US Open Wetten aus der Schweiz: zwei erlaubte Wege, zehn geprüfte Angebote

Updated Oktober 2026
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Wer in Zürich oder Genf nach einer Quote auf den Turniersieger sucht, landet nicht in einem offenen Markt, sondern in einem der engsten Wettmärkte Europas. Zwei Veranstalter dürfen Sportwetten anbieten, jeder nur in seinem Gebiet, und dazwischen liegt eine Liste erlaubter Sportarten und Wettarten, die das Angebot von oben begrenzt. Die Ausgabe 2026 ist längst entschieden — Alexander Zverev gewann das Herreneinzel, Jelena Rybakina das Dameneinzel —, der Blick gilt also der nächsten Auflage.

Ein hohes Tennisstadion mit geschlossenem Dach, von innen beleuchtet, leere Sitzreihen umschliessen den blauen Hartplatz.
Das Arthur Ashe Stadium, der Hauptplatz der US Open, fasst 23'771 Sitzplätze, wurde 1997 eröffnet und erhielt 2016 ein schliessbares Dach für 180 Millionen US-Dollar.

Stand: 29. Oktober 2026 · Bewilligungen geprüft gegen die Veranstalterbewilligungen und Spielbewilligungen nach dem Geldspielgesetz sowie die Aufsicht der Gespa.

Verlustlimiten, Pausen und Sperren: was die langen Turnierwochen begrenzt

Zwei Wochen Grand Slam sind zwei Wochen mit einem Live-Angebot, das praktisch rund um die Uhr läuft. Wer nachts um drei auf ein Fünf-Satz-Match setzt, hat keinen Gegner ausser sich selbst. Genau darum beginnt der verantwortungsvolle Umgang mit Wetten nicht bei der Quote, sondern bei einer Zahl, die man vorher festlegt und nachher nicht mehr bewegen kann.

Limiten setzt man selbst, nicht der Staat

Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für einen, sieben und dreissig Tage festlegen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter einundzwanzig Jahren bei CHF 1’000. Wer seine Limite senken will, tut das sofort; wer sie erhöhen will, wartet 72 Stunden. Dazu kommt eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils dreissig Tage, die ebenfalls der Spieler selbst wählt.

Die Konstruktion ist eine Antwort auf eine Eigenheit des Schweizer Rechts, die viele falsch erinnern. Das Gesetz verlangt vom Veranstalter, dass er einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat verlangt — es nennt aber keine Zahl. Eine gesetzliche feste Einzahlungsgrenze gibt es in der Schweiz nicht. Die Limite ist eine Pflicht auf beiden Seiten und eine Entscheidung auf einer: die des Wettenden.

Der Richtungsunterschied zwischen Senken und Erhöhen ist der eigentliche Wirkmechanismus. Sofort nach unten, erst nach drei Tagen wieder nach oben. In diesen 72 Stunden passiert etwas, das an der Quote niemand sieht: Die Lust auf eine höhere Limite hatte Zeit, sich an einem normalen Montag zu messen. Manche hält das durch, viele nicht.

Die Spielsperre, und was ein Register mit Casinos zu tun hat

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für einen bis hundertachtzig Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Sperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt dann auch für Casinos einschliesslich der Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer sich einmal unbefristet sperrt, hat also nicht nur einen Anbieter aus seinem Leben gestrichen.

Ein freiwilliger Ausschluss lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Ein von Gesetzes wegen angebotener Unterbruch reicht bis zu sechs Monaten.

Wer gesperrt ist oder zu jung war, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Das klingt hart und ist es auch — es ist die schärfste Kante im Schweizer Spielerschutz.

Was die Zahlen über die Kontrolle am Verkaufspunkt sagen

Die Gespa führt Testkäufe durch. Bei einer Erhebung im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Der Schweizer Schutz ist bei den Instrumenten stark aufgestellt und bei der Durchsetzung an der Theke nicht, und mit dieser Spannung muss man leben, statt sie wegzurechnen.

Am eigenen Spielerkonto sieht die Sache anders aus. Online gelten Einundzwanzig als untere Limite für die reduzierte Höchstlimite, und die Identität wird geprüft. Der Unterschied zwischen einer geprüften Kontoeröffnung und einem Verkauf ohne grosse Kontrolle ist in der Praxis gross genug, um die Wahl des Weges mitzubestimmen.

Ein Konto pro Person, keine Ausnahmen

Die Online-Registrierung bei Swisslos verlangt mindestens achtzehn Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Wer eine Spielsperre offen hat, wird abgewiesen. Jede Person darf sich nur einmal registrieren, die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis gelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Zwei Konten für eine Person existieren nicht.

Für einen Haushalt mit zwei Volljährigen heisst das zwei Ausweise, zwei Prüfungen, zwei getrennte Verläufe. Für einen Haushalt mit einem unter achtzehnjährigen Tennisfan heisst es: kein Konto, und der Versuch, eines zu eröffnen, endet an der Ausweiskontrolle.

Der Schweizer Weg und seine zwei Preise

Die zwei Preise dieses Modells sind Geschwindigkeit und Auswahl. Jede neue Limite nach oben kostet drei Tage, jede Registrierung kostet einen Ausweis, und jeder Veranstalterwechsel im Gebiet kostet den Wohnsitzwechsel. Dafür kommt nichts aus dem Nichts.

Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung stehen diese Instrumente nicht zur Verfügung. Keine Verlustlimite in diesem Zuschnitt, kein Eintrag im Register, das auch für Casinos gilt, keine Beschwerde bei einer Schweizer Aufsicht. Was ein solches Angebot an Grenzen mitbringt, steht in seinen eigenen Bedingungen, und die liest man selbst.

Quoten, Marge und Wettarten beim Tennis

Beim Tennis gibt es keine drei Ausgänge, und kein 1:1. Es gibt einen Sieger und einen Verlierer. Diese Einfachheit macht die Quoten vergleichbarer als in den meisten anderen Sportarten, und sie macht die Marge sichtbarer, weil sie durch weniger Ausgänge durchmuss.

Wie die Quote auf den Turniersieger überhaupt entsteht

Die Quote ist kein Orakel. Sie ist ein Bild der Wahrscheinlichkeiten, die alle Wetten zusammen auf ein Ereignis legen, gedreht um den Anteil, den der Veranstalter für sich einbehält. Die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes ergibt den Auszahlungsschlüssel — den Anteil aller Einsätze dieses Marktes, den das Buch zurückzahlt. Die Marge ist der Rest.

Für einen Markt mit zwei Ausgängen und einer Quote von 1.90 auf beiden Seiten addieren sich die Kehrwerte 0.5263 und 0.5263 zu 1.0526. Der Auszahlungsschlüssel liegt also bei rund 95 %, die Marge bewegt sich bei solchen Märkten typischerweise in einem Band von 5 % bis 8 %. Diese Spanne ist kein Betrag, der den Leser schockieren soll; sie ist die Betriebsgrundlage eines Angebots ohne separaten Gebührenposten. Je nach Markt und Sportart liegt die Marge in dieser Grössenordnung oder darüber — ein Ausgang, ein Handicap oder eine Kombination verlangen ihren Preis, und ein Markt mit zwei Ausgängen ist der Vergleichsmassstab, an dem sich ein komplizierterer messen muss.

Bei einem Favoriten von 1.20 auf den Turniersieger ist derselbe Effekt noch deutlicher zu spüren: Von hundert Franken Einsatz fliessen zwanzig Franken Bruttogewinn, und darin sitzt der Anteil des Veranstalters bereits mit drin. Wer eine Quote anschaut, weil sie hoch ist, sollte die Frage nach dem Auszahlungsschlüssel mitbringen.

Was eine Senkung des Schlüssels für den Spielenden bedeutet

Der Auszahlungsschlüssel ist die stille Grösse, die jeden Gewinn vor jeder Steuer kürzt. Bei einem Markt mit 95 % Rückzahlung wandern fünf Franken von hundert Franken Einsatz in den Apparat, unabhängig davon, ob die Wette gewinnt oder verliert. Bei einem Markt mit einem schlechteren Schlüssel wandert mehr.

Das heisst nicht, dass kleine Margen automatisch gute Wetten sind. Es heisst, dass bei zwei identisch eingeschätzten Ereignissen die Wette auf das Ereignis mit dem besseren Schlüssel die bessere Wette ist, und dass eine reizvolle Quote in einem schlechter bezahlten Markt ein Teil ihres Reizes wieder verliert.

Wettarten, die beim Tennis üblich sind

Bei Sporttip gibt es die Einzelwette, die Kombiwette und die Systemwette; der Mindesteinsatz für eine Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Die Limiten stehen nicht fest im Gesetz, sondern in den Bedingungen des Veranstalters. Wer drei Sätze mit je einem Einsatz in einer Systemwette kombiniert, arbeitet in einem anderen Zahlenraum als jemand mit einer Zehnfranken-Einzelwette — und beide Zahlenräume sind Teil desselben Angebots. Dasselbe gilt für Quotenboosts, die nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage gelten, und für Profitboosts, die den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz erhöhen: Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Was der Boost gibt, nimmt die Auszahlungslogik an anderer Stelle zurück.

Der Kombiboost folgt derselben Bauweise: nur online, Prematch, Live und Systemwetten, mit mindestens vier Voraussagen zu je mindestens 1.50, und der Bonus auf den Nettogewinn steigt von 5 % bei vier über 20 % bei sieben und 40 % bei zehn bis 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, mit Limits auf Einsatz und Gewinnerhöhung. Zwischen vier und fünfzehn Voraussagen liegt also dieselbe Angebotsfamilie in vier Ausfertigungen.

Der Tiebreak bis 10 Punkte und was er für Satzwetten heisst

Seit 2022 gilt im Entscheidungssatz — dritter Satz bei den Damen, fünfter bei den Herren — bei einem 6:6 ein Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Von 1971 bis 2021 endete jeder Satz mit einem Tiebreak bis 7 Punkte.

Für Satz- und Handicapmärkte ändert dieser Unterschied die Länge des Ereignisses, auf das gewettet wird. Ein Entscheidungssatz kann länger dauern als die vier Sätze vor ihm, und ein Spieler mit schwächerem Aufschlag hat in einem Zehn-Punkte-Tiebreak mehr Gelegenheiten, seinen Rückstand noch zu drehen. Wer eine Satzwette platziert, ohne zu wissen, welche Regel in welchem Satz gilt, wettet auf eine Situation, die er nicht vollständig kennt.

Live-Wetten und die eingebaute Bremse

Bei Sporttip gelten Livewetten unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.

