierung der Domains möglich.

Ein Bundesliga-Wettschein bei einem solchen Anbieter kann technisch einwandfrei funktionieren. Er funktioniert nur unter den Bedingungen des Veranstalters und keiner Schweizer Aufsicht, und dieser Unterschied zeigt sich nicht in der Quote, sondern im Streitfall und in der Steuererklärung.

ZotaBet: ausländisches Angebot, keine Schweizer Aufsicht

ZotaBet ist eine Marke ohne Schweizer Bewilligung. Für Schweizer Spielende heisst das: kein Zugang zum Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Beschwerdewege, und die Möglichkeit, dass Domains auf der Sperrliste der Gespa erscheinen und blockiert werden.

Wer auf Bundesliga-Märkte setzt, findet hier womöglich eine breitere Auswahl an Märkten als bei den zwei bewilligten Veranstaltern, deren Angebot durch die abschliessende Liste der Gespa begrenzt ist — keine Eckball- und Kartenmärkte, keine Esport-Sektion. Der Preis dieser Breite ist der Verzicht auf genau den Rahmen, der in der Schweiz Schutz und Steuerfreiheit bis zum Freibetrag begründet. Das ist der eigentliche Vergleich, und er fällt nicht über die Quote.

BillyBets: Marke ohne Bewilligung mit Schweizer Domain-Nähe

BillyBets ist eine Marke ohne Schweizer Bewilligung. Eine Schweizer Bewilligung liegt nicht vor, und eine ausländische Erlaubnis entfaltet hier keine Wirkung (Art. 4 BGS). Die Domains können auf der Sperrliste erscheinen; ein Zugang, der gestern funktioniert hat, ist morgen vielleicht blockiert.

Die Konsequenz für einen Spielenden ist der Ausstieg: Wer sein Guthaben bei einer Marke hält, deren Zulässigkeit sich jederzeit ändern kann, sollte das Guthaben nicht als Sparkonto behandeln. Bei den zwei bewilligten Veranstaltern stellt sich die Frage nicht.

BetFury: kein Schweizer Veranstalter, Blockierung möglich

BetFury ist eine Marke ohne Schweizer Bewilligung; in der Schweiz dürfen nur Swisslos und die Loterie Romande Sportwetten veranstalten. Eine Anbindung an das Schweizer Sperrregister besteht nicht, Schweizer Rechtsschutz ebenfalls nicht, und die Domains können per DNS-Sperre blockiert werden.

Für die Bundesliga bedeutet das: Der Wettende beschafft sich keinen Zugang zu einem Markt, der ihm sonst verschlossen wäre, sondern einen Vertrag unter ausländischem Recht mit allen Folgen für Auszahlung und Steuer. Wer die Marke trotzdem nutzt, sollte wenigstens die steuerliche Seite nicht vergessen.

Gamdom: ausländische Marke am Rand des Schweizer Angebots

Gamdom trägt keine Schweizer Bewilligung. Damit gilt für diese Marke dasselbe wie für jede ausländische im Feld: keine Schweizer Aufsicht, kein Sperrregister, kein hiesiger Rechtsschutz, Blockierung der Domains möglich. Der Bundesliga-Wettmarkt, den ein solcher Anbieter zeigt, unterliegt nicht der abschliessenden Liste der Gespa — was nach mehr aussieht und weniger Schutz bedeutet.

Wer bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung auf die Bundesliga setzt, sollte die Auszahlung vor dem Einsatz prüfen, nicht danach.

Häufige Fragen zum Bundesliga-Wetten in der Schweiz

Nur bei zwei: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide halten eine Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz und stehen unter Aufsicht der Gespa. Welcher der beiden in Frage kommt, entscheidet der Wohnsitz, denn jedes Haus bedient nur sein eigenes Kantonsgebiet.

Sind Meister-, Absteiger- und Torschützenkönig-Wetten bei Sporttip und Jouez Sport zu finden?

Ja, Langzeitwetten dieser Art gehören zum Angebot der beiden bewilligten Veranstalter, und Cash-out ist bei Sporttip ausdrücklich auch für Langzeitwetten möglich. Die Gespa-Liste der bewilligten Wettarten setzt den Rahmen: Rangierungswetten nur, wenn die Rangierung über einen internationalen Startplatz oder das Podest entscheidet.

Was gilt als reguläre Spielzeit, wenn auf Sieg, Unentschieden oder Niederlage gewettet wird?

Bei Sporttip zählt die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei einem Relegations- oder Pokalspiel kann das den Wettschein entscheiden, weshalb die Regel vor dem Einsatz gelesen werden sollte.

Wie viel Marge steckt in den Quoten eines Bundesliga-Spieltags?

Bei einem Dreiweg-Markt mit drei Ausgängen liegt die Auszahlungsquote typischerweise bei rund 94 bis 95 Prozent, die Marge also bei vier bis sechs Prozent. Man schätzt sie ab, indem man die Kehrwerte aller Quoten addiert: Alles über 1 ist die Marge des Veranstalters.

Gibt es sichere Bundesliga-Tipps, und wie baut sich eine Prognose auf?

Sichere Tipps gibt es nicht, weil niemand ein Sportergebnis kennt. Eine Prognose entsteht aus Form, Aufstellung, Heimvorteil und Bedeutung der Partie, wird als eigene Wahrscheinlichkeit gegen die implizite Wahrscheinlichkeit der Quote gehalten und bleibt eine Schätzung. Wer die Marge nicht einrechnet, rechnet optimistisch.

Was bedeutet es, bei ausländischen Seiten zu wetten, und was regelt die Sperrliste der Gespa?

Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung. Der Spielende riskiert den Verlust von Einsatz und Gewinn in einem Verfahren gegen den Veranstalter, hat keinen Zugang zum Sperrregister und Gewinne sind kantonal steuerbar. Die Sperrliste der Gespa erfasst ausländische Domains, die Telekom-Anbieter per DNS blockieren.

Inhalt erstellt vom Team «dreiwegwetten.com»