Die Regel ist notwendig und für den, den sie trifft, teuer. Wer während einer Challenge in dieser Sekunde abschickt, hat auf einen Ausgang gesetzt, der bereits feststeht, und bekommt den Einsatz zurück. Die Sekundenverzögerung zwischen Tippen und Annehmen entscheidet also, ob eine Wette überhaupt existiert.

Bei den grösseren Tennisturnieren liegt der Unterschied darin, wie sich ein Match entwickelt und nicht darin, wer am Ende gewinnt. Ein Break im ersten Satz ist ein Ereignis; der Turniersieg eines Spielers ist ein anderes. Beide lassen sich im selben Turnier und in derselben Live-Übertragung spielen, aber nicht in derselben Wahrscheinlichkeitsklasse.

Cash-Out: ein Feature mit klarem Preisschild

Der Cash-Out-Betrag bei Sporttip ist tiefer als der mögliche Wettegewinn ohne vorzeitige Auflösung, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.

Der Ausstieg ist also ein Kauf zum Tagespreis, kein Recht. Wer mitten in einem Fünf-Satz-Match den grünen Knopf sieht, verkauft einen Teil dessen, was er sich erhofft, an den einzigen Marktteilnehmer, der den Preis dafür festlegt.

Die abhängige Kombination und die Bet-Builder-Funktion

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Für den Wettenden heisst das: Wer zwei Ereignisse desselben Matches kombiniert, muss denselben Sieger nicht zweimal bepreisen wollen — es sei denn, das Angebot erlaubt es ihm ausdrücklich. Die Auflösung der Wette ist dann die Folge, und der Einsatz kommt zurück, nicht der Gewinn.

Spielplan, Belag und was die jüngste Ausgabe hinterlässt

Die US Open sind seit 1881 ein jährliches Ereignis und seit 1978 ein Hartplatz-Ereignis. Die Oberfläche, auf der die nächste Ausgabe gespielt wird, hat mehr mit dem Verlauf der letzten zu tun als mit dem, was ein Spieler im Sand oder auf Rasen zeigt.

New York, Queens, und drei Wochen im Kalender

Das USTA Billie Jean King National Tennis Center liegt im Flushing Meadows–Corona Park in Queens, New York City. Von 1975 bis 1977 spielte man dort auf Sand, von 1881 bis 1974 auf Rasen, und die erste Ausgabe 1881 fand im Newport Casino in Rhode Island statt. Veranstalter ist die United States Tennis Association.

Die US Open 2026 liefen vom 30. August bis 13. September 2026 in New York City auf Hartplatz. Ein zweiwöchiges Turnier mit Vorqualifikation, Einzel- und Doppelkonkurrenzen und sechs Wettbewerben produziert viele einzelne Ereignisse, und nur eines davon heisst Turniersieger.

Hartplatz: Tempo, wenig Überraschungen, lange Sätze

Der Belag ist das stabilste Element im ganzen Turnier. Auf Hartplatz springt der Ball gleichmässig ab, die Aufschlagstärke zahlt sich verlässlicher aus als auf Sand, und die Ballwechsel sind kürzer. Das bedeutet für eine Einschätzung vor dem Turnier, dass die Form auf Hartplatz aussagekräftiger ist als die Form auf anderen Belägen, und dass die Zahl der Trainingswochen davor ein Signal sein kann.

Es bedeutet nicht, dass ein Ergebnis vorhersehbar ist. Die Einschätzung ist eine Wahrscheinlichkeitsverteilung, keine Vorgabe. Wer eine begründete Einschätzung sucht, arbeitet mit dem Abschneiden auf Hartplatz in der laufenden Saison, der körperlichen Verfassung nach einer langen Kalenderphase, der Setzliste und der Frage, wie gut ein Spieler in langen Entscheidungssätzen Bestand hat.

Die Rekorde, an denen sich die nächste Ausgabe messen lässt

Im Herreneinzel halten William Larned, Richard Sears und Bill Tilden mit je 7 Titeln den Rekord; im Dameneinzel hält Molla Mallory mit 8 Titeln den Rekord. Diese Marken sind über Jahrzehnte gewachsen, und die meisten Karrieren enden deutlich darunter.

Das Gesamtpreisgeld der US Open 2026 betrug 108 Millionen US-Dollar, ein Anstieg um 21 % gegenüber dem Vorjahr, und die Einzelsieger erhielten jeweils 5’500’000 $. Ein Preisgeld dieser Grösse verschiebt die Motivation von Spielern, die in der ersten Runde eines Grand Slams normalerweise eine kleinere Summe mitnehmen.

Was die Ausgabe 2026 als Forminformation taugt

Alexander Zverev gewann das Herreneinzel gegen Ben Shelton mit 6:3, 7:6(2), 5:7, 6:2. Jelena Rybakina gewann das Dameneinzel gegen Aryna Sabalenka mit 6:4, 5:7, 6:2.

Der letzte Titel ist eine Information über den letzten Stand dieser Spieler auf diesem Belag. Er ist kein Beleg für die nächste Auflage, und er ist ein Warnschild für eine bestimmte Art von Einschätzung: Wer aus einem Titel automatisch eine Quote folgert, verwechselt Vergangenheit mit Wahrscheinlichkeit. Es bleibt ein Formstück unter vielen — gut für die Frage, wie ein Spieler in engen Entscheidungssätzen aussieht, untauglich als Prognose.

Die grosse Halle und die Regel, die nie verschwindet

Das Arthur Ashe Stadium fasst 23’771 Sitzplätze, wurde 1997 eröffnet und erhielt 2016 ein schliessbares Dach für 180 Millionen US-Dollar. Von den drei grossen Aussenplätzen ist es der einzige mit einem Dach über dem Platz selbst, und bei Regen macht das den Unterschied.

Bei den grossen Turnieren bedeutet ein geschlossenes Dach, dass ein Match beim Stand von 5:5 im fünften Satz weitergespielt wird und nicht abgebrochen. Genau dort entstehen die Live-Situationen, in denen sich Quoten innerhalb von Minuten bewegen. Wer während des Matches setzt, sollte wissen, ob der Platz überdacht ist, weil das die Wahrscheinlichkeit eines frühen Endes und damit die Bewertung einer Live-Wette verändert.

Der Vergleich der Anbieter nach Schweizer Massstab

Die Frage «welcher Anbieter ist der beste» hat in der Schweiz nur zwei Antworten, die eine Bewilligung tragen. Danach folgen acht Namen, die Schweizer Spielerinnen und Spieler trotzdem antreffen, und die Frage lautet dort nicht, wer gewinnt, sondern wer das Risiko trägt.

Die Vergleichskriterien und warum es die richtigen sind

Ein Vergleich über Schweizer Wetten beginnt mit der Bewilligung, weil nach dem Geldspielgesetz Sportwetten nur mit einer Veranstalterbewilligung für ein Grossspiel veranstaltet werden dürfen und eine Bewilligung nach Artikel 4 nur in der Schweiz gilt. Innerhalb der bewilligten Gruppe entscheiden dann die Konditionen: die erreichbare Wettart, die Einsatzkonkurrenz, die Limiten, die Auszahlung ans eigene Konto und die Anbindung an den Spielerschutz.

Ausserhalb der bewilligten Gruppe verändert sich die Bedeutung der einzelnen Kriterien. Wo kein Schweizer Konto, keine Schweizer Aufsicht und keine Anbindung an das Sperrregister bestehen, wiegt die Frage nach der Grösse des Angebots schwerer oder leichter, je nach Vorhaben — aber sie ist nicht mehr die gleiche Frage.

Die Auszahlung und das Konto im eigenen Namen

Bei den Schweizer Veranstaltern werden Gewinne und Guthaben nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt. Ein Konto in einem fremden Namen, eine anonyme Auszahlung oder eine Auszahlung auf ein beliebiges Wallet sind im bewilligten Rahmen nicht vorgesehen. Überziehung und Kreditkarten-Kredit an Spielende gibt es nicht.

Kein Vorteil ohne Kehrseite: Wer an einem Samstagabend gewinnt und das Geld sofort weiterbewegen will, wartet auf die Bearbeitung. Der Ablauf ist bürokratischer als bei einem Anbieter, der jeden Auszahlungsweg akzeptiert, und er schützt genau die, die einen schnellen Weg nicht brauchen.

Die Vergleichstabelle

Anbieter Bewilligung in der Schweiz Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Aufsicht Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Aufsicht Gespa
Rollbit keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Kraft in der Schweiz
MyStake keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Kraft in der Schweiz
AmunRa keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Kraft in der Schweiz
Duelbits keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Kraft in der Schweiz
Gamdom keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Kraft in der Schweiz
BetLabel keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Kraft in der Schweiz
ZotaBet keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Kraft in der Schweiz
X3Bet keine Schweizer Bewilligung Bewilligung nach Angaben Dritter: Tobique (Kanada)

Die Spalte mit den Ereignissen und Quoten, die man im Vergleich am liebsten hätte, fehlt nicht aus Nachlässigkeit. Sie wäre eine Zahl pro Zeile, und nur eine Zeile könnte sie tragen.

Die Wahl zwischen vier Wegen

Wer vergleicht, trifft am Ende eine Wahl zwischen sehr verschiedenen Dingen. Der Swisslos-Weg passt zu jemandem mit Wohnsitz in einem der Deutschschweizer Kantone, im Tessin oder in Liechtenstein, der ein geschütztes Konto und ein auf Schweizer Sport zugeschnittenes Angebot will. Der Romandie-Weg ist derselbe Bauplan für FR, GE, JU, NE, VD und VS.

Der Weg über einen Anbieter ohne Bewilligung zieht dort, wo das Angebot für Turniere wie die US Open eine Breite hat, die zwei Veranstalter mit einer geschlossenen Liste erlaubter Sportarten und Wettarten nicht abbilden. Dafür trägt der Spielende alles selbst. Und der Weg des Nicht-Spielens bleibt ein Weg.

Grundlagen: das Turnier, die Runden und der Blick auf die nächste Ausgabe

Die US Open sind ein jährlicher Anlass, und deshalb beginnt jede Beschäftigung mit dem Thema bei einer Kalenderfrage.

Die Hochhäuser einer Grossstadt in der Dämmerung, gesehen von einem Park, im Vordergrund ein gespanntes Tennisnetz.
Die US Open 2026 fanden vom 30. August bis 13. September 2026 in New York City auf Hartplatz statt.

Die jüngste Ausgabe ist gespielt, die nächste hat keinen Termin

Die US Open 2026 fanden vom 30. August bis 13. September 2026 in New York City auf Hartplatz statt. Diese Ausgabe ist entschieden und abgerechnet. Wer heute nach Quoten auf die US Open sucht, sucht in den meisten Fällen nach dem nächsten Turnier, und dafür gelten andere Voraussetzungen: Es gibt noch keine gesetzten Paarungen, und die meisten Buchmacher eröffnen die Siegermärkte erst, wenn der Kalender näher rückt.

Dass die Ausgabe 2026 im Rückspiegel liegt, ist kein Fehler in der Suchanfrage. Es ist die Lage. Wer darauf wartet, dass ein Anbieter heute eine Zehn-Satz-Quote auf die nächste Ausgabe stellt, wartet auf etwas, das niemand schuldet.

Wo die Spiele stattfinden und wie der Ort das Angebot prägt

Das USTA Billie Jean King National Tennis Center liegt im Flushing Meadows–Corona Park in Queens, New York City. Gespielt wird auf Hartplatz; davor war der Belag von 1975 bis 1977 Sand und von 1881 bis 1974 Rasen.

Der Ort erklärt, warum das Turnier für europäische Wettende eine Zeitverschiebung mitbringt. Die Nachmittagssessions in New York laufen bis in die frühen Morgenstunden mitteleuropäischer Zeit, und die Abendmatches erst recht. Live-Wetten auf die US Open sind in der Schweiz also keine Angelegenheit eines Fernsehabends, sondern eine, die den Schlafplan betrifft — was für die Tagesform am nächsten Tag ein Faktor ist, den keine Quote erfasst.

Wie man vor dem Turnier zu einer Einschätzung kommt

Die Siegerquote eines Spielers hängt an Dingen, die man vor Turnierbeginn sehen kann: dem Abschneiden auf Hartplatz, dem Zustand des Körpers nach einer langen Saison, der Setzliste und dem, was die letzten Wochen auf demselben Belag gezeigt haben.

Tipps sind dabei ein Leitfaden zum Denken und keine sichere Wahl. Wer eine Gewinnprognose liest, liest die Einschätzung einer Person, die das Ergebnis ebenfalls nicht kennt. Der Nutzen liegt nicht in einem Namen, sondern in der Begründung: Aufschlagstärke gegen Return, Fitness gegen Satzlänge, Formkurve gegen Setzlistenposition. Wer diesen Vergleich nachvollziehen kann, braucht den Namen nicht.

Bewilligung, Sperrliste und Steuer: die Rechtslage in der Schweiz

Hier wird es nüchtern. Die folgenden Absätze beschreiben Regeln, und sie sind zum Anwenden da, nicht zum Geniessen.

Leere Klappstühle an der Seitenlinie eines Hartplatzes nach Regen, die nasse Fläche spiegelt den grauen Himmel.
Das Gesamtpreisgeld der US Open 2026 betrug 108 Millionen US-Dollar, ein Anstieg um 21 % gegenüber dem Vorjahr.

Wer in der Schweiz Sportwetten veranstalten darf

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Artikel 3 Buchstaben c und e) und werden von der Gespa beaufsichtigt — nicht von der ESBK, die nur Casinos überwacht. Die Interkantonale Geldspielaufsicht hat ihren Sitz in Bern; das Geldspielkonkordat ist seit dem 1. Januar 2021 in Kraft.

Eine Bewilligung verlangt eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Artikel 21 bis 25 BGS) und gilt nur in der Schweiz (Artikel 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport.

Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher gibt es nicht, weil es keine weiteren gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste blockierter ausländischer Domains.

Unabhängig vom Veranstalter braucht ein Online-Spielerkonto einen Wohnsitz in der Schweiz (Artikel 47 Absatz 3 VGS), in der Praxis im Gebiet des jeweiligen Unternehmens. Der Reingewinn geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen (Artikel 125 BGS).

Was überhaupt angeboten werden darf

Die erlaubten Wetten stehen auf einer geschlossenen Liste: der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Version 10.09.2026; Artikel 25 BGS, Artikel 29 VGS). Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie aufgeführt sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder auf das Podest entscheidet; auf Trainingsläufe darf nie gewettet werden. Die Liste führt keine Corner- und Kartenmärkte und keinen Esport-Abschnitt.

Wettbar sind nur Sportereignisse. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt (Artikel 25 Absatz 2 BGS).

Live-Wetten sind erlaubt, vor dem Spiel und live, sofern die Veranstalterin eine Entscheidung besitzt, die das zulässt. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte enthält das Gesetz nicht. Cash-Out ist nicht geregelt und ist eine Funktion des jeweiligen Angebots.

Der Katalog ist der Grund, warum die Wahl in der Schweiz eine Wahl zwischen Wegen und nicht zwischen Dutzenden von Angeboten ist. Wer ein Spezialmarkt-Programm sucht, wird im bewilligten Rahmen nicht alles finden. Wer wissen will, ob ein bestimmter Markt dort steht, schaut in der Gespa-Liste nach und nicht in einem Werbebanner.

Die Sperrliste und die Anbieter ohne Bewilligung

Eine ausländische Bewilligung — Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land — hat in der Schweiz keine Kraft (Artikel 4 BGS). Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu veranstalten ist eine Straftat: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren (Artikel 130 BGS).

Der Spielende wird nicht bestraft. Einsätze und Gewinne können aber in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es besteht weder Schutz noch eine Fair-Play-Kontrolle.

Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren (Artikel 86 bis 93 BGS; erste Liste vom 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt. Ein solcher Anbieter hat keine Schweizer Bewilligung, keine Anbindung an das Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg, und seine Gewinne sind nach kantonalem Recht steuerbar.

Werbung für ein Spielangebot, das in der Schweiz nicht bewilligt ist, ist verboten (Artikel 74 Absatz 3 BGS) und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 bestraft (Artikel 131 BGS). Werbung darf zudem nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Artikel 74 BGS). Eine zeitliche Beschränkung der Werbung gibt es nicht.

Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa (Artikel 75 Absatz 2 BGS; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos). Bonusbeträge und -bedingungen ergeben sich ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.

Ehrlich bleibt die Gegenüberstellung: Der bewilligte Weg bietet den vollen Schweizer Schutz, aber nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste an Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzpflicht und eine Identitätsprüfung. Der Weg ohne Bewilligung bietet mehr Auswahl und trägt kein Schweizer Schutznetz. Keiner der beiden ist von sich aus «die sichere Wahl».

Steuern auf Gewinne

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Der kantonale Freibetrag unterscheidet sich, deshalb gilt «je nach Kanton» und nicht eine einzelne kantonale Zahl.

Oberhalb des Freibetrags behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein; zurückgeholt wird sie über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung. Eine typische Wette liegt weit unter dieser Schwelle, also ohne Einkommenssteuer und ohne Verrechnungssteuer auf dem Gewinn.

Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer. Die kantonale Praxis unterscheidet sich aber: Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen.

Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht. Wer eine Steuerfrage zu klären hat, fragt eine Steuerberaterin oder die kantonale Steuerverwaltung.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Jeder Eintrag nennt, was das Angebot von den anderen unterscheidet. Die Reihenfolge folgt der Bewilligungslage: zuerst die beiden Veranstalter mit Schweizer Bewilligung, dann die ausländischen Angebote.

Swisslos Sporttip: der Veranstalter für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein

SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Sporttip ist das Sportwettenprodukt dieser Genossenschaft, und der Name ist in der Deutschschweiz der erste, der einem zum Thema einfällt.

Die Bewilligungsgrundlage ist eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem BGS. Ein Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet möglich — die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu das Tessin und Liechtenstein.

Das Werkzeugkasten-Bild passt hier am besten: Verlustlimiten für einen, sieben und dreissig Tage bei der ersten Teilnahme, eine freiwillige Einzahlungslimite, eine Selbstsperre von einem bis hundertachtzig Tagen, ein unbefristeter Eintrag im schweizweiten Register. Dazu die Einsatzkonkurrenz von CHF 1 bis CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 10’000 pro Systemwette.

Sporttip erinnert daran, dass Grossspiele gemeinnützig sind: Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. (2024: CHF 122 Mio.).

Wer im Vertragsgebiet wohnt und ein Angebot sucht, das ohne Zweifel in der Schweiz steht, findet hier die klarste Antwort. Der Preis liegt in der Auswahl: Die geschlossene Liste erlaubter Sportarten und Wettarten gilt auch hier, und beim Tennis gibt es keine Parteien ausserhalb ihrer Grenzen.

Loterie Romande Jouez Sport: derselbe Bauplan für die Westschweiz

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Die Bewilligung ist dieselbe Konstruktion wie bei Swisslos: Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht durch die Gespa. Ein Online-Konto ist wiederum nur für Personen mit Wohnsitz im eigenen Gebiet möglich, hier in den sechs Kantonen FR, GE, JU, NE, VD und VS.

Strukturell ist Jouez Sport das westliche Gegenstück ohne westliche Besonderheiten. Wer in Genf wohnt, kann bei Swisslos kein Konto eröffnen, und wer in Zürich wohnt, keines bei der Loterie Romande — das ist die Folge des zweigeteilten Vertragsgebiets und nicht eine Einschränkung, die verschwindet, wenn man anruft.

Über die Zahl der Verkaufsstellen erscheint das Produkt volksnah. Für eine, die in Neuenburg oder im Wallis eine Wette platzieren will, ist das eine reale Grösse. Für ein Online-Konto bleibt es die Identitätsprüfung mit Wohnsitznachweis, und das ist der Punkt, an dem sich entscheidet, was hier möglich ist und was nicht.

Rollbit: Casino-Profil ohne Schweizer Deckung

Rollbit führt keine Schweizer Bewilligung. Sportwetten dürfen in der Schweiz nur Swisslos und die Loterie Romande veranstalten; eine Bewilligung nach Artikel 4 BGS hat für Rollbit keine Kraft. Eine als massgeblich berichtete Bewilligung ist nicht festgestellt. Keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf die Sperrliste kommen.

Ein Spielerkonto im Schweizer Rechtssinn gibt es hier nicht: keine Auszahlung nach Artikel 50 Absatz 2 VGS auf ein Konto im eigenen Namen, keine Limitenpflicht nach Artikel 87 VGS, keine Beschwerde bei einer Schweizer Aufsicht. Die ganze Dokumentationskette, die bei Swisslos beginnt, endet hier.

Wer das Angebot als eines unter vielen sieht und die Verantwortung für Limiten, Dauer und Zahlungswege selbst tragen will, findet darin ein breites Programm. Wer ein Register hinter sich braucht, das ihn auch nach einem schwachen Monat hält, findet es hier nicht, weil es nicht dazu gehört.

MyStake: mehrere Produkte unter einem Dach, ohne Schweizer Aufsicht

MyStake führt keine Schweizer Bewilligung. Es gilt, was für alle ausländischen Angebote gilt: keine Bewilligung mit Kraft in der Schweiz nach Artikel 4 BGS, keine gemeldete Bewilligung, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domains können auf die Sperrliste gesetzt werden.

Das Profil dieses Anbieters ist die Breite. Ein Anbieter mit mehreren Produktlinien bringt eine andere Nutzung mit sich als ein reiner Sportwettenveranstalter, weil ein Konto mehr als eine Sache bedient. Ob das für die US Open hilft, hängt davon ab, ob man dort Live-Märkte auf einzelne Runden findet und ob die Quoten im Vergleich zu anderen Angeboten bestehen.

Eine Bewertung ohne Zahlen ist unvollständig, und die Zahlen zu diesem Anbieter liegen nicht bei den Schweizer Kennzahlen: keine geprüfte Identität, keine Limite, die greift, kein Konto im eigenen Namen. Wer mit einem kleinen Budget arbeitet, sollte die Reihenfolge umdrehen und sich zuerst fragen, ob er ohne diese drei Dinge arbeiten will.

AmunRa: thematisch gestaltetes Angebot ohne Schweizer Rechtsweg

AmunRa führt keine Schweizer Bewilligung. Eine gemeldete Bewilligung mit Kraft in der Schweiz ist nicht festgestellt; die Verbindung zum Sperrregister fehlt, ebenso ein Schweizer Rechtsweg, und die Domains können blockiert werden.

Was dieses Angebot unterscheidet, ist seine Aufmachung. Eine starke Marke und eine klare Bildsprache sind Marketingentscheidungen und keine Bewertungskriterien; sie sagen nichts über Auszahlungsquoten, über Limits oder über die Bearbeitung einer Auszahlung.

Für ein grosses Turnier ist die Frage stattdessen, wie tief das Tennisangebot ist und ob Live-Märkte über die ersten Runden hinaus existieren. Beides prüft man in der eigenen Wettübersicht, bevor Geld fliesst.

Duelbits: auf Casino und Krypto ausgerichtet, ohne Schweizer Bewilligung

Duelbits führt keine Schweizer Bewilligung. Die Bewilligungslage ist dieselbe: keine Kraft in der Schweiz nach Artikel 4 BGS, keine festgestellte Bewilligung, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, mögliche Blockierung über die Sperrliste.

Bei den Schweizer Veranstaltern werden Auszahlungen nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers geleistet, und anonyme wie Krypto-Auszahlungen kommen im bewilligten Rahmen nicht vor. Bei einem Anbieter mit anderem Zuschnitt verhält sich der Zahlungsweg nach dessen eigenen Bedingungen, und dort gelten andere Nachweispflichten.

Wer primär eine Krypto-Umgebung sucht, findet hier einen Anbieter mit diesem Schwerpunkt. Das ist eine Nutzungsfrage und keine Rechtsfrage, und sie bleibt getrennt: Die fehlende Anbindung an den Schweizer Schutz ändert sich nicht durch die Wahl der Währung.

Gamdom: Community-Oberfläche ohne Schweizer Bewilligung

Gamdom führt keine Schweizer Bewilligung. Es bleibt bei den Grundsätzen: keine Kraft einer ausländischen Bewilligung in der Schweiz, keine festgestellte Bewilligung, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domains können über die Sperrliste blockiert werden.

Der Unterschied liegt in der Oberfläche. Angebote, die stark auf Live-Interaktion und sichtbare Aktivität setzen, erzeugen eine Aufenthaltsdauer, die ein reines Wettprogramm nicht erzeugt. Für die US Open ist das ein Faktor, weil die Sessions in mitteleuropäischer Zeit bis in die Nacht laufen: Die Verweildauer auf einer Seite mit laufender Aktivität ist länger als die auf einer Seite mit einer Ergebnisliste.

Wer dort ein Sportwettenkonto führt, trägt die Limitenfrage allein. Es gibt keine Verlustlimite im Schweizer Zuschnitt und keine Instanz, die nachfragt.

BetLabel: Sportwetten im Vordergrund, aber ohne Schweizer Bewilligung

BetLabel führt keine Schweizer Bewilligung. Die Bewilligungslage ist auch hier nicht festgestellt, eine ausländische Bewilligung hätte in der Schweiz nach Artikel 4 BGS keine Kraft, das Sperrregister ist nicht angebunden, ein Schweizer Rechtsweg fehlt, und Domains können über die Sperrliste blockiert werden.

Ein Anbieter, dessen Nutzer vor allem Sportwetten spielen, hat eine andere Nutzergruppe als ein Casino-first-Produkt. Wer ohnehin nur Tennis spielt, findet hier eine Plattform, deren Aufmerksamkeit dem Sport gilt. Das ist eine Beschreibung und kein Vorteil.

Jede Zahl, die in diesem Abschnitt fehlt, ist mit Absicht frei: Es gibt keinen dokumentierten Schweizer Rahmen, an dem man sie messen könnte. Wer sich für das Angebot entscheidet, entscheidet sich ohne diesen Rahmen.

ZotaBet: Wettprogramm ohne Schweizer Bewilligung

ZotaBet führt keine Schweizer Bewilligung. Es gilt: keine Kraft einer ausländischen Bewilligung, keine festgestellte Bewilligung, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Blockierung.

Ein klassisches Wettprogramm mit Einsätzen in verschiedenen Währungen ist für Spielende aus der Schweiz zugänglich, solange die Domain erreichbar bleibt — und die Erreichbarkeit kann sich innert Stunden ändern, weil blockierte Domains ersetzt werden. Dieses Nachhaltigkeitsrisiko ist praktisch und nicht theoretisch.

Ob ein Guthaben und ein Auszahlungsbeleg in einem Namen geführt werden, den man später einer Person zuordnen kann, entscheidet über Streitfälle. Bei einem Schweizer Veranstalter ist das durch Artikel 50 Absatz 2 VGS vorgegeben; hier regelt es das Haus.

X3Bet: eine ausländische Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz

X3Bet führt keine Schweizer Bewilligung. Nach Angaben Dritter wird eine Bewilligung in Tobique (Kanada) genannt. Diese Bewilligung hat in der Schweiz keine Kraft (Artikel 4 BGS). Keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domains können über die Sperrliste blockiert werden.

Dass überhaupt eine Aufsichtsbehörde genannt wird, trennt diesen Anbieter von denen ohne jede Angabe. Für einen Spielenden in Basel macht das trotzdem keinen Unterschied: Es ist keine Schweizer Aufsicht, es ist kein Schweizer Verfahren, und es ist kein Schweizer Recht, das durchgesetzt würde.

Die praktisch entscheidende Frage ist die Erreichbarkeit. Solche Domains werden per DNS blockiert, und innert Stunden tauchen Ersatzadressen auf. Wer sein Konto langfristig führen will, plant diesen Wechsel mit ein.

Was der Vergleich unter dem Strich sagt

Zwei Angebote tragen diesen Markt, und beide tragen ihn nur für ihr eigenes Gebiet. Alles danach ist eine Wahl ohne Schweizer Netz, mit der Aussicht auf mehr Programm und dem vollen Risiko auf der eigenen Seite. Wer in Genf oder Zürich wohnt und Sportwetten auf die US Open sucht, hat eine bewilligte Option und eine illegale, und keine dritte.

Häufige Fragen zu US Open Wetten in der Schweiz

Dürfen in der Schweiz Wetten auf die US Open platziert werden, und bei welchen Veranstaltern?

Ja, aber nur bei den zwei Veranstaltern, die das Geldspielgesetz dafür zulässt: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Ein Online-Konto ist jeweils Personen mit Wohnsitz im eigenen Vertragsgebiet vorbehalten. Weitere bewilligte Sportwettenanbieter gibt es nicht, weil die Kantone die Zahl auf zwei begrenzt haben.

Wie entsteht die Quote auf den Turniersieger, und was bedeutet die Marge?

Die Quote spiegelt die Wahrscheinlichkeiten, die alle Einsätze zusammen ergeben, gekürzt um den Anteil des Veranstalters. Dessen Grösse liest man am Auszahlungsschlüssel einer Quote: Bei zwei Ausgängen zu 1.90 liegt er bei rund 95 %, was einer Marge von etwa 5 % entspricht (bei vergleichbaren Märkten liegt diese meist zwischen 5 % und 8 %). Ausgänge, Handicaps oder Kombinationen werden schlechter bezahlt als ein Zweiersatz.

Was bedeutet der Tiebreak bis 10 Punkte im Entscheidungssatz seit 2022 für Satzwetten?

Seit 2022 endet der Entscheidungssatz bei 6:6 mit einem Tiebreak bis 10 Punkte und zwei Punkten Vorsprung, bei den Damen im dritten, bei den Herren im fünften Satz. Von 1971 bis 2021 lief jeder Satz auf einen Tiebreak bis 7 Punkte zu. Ein Entscheidungssatz wird dadurch länger und wendungsreicher, was Satz- und Handicapmärkte verlängert.

Welche Rolle spielen Hartplatz und Form bei einer begründeten Einschätzung vor dem Turnier?

Hartplatz ist seit 1978 der Belag und begünstigt Aufschlagstärke und kurze Ballwechsel. Für eine Einschätzung zählen das Abschneiden auf Hartplatz, der Zustand nach langer Saison, die Setzliste und die Form der letzten Wochen. Wer im Entscheidungssatz am längsten durchhält, hat dort einen Vorteil.

Wie werden Gewinne aus Wetten auf Turniere steuerlich behandelt, und was heisst Steuerfreibetrag je nach Kanton?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Freibetrag pro Einzelgewinn steuerfrei; ab 1. Januar 2026 liegt der Bundesfreibetrag bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Darüber behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Der kantonale Freibetrag unterscheidet sich.

Was gilt für Anbieter ohne Schweizer Bewilligung und für die Sperrliste der Gespa?

Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Kraft. Solche Anbieter sind nicht an das Sperrregister angebunden, bieten keinen Schweizer Rechtsweg, und ihre Domains können per DNS über die Sperrliste blockiert werden. Schweizer Spielende werden nicht bestraft, Einsätze und Gewinne können aber in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Inhalt erstellt vom Team «dreiwegwetten.com